Kampagne „Meine Mama/mein Papa arbeiten für dich. Danke, dass du auf sie aufpasst“
ASFINAG und ÖAMTC starten eine Kampagne und testen ein KI-basiertes Kollisionswarn-System; Hintergrund sind Unfälle mit Beschäftigten im Straßenbetrieb.
ASFINAG und ÖAMTC haben eine gemeinsame Verkehrssicherheits-Offensive gestartet, die sich an alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer richtet. Unter dem Slogan „Meine Mama/mein Papa arbeiten für dich. Danke, dass du auf sie aufpasst“ soll emotional verdeutlicht werden, dass hinter Tätigkeiten auf Autobahnen und Schnellstraßen Menschen stehen, die wieder zu ihren Familien nach Hause kommen wollen.
Gleichzeitig läuft ein Pilotprojekt für ein KI-basiertes Kollisionswarn-System, mit dem ASFINAG und ÖAMTC Arbeiten unter Verkehr sicherer machen wollen. Anlass für die Kampagne und die Tests sind Angaben zu Unfällen mit Beschäftigten der ASFINAG und des ÖAMTC in den vergangenen Jahren sowie Ergebnisse einer Umfrage zum Verhalten am Mobiltelefon im Fahrzeug.
Die Kampagne trägt den vollen Wortlaut: „Meine Mama/mein Papa arbeitet für dich – Danke, dass du auf sie aufpasst.“ Botschafterinnen und Botschafter der Aktion sind die Kinder der Mitarbeitenden, die laut Aussendung emotional sichtbar machen sollen, „dass hinter allen Tätigkeiten auf den Autobahnen und Schnellstraßen Menschen stehen, die für die Allgemeinheit im Einsatz sind“.
ASFINAG und ÖAMTC setzen laut Mitteilung auf eine starke Bildsprache und betonen, die Aktion solle positive Gefühle erzeugen und nicht belehren. Als sichtbare Maßnahmen werden Plakate entlang des gesamten Streckennetzes sowie Kurz-Videos mit Kindern von ASFINAG-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern genannt. Ergänzt werden diese Elemente bei der ASFINAG durch Inserate, Radiospots und einen Schwerpunkt auf den Social-Media-Kanälen. Der ÖAMTC greift die ASFINAG-Kampagne demnach in diesem Jahr auf.
ASFINAG und ÖAMTC testen ein KI-basiertes System, das nach Angaben der Aussendung Arbeiten unter Verkehr „noch sicherer machen soll“. Eine Kamera erkennt Fahrzeuge ab etwa 300 Meter Entfernung, die KI analysiert deren Fahrweg und gibt rechtzeitig eine Warnung bei möglicher Kollision.
Die Warnung erfolgt doppelt: Zum einen über ein Hupsignal, das den Lenker oder die Lenkerin erreichen soll. Zum anderen tragen die Mitarbeitenden auf der Straße ein kleines Gerät am Oberarm beziehungsweise nah am Körper, das stark vibriert. Diese Kombination aus akustischem Signal und spürbarer Vibration soll den Beschäftigten nach eigenen Angaben ein paar Sekunden mehr Zeit verschaffen, um sich in Sicherheit zu bringen.
Laut Aussendung hat die ASFINAG sechs dieser Kameras seit dem Vorjahr im Einsatz. Weitere 21 Kollisionswarner werden ab Juni gekauft. Der Testbetrieb läuft bis Ende 2026. Die ASFINAG schreibt: „Sind die Ergebnisse positiv, wird das System flächendeckend ausgerollt.“ Der ÖAMTC hat im Rahmen einer Pilotphase ebenfalls elf Fahrzeuge mit dem System ausgestattet und testet die Lösung bei Einsätzen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland.
In der Mitteilung nennt die ASFINAG konkrete Zahlen zur Unfalllage: Im Jahr 2025 waren bei sechs Unfällen Mitarbeitende der ASFINAG involviert, während sie auf der Autobahn ihrer Arbeit nachgingen. In den vergangenen fünf Jahren summierten sich demnach 48 Unfälle, „bei denen mehrere ASFINAG-Mitarbeiter schwer und einer sogar tödlich verletzt wurden“.
Beim ÖAMTC wird für das Jahr 2024 ein Todesfall eines Mitarbeiters genannt. Als Hauptursachen für Unfälle führt die Aussendung Unachtsamkeit und Ablenkung an, wobei explizit das Handy als häufige Ablenkungsquelle genannt wird. Eine Umfrage von IFES bestätige diese Entwicklung: „Ein Drittel der Befragten gab dabei zu, Nachrichten auf dem Mobiltelefon während der Fahrt zu lesen oder sogar zu schreiben.“
Konkrete Maßnahmen zur Sichtbarkeit der Kampagne listet die ASFINAG in der Aussendung auf: Plakate entlang des gesamten Streckennetzes, Kurz-Videos mit Kindern von ASFINAG-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern sowie der Slogan „Meine Mama/mein Papa arbeitet für dich – Danke, dass du aufpasst“. Zusätzlich werden bei der ASFINAG Inserate, Radiospots und Social-Media-Aktivitäten genannt.
Der ÖAMTC übernimmt die Kampagneninhalte in diesem Jahr und verweist auf die Bedeutung der Sicherheit für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Pannenhilfe und Abschleppdienst, die laut ÖAMTC-Direktor Ernst Kloboucnik „rund um die Uhr auf Österreichs Straßen unterwegs sind und Menschen in Notsituationen unterstützen“.
In der Aussendung bezeichnet ASFINAG das System als „KI-basiert“. Konkret heißt das dort: Eine Kamera erkennt Fahrzeuge ab etwa 300 Meter Entfernung und eine Künstliche Intelligenz analysiert deren Fahrweg, um bei möglicher Kollision rechtzeitig zu warnen.
Die Kameraerkennung wird in der Mitteilung mit einer Reichweite von rund 300 Metern angegeben. Diese Distanz dient laut Aussendung als Basis für die anschließende Analyse und Warnung.
Der Alarm im Pilotprojekt ist zweigeteilt: Ein Hupsignal soll den Fahrzeuglenker oder die Fahrzeuglenkerin akustisch erreichen; gleichzeitig trägt die betroffene Straßenmannschaft ein kleines Gerät am Oberarm beziehungsweise nah am Körper, das stark vibriert.
ASFINAG beschreibt den Testbetrieb als bis Ende 2026 laufend; sechs Kameras seien seit dem Vorjahr im Einsatz, 21 weitere Kollisionswarner würden ab Juni angeschafft. Die Aussendung nennt ausdrücklich, dass bei positiven Ergebnissen ein flächendeckender Rollout geplant sei.
In der Presseaussendung betont Verkehrsminister Peter Hanke: „Ablenkung ist die häufigste Ursache tödlicher Unfälle. Deshalb brauchen wir Bewusstseinsbildung, moderne Sicherheitstechnologien und mehr Rücksicht gegenüber den Menschen, die täglich auf unseren Autobahnen im Einsatz sind. Die ASFINAG setzt bereits viele wichtige Maßnahmen zum Schutz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – unterstützen wir sie dabei mit verantwortungsvollem Verhalten am Steuer.“
ASFINAG-Vorstand Hartwig Hufnagl wird mit den Worten zitiert: „Aktuell testen wir ein KI-basiertes Kollisionswarn-System. Aber der größte Hebel für mehr Sicherheit ist der Mensch.“ Die Mitteilung macht außerdem deutlich, dass die Kampagne auf positive Ansprache setzt und die Familienperspektive in den Mittelpunkt stellt.
Die Kampagne wird laut Aussendung gemeinsam von ASFINAG und ÖAMTC getragen. Verkehrsminister Peter Hanke nahm demnach am Start der Offensive teil, und der ÖAMTC greift die ASFINAG-Kampagne in diesem Jahr auf.
Als Botschafter nennt die ASFINAG die Kinder der Mitarbeitenden. Sie sollen emotional zeigen, dass hinter den Tätigkeiten auf Autobahnen und Schnellstraßen Menschen stehen, die zu ihrer Familie zurückkehren wollen.
Die Aussendung nennt sechs Unfälle im Jahr 2025, bei denen ASFINAG-Mitarbeitende involviert waren. Insgesamt seien es in den vergangenen fünf Jahren 48 Unfälle gewesen, bei denen mehrere Mitarbeiter schwer und einer tödlich verletzt wurden. Für den ÖAMTC wird ein Todesfall im Jahr 2024 genannt.
Nach Angaben in der Mitteilung erkennt eine Kamera Fahrzeuge ab circa 300 Metern, die KI analysiert deren Fahrweg und löst bei einer möglichen Kollision eine Doppelwarnung aus: ein Hupsignal für den Fahrzeuglenker bzw. die Fahrzeuglenkerin und ein stark vibrierendes Gerät bei den Mitarbeitenden am Oberarm.
Der Testbetrieb läuft der Aussendung zufolge bis Ende 2026. Die ASFINAG habe sechs Kameras seit dem Vorjahr im Einsatz und plane den Kauf weiterer 21 Kollisionswarner ab Juni. Der ÖAMTC betreibt im Rahmen der Pilotphase elf mit dem System ausgestattete Fahrzeuge.
Der ÖAMTC testet die Lösung bei Einsätzen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland, wie es in der Pressemitteilung heißt.
Grundlage dieses Artikels ist die Aussendung der ASFINAG zu Kampagne und Pilotprojekt. Honorarfrei verfügbar gestellte Fotos und Videos sowie weitere Informationen stellt die ASFINAG in ihrer Mediadatenbank zur Verfügung: https://mediendb.asfinag.at/s/OsAg1mSt
Kontakt laut Aussendung: ASFINAG, Walter Mocnik, Pressesprecher Steiermark und Kärnten, Telefon: +436646010813827, E-Mail: walter.mocnik [at] asfinag.at, Website: