Österreichischer Alpenverein startet Informationsoffensive gemeinsam mit Deutschland und Südtirol
Der Alpenverein informiert über Bettwanzen auf Hütten, nennt Praxistipps für Gäste, bietet Flyer, Podcast und Schulungen für Hüttenwirtsleute.
Der Österreichische Alpenverein hat eine neue Informationsoffensive zum Thema Bettwanzen gestartet und setzt dabei auf Zusammenarbeit mit den Alpenvereinen in Deutschland und Südtirol. In der Aussendung nennt der Verein Praxistipps für Gäste, beschreibt bestehende Maßnahmen auf Hütten und verweist auf Flyer, einen Podcast sowie weiterführende Informationsangebote.
Die Mitteilung betont, dass Bettwanzen unabhängig vom Hygienestandard über Gepäck, Kleidung oder Ausrüstung von Ort zu Ort verschleppt werden können. Die Insekten sind dem Text zufolge 1 bis 8 mm groß und erleben ein Comeback; ihre Bisse können Hautreaktionen wie Juckreiz oder manchmal rote Quaddeln und Blasen auslösen. Gleichzeitig heißt es ausdrücklich, dass Bettwanzen keine Krankheitserreger übertragen.
Der Österreichische Alpenverein bezeichnet Aufklärung und Sensibilisierung als Kern der neuen Offensive. Gemeinsam mit den Alpenvereinen in Deutschland und Südtirol werde auf eine offene Kommunikation gesetzt, um das Thema zu enttabuisieren. Die Aussendung stellt klar, dass es nicht zielführend sei, einzelne betroffene Hütten an den Pranger zu stellen, weil ein Befall grundsätzlich jeden Beherbergungsbetrieb treffen könne. Als Ansprechpartnerin wird in der Mitteilung Carolin Scharfenstein von der Abteilung Hütten und Wege im Österreichischen Alpenverein zitiert: „Wegschauen ist beim Thema Bettwanzen keine Lösung“.
Der Alpenverein nennt mehrere konkrete Verhaltenshinweise, die Gäste auf Hütten beachten können. Die Empfehlungen sind in der Aussendung als praktische Maßnahmen aufgeführt und reichen von einfacher Verhaltensweise bis zu konkreten Hygienemaßnahmen:
In der Aussendung wird außerdem erwähnt, dass einige Hütten bereits eigene Präventionsmaßnahmen eingeführt haben und bei Reservierung oder auf ihrer Website darüber informieren. Als Beispiel wird genannt, dass an manchen Hütten vorgeschrieben sein kann, keine eigenen Hüttenschlafsäcke zu verwenden.
Der Alpenverein nennt konkrete Zahlen zur aktuellen Lage auf den Hütten. Im vergangenen Jahr seien fünf Verdachtsmeldungen eingegangen – bei insgesamt 223 Hütten. Sobald ein erster Verdacht besteht, würden umgehend Maßnahmen eingeleitet. In der Mitteilung werden als Maßnahmen u. a. eine sofortige professionelle Bekämpfung, die Information der Hüttengäste und ein Monitoring genannt, um einen möglichen Befall einzudämmen und zu beseitigen.
Die Aussendung weist darauf hin, dass ein Befall für Hüttenwirtinnen und Hüttenwirte sowie die hüttenbesitzenden Sektionen mit hohen Kosten und großem Aufwand verbunden ist. Je früher ein Befall erkannt werde, desto gezielter könne er behandelt werden, heißt es weiter.
Zur Bekämpfung von Bettwanzen würden aufgrund der besonderen Begebenheiten auf Hütten Fachfirmen zur Schädlingsbekämpfung herangezogen, wobei diese Verfahren in der Mitteilung als kostenintensiv und zeitaufwendig beschrieben werden. Ergänzend nennt der Alpenverein, dass neben Expertinnen und Experten auch speziell ausgebildete Wanzenspürhunde eingesetzt werden, die die Insekten erschnüffeln können.
Die Aussendung erläutert nicht im Detail, welche konkreten Verfahren die Fachfirmen anwenden; sie nennt jedoch die fachliche Unterstützung durch spezialisierte Dienstleister und den Einsatz von Spürhunden als Bestandteile des Vorgehens bei Verdacht auf Befall.
Der Österreichische Alpenverein bietet Begleitmaterialien und Informationsformate an, um Gäste und Hüttenwirtsleute zu erreichen. In der Mitteilung werden folgende Angebote genannt und verlinkt:
Weiterhin kündigt die Mitteilung ergänzende Maßnahmen an: neu gestaltete Aushänge, Beiträge in Vereinsmedien sowie Schulungen der Hüttenwirtsleute im Rahmen von Online-Vorträgen und einem eigenen Ratgeber. Vor Ort soll das Hüttenteam aufklärend tätig sein.
In der Aussendung betont der Alpenverein, dass Aufklärung und die Enttabuisierung des Themas Teil der Strategie sind. Die Mitteilung zitiert Carolin Scharfenstein (Abteilung Hütten und Wege) mit den Worten, dass ein bewusster Umgang mit dem Thema dazu beitrage, Gäste zu sensibilisieren und Hütten besser zu schützen, und wiederholt die Aussage: „Wegschauen ist beim Thema Bettwanzen keine Lösung“.
Gleichzeitig wird in der Mitteilung darauf hingewiesen, dass das Nennen einzelner betroffener Hütten nicht als zielführend angesehen wird, weil ein Befall grundsätzlich jeden Beherbergungsbetrieb treffen könne.
Der Alpenverein nennt mehrere Fachbegriffe und Maßnahmen; die Mitteilung enthält erläuternde Hinweise, die hier in kurzen Definitionen zusammengefasst sind:
In der Aussendung werden Bettwanzen mit einer Größe von 1 bis 8 mm angegeben. Die Mitteilung erklärt, dass die Tiere über Gepäck, Kleidung oder Ausrüstung verschleppt werden können. Es wird außerdem festgehalten, dass Bettwanzen keine Krankheitserreger übertragen, ihre Bisse aber Hautreaktionen wie Juckreiz oder manchmal rote Quaddeln und Blasen auslösen können.
Monitoring ist in der Mitteilung als ein Element der Maßnahmen bei Verdachtsfällen genannt: Es handelt sich um Beobachtungs- und Kontrollmaßnahmen, die nach einem Verdacht eingesetzt werden, um einen möglichen Befall zu verfolgen und zu dokumentieren.
Der Alpenverein nennt speziell ausgebildete Wanzenspürhunde als Hilfsmittel bei der Erkennung von Bettwanzen. Diese Hunde werden laut Mitteilung eingesetzt, um die Insekten erschnüffeln zu können.
Bei einem Verdacht werden laut Mitteilung Fachfirmen zur Schädlingsbekämpfung herangezogen. Die Aussendung beschreibt diese Verfahren als kostenintensiv und zeitaufwendig, ohne im Detail die angewandten Methoden auszuführen.
Zu Präventionsmaßnahmen zählen laut Mitteilung Hinweise der Hütte selbst, Vorgaben zu Schlafsäcken, die Verwendung verschließbarer Beutel für getragene Wäsche und die Platzierung von Gepäck in Entfernung zum Schlafplatz. Einige Hütten informieren bereits bei Reservierung oder auf ihrer Website über solche Regelungen.
Die folgenden häufig gestellten Fragen und die Antworten basieren auf den Angaben der Aussendung des Österreichischen Alpenvereins.
Die Mitteilung stellt klar, dass Bettwanzen keine Krankheitserreger übertragen. Allerdings können ihre Bisse Hautreaktionen wie Juckreiz sowie manchmal rote Quaddeln und Blasen hervorrufen.
In der Aussendung werden Bettwanzen mit einer Größe von 1 bis 8 mm angegeben.
Laut Alpenverein sollten Sichtungen von Bettwanzen, Häutungsresten, Kotspuren (kleine schwarze Punkte), winzigen Blutflecken auf Bettwäsche oder Schlafsäcken sowie Bisse am eigenen Körper dem Hüttenpersonal gemeldet werden.
Der Alpenverein berichtet, dass im vergangenen Jahr fünf Verdachtsmeldungen eingegangen sind – bei insgesamt 223 Hütten.
Die Mitteilung empfiehlt, Kleidung bei mindestens 40 °C zu waschen oder alternativ drei Tage bei -18 °C einzufrieren. Diese Angaben werden im Flyer und in den Empfehlungen des Alpenvereins genannt.
Die Aussendung weist darauf hin, dass einige Hütten eigene Präventionsmaßnahmen eingeführt haben und bereits bei Reservierung oder auf ihrer Website darüber informieren; als mögliches Beispiel wird genannt, dass vorgeschrieben sein kann, keine eigenen Hüttenschlafsäcke zu verwenden.
Quelle: Österreichischer Alpenverein. Weiterführende Materialien und Angebote des Alpenvereins werden in der Aussendung genannt: Flyer (Online-Version), Podcast-Folge und die Informationsseite www.alpenverein.at/bettwanzen. Flyer online: https://www.alpenverein.at/portal_wAssets/docs/huetten-wege/publikationen/260701_AV_Bettwanzen_Flyer_web.pdf. Podcast-Folge: https://www.alpenverein.at/portal/basecamp/index.php.
Kontakt laut Aussendung: Mag. Peter Neuner-Knabl, Österreichischer Alpenverein, E-Mail: presse [at] alpenverein.at, Mobil: +43/664/88970005, Website: www.alpenverein.at.