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Arbeitslosigkeit in NÖ steigt auf 48.055 Personen

Besonders Jugendliche und Frauen betroffen - AMS verstärkt Betreuungsangebote

1. April 2026
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Die Arbeitslosenquote in Niederösterreich klettert auf 6,9 Prozent. 48.055 Menschen suchen einen Job, vor allem junge Arbeitskräfte benötigen intensive Hilfe.

Die Arbeitsmarktsituation in Niederösterreich hat sich im März 2026 weiter verschlechtert. Mit 48.055 arbeitslos vorgemerkten Personen verzeichnet das Arbeitsmarktservice (AMS) einen Anstieg von 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Inklusive Schulungsteilnehmerinnen und -teilnehmern befanden sich 58.690 Personen in Niederösterreich auf Jobsuche (+5,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr).

Arbeitslosenquote steigt auf 6,9 Prozent

Die Arbeitslosenquote in Niederösterreich liegt aktuell bei 6,9 Prozent und damit um 0,4 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Österreichweit beträgt die Quote 7,5 Prozent (+0,1 Prozentpunkte).

Der Bestand an unselbständig Beschäftigten wird für Ende März auf 650.000 Personen geschätzt, was einem Rückgang von 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Davon waren 294.000 Frauen (+0,1 Prozent) und 356.000 Männer (-0,9 Prozent).

Jugendarbeitslosigkeit und Lehrstellensuche

4.828 Jugendliche sind beim AMS Niederösterreich arbeitslos vorgemerkt – ein Anstieg von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zusätzlich suchen 1.228 Personen eine Lehrstelle (+17,3 Prozent).

„Die Aufgabe des AMS ist, junge Menschen bei der Arbeits- oder Lehrstellenmarktintegration eine passende und wirksame Begleitung zu bieten. Die Betreuung durch das AMS startet ab dem ersten Tag der Vormerkung. Ziel dabei ist es, dass möglichst alle Betroffenen spätestens drei Monate nach Vormerkungsbeginn einen passenden Lehr- oder Arbeitsplatz bzw. ein alternatives Angebot, wie beispielsweise den Einstieg in ein Jugendbildungszentrum oder in eine überbetriebliche Lehrausbildung, in Händen halten. 4.599 junge Menschen haben in den ersten drei Monaten dieses Jahres nach ihrer Vormerkung beim AMS in Niederösterreich einen Arbeitsplatz oder eine Lehrstelle gefunden. Durchschnittlich nutzen oder nutzten 4.408 Personen im heurigen Jahr ein Schulungsangebot des AMS, wie beispielsweise der Qualifizierung im Zuge der überbetrieblichen Lehre.“

Anstieg bei Frauen und nach Altersgruppen

Die Zahl der arbeitslosen Personen hat sowohl bei Frauen (+9,5 Prozent bzw. +1.890) als auch bei Männern (+2,5 Prozent bzw. +637) zugenommen.

Ältere Personen ab 50 Jahre weisen eine Steigerung der Arbeitslosigkeit auf (+5,7 Prozent bzw. +950) wie auch Personen im Haupterwerbsalter (+5,6 Prozent bzw. +1.361). Der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen im Alter bis 24 Jahre beträgt 4,7 Prozent (auf 4.828 Personen).

Branchenanalyse

Nach Branchen steigt die Arbeitslosigkeit in folgenden Bereichen:

  • Gesundheits- und Sozialwesen: +13,9 Prozent (+186 Personen)
  • Warenherstellung: +9,0 Prozent (+431 Personen)
  • Öffentliche Verwaltung: +7,9 Prozent (+172 Personen)

Weniger stark als im Durchschnitt stieg die Arbeitslosigkeit in:

  • Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (v.a. Arbeitskräfteüberlassung und Gebäudebetreuung): +4,9 Prozent (+350 Personen)
  • Beherbergung/Gastronomie: +2,1 Prozent (+83 Personen)
  • Verkehr/Lagerei: +1,4 Prozent (+31 Personen)

Im Bauwesen ging die Arbeitslosigkeit zurück (-1,3 Prozent bzw. -58 Personen).

Offene Stellen und Lehrstellen

Aktuell sind 11.820 freie Stellen beim AMS gemeldet, das sind um 15,0 Prozent weniger als im März des Vorjahres. Am Lehrstellenmarkt sind insgesamt 969 offene Lehrstellen gemeldet, ein Rückgang um 18,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Beinahe in allen Branchen geht die Anzahl der offenen Stellen zurück, zum Beispiel in Beherbergung und Gastronomie (-18,3 Prozent bzw. -185), Handel (-17,9 Prozent bzw. -432) sowie Bau (-14,7 Prozent bzw. -189).

Aussage der Landesrätin

Arbeitsmarkt-Landesrätin Susanne Rosenkranz sagt: „Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen zeigt sich am niederösterreichischen Arbeitsmarkt weiterhin ein Beschäftigungspotenzial. Viele offene Stellen konnten bereits erfolgreich mit geeigneten Arbeitskräften besetzt werden, gleichzeitig bleibt der Bedarf der Betriebe grundsätzlich hoch. Um diesen Umstand bestmöglich zu nutzen, setzt das Land Niederösterreich gezielt auf Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote. Damit unterstützen wir Beschäftigte dabei, neue berufliche Perspektiven zu erschließen, ihre Kompetenzen auszubauen und sich nachhaltig am Arbeitsmarkt zu positionieren. Klar ist: Eine fundierte Aus- und Weiterbildung bleibt der entscheidende Schlüssel für langfristige Beschäftigung und finanzielle Eigenständigkeit.“

Schlagworte

#Arbeitsmarkt#Niederösterreich#Arbeitslosigkeit#Jugendarbeitslosigkeit#AMS#Angebot#Rosenkranz

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