ÖAMTC-Umfrage: Wildwechsel, unübersichtliche Kreuzungen und schlechte Fahrbahnzustände werden als größte Risiken wahrgenommen
ÖAMTC: 63 % der Verkehrstoten 2024 auf Freilandstraßen; Analyse 2020–2024: im Schnitt 84 Tote/Jahr nach Abkommen von der Straße. Umfrage nennt Wildwechsel, Kreuzungen und Fahrbahnzustand.
Freilandstraßen gelten als attraktive Fahrstrecken, bergen laut ÖAMTC aber erhebliche Gefahren für Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer: Für das Jahr 2024 entfielen 63 Prozent aller Verkehrstoten auf Freilandstraßen. Diese Zahl bildet den Ausgangspunkt einer verbundenen Analyse und Umfrage, die sich sowohl mit Unfallzahlen als auch mit dem subjektiven Gefahrenempfinden befasst.
Die ÖAMTC-Analyse zum Zeitraum 2020–2024 kommt zu dem Ergebnis, dass rund ein Drittel der Verstorbenen auf Freilandstraßen bei sogenannten Abkommensunfällen ums Leben kam. "In diesem Zeitraum verloren auf Freilandstraßen im Schnitt 84 Menschen pro Jahr ihr Leben, nachdem sie mit ihrem Fahrzeug von der Straße abgekommen waren", sagt David Nosé, Verkehrstechniker beim ÖAMTC, und benennt als Ursachen Unachtsamkeit, Ablenkung, verschmutzte oder rutschige Fahrbahnen sowie nicht angepasste Geschwindigkeit.
Die ÖAMTC-Mitteilung kombiniert eine statistische Auswertung der Unfallzahlen mit den Ergebnissen einer repräsentativen Umfrage unter Verkehrsteilnehmenden. Ziel der Darstellung in der Mitteilung ist es, Zahlen zum Unfallgeschehen auf Freilandstraßen mit dem subjektiven Gefahrenempfinden zu verknüpfen.
Aus diesen beiden Quellen leiten die Autorinnen und Autoren der Mitteilung mehrere Kernaussagen ab: die Anteile der Verkehrstoten auf Freilandstraßen für 2024, die durchschnittliche Zahl der Todesfälle durch Abkommensunfälle im Zeitraum 2020–2024 sowie die von Umfrageteilnehmenden am häufigsten genannten Risiken und Präferenzen für Maßnahmen. In der Mitteilung wird zudem die Stimme des ÖAMTC-Experten David Nosé zitiert, der auf notwendige Kontrollen und Verbesserungen des Straßenzustandes verweist.
Die repräsentative ÖAMTC-Umfrage nennt konkrete Prozentsätze für das empfundene Risiko auf Freilandstraßen. Demnach gelten Wildwechsel sowie unübersichtliche Kreuzungen und Einmündungen jeweils für 88 Prozent der Befragten als große Gefahren. Verschmutzte Fahrbahnen nannten 82 Prozent der Teilnehmenden, mangelhafte Straßenoberflächen 77 Prozent.
Dagegen werden Bäume am Fahrbahnrand oder Alleen deutlich seltener als Risiko eingeschätzt. Der ÖAMTC weist in der Mitteilung darauf hin, dass Objekte am Straßenrand bei Abkommensunfällen häufig zu besonders schweren Folgen führen. "Rund ein Drittel aller Unfälle auf Freilandstraßen sind Abkommensunfälle, bei denen die Fahrzeuge auf fixe Objekte aufprallen – oft mit gravierenden Konsequenzen. Die Ergebnisse der aktuellen Umfrage zeigen, dass das Gefahrenpotential von Objekten am Straßenrand – insbesondere das von Bäumen – vielfach unterschätzt wird", so Nosé.
Die Umfrageergebnisse geben Auskunft darüber, welche Maßnahmen die befragten Verkehrsteilnehmenden bevorzugen. Am stärksten genannt wurden sauberere Fahrbahnen, bessere Straßenbeläge und klar erkennbare Bodenmarkierungen. Dagegen fand eine generelle Senkung des Tempolimits auf Freilandstraßen wenig Zustimmung, ebenso stießen verstärkte Überwachungsmaßnahmen auf geringe Unterstützung.
Die Mitteilung stellt diese Präferenzen als Ergebnis der Befragung dar und zitiert den ÖAMTC mit dem Hinweis auf die genannten Präferenzen, ohne weiterführende Bewertungen außerhalb der Umfragewerte vorzunehmen. In der Mitteilung wird außerdem die Bedeutung einer gezielten Kontrolle und Verbesserung des Straßenzustandes im Kontext der Verkehrssicherheitsstrategie des Bundesministeriums thematisiert.
Die ÖAMTC-Mitteilung betont zwei Aspekte: Zum einen die Rolle einer sogenannten "fehlerverzeihenden" Straßeninfrastruktur, zum anderen das Verhalten der Verkehrsteilnehmenden. Nach Aussage von David Nosé gewinnt die fehlerverzeihende Infrastruktur an Bedeutung, weil menschliche Fehler weiterhin Hauptursache vieler Unfälle sind.
Nosé fordert in der Mitteilung eine "konsequente Kontrolle und laufende Verbesserung des Straßenzustandes sowie der technischen Ausstattung gemäß der Verkehrssicherheitsstrategie des Bundesministeriums". Ergänzend verweist der ÖAMTC auf die Verantwortung der Lenkerinnen und Lenker: Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme und eine defensive Fahrweise werden in der Mitteilung als wichtige Faktoren genannt.
Freilandstraßen: In der ÖAMTC-Mitteilung werden Freilandstraßen als jener Straßentyp genannt, auf dem 63 Prozent der Verkehrstoten 2024 verzeichnet wurden. Allgemein versteht die Mitteilung unter Freilandstraßen Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften; in der Darstellung dienen sie als Kontext für die analysierten Unfallzahlen und das Gefahrenbild.
Abkommensunfall: Als Abkommensunfall beschreibt die Mitteilung Unfälle, "bei denen die Fahrzeuge auf fixe Objekte aufprallen". Die ÖAMTC-Analyse führt Abkommensunfälle als Ursache für etwa ein Drittel der Verstorbenen auf Freilandstraßen im Zeitraum 2020–2024 an und quantifiziert diese im Schnitt mit 84 Todesfällen pro Jahr in diesem Zeitraum.
Fehlerverzeihende Straßeninfrastruktur: Der Begriff wird in der Mitteilung verwendet, um Infrastruktur zu benennen, die das Risiko schwerer Folgen bei unvermeidbaren menschlichen Fehlern reduzieren soll. In diesem Zusammenhang fordert der ÖAMTC die Kontrolle und laufende Verbesserung des Straßenzustandes sowie der technischen Ausstattung, wie es in der Mitteilung formuliert ist.
Bodenmarkierungen und Straßenbelag: Die Umfrage zählt klar erkennbare Bodenmarkierungen sowie verbesserte Straßenbeläge zu den häufig genannten Maßnahmen. In der Mitteilung werden diese technischen Maßnahmen als bevorzugte Schritte zur Verbesserung des Straßenzustandes ausgewiesen.
Die Umfrage zeigt, welche Maßnahmen die Befragten selbst als verbesserungswürdig ansehen: vor allem technische und wartungsbezogene Eingriffe wie sauberere Fahrbahnen, bessere Beläge und deutlichere Markierungen. Die Mitteilung stellt diese Präferenzen als Ausdruck der Einschätzung der Befragten dar.
Parallel dazu verweist die ÖAMTC-Mitteilung auf die Notwendigkeit zur Kontrolle und laufenden Verbesserung des Straßenzustandes im Sinne der Verkehrssicherheitsstrategie des Bundesministeriums. In der Mitteilung wird dies als ergänzender Kommentar zur Umfrage genannt, nicht als detailliertes Maßnahmenpaket.
Diese Liste fasst ausschließlich die in der Umfrage am häufigsten genannten Präferenzen zusammen und basiert auf den Angaben in der ÖAMTC-Mitteilung.
Wie viele Verkehrstote entfielen 2024 auf Freilandstraßen? Laut ÖAMTC kamen 63 Prozent aller Verkehrstoten im Jahr 2024 auf Freilandstraßen ums Leben. Diese Angabe steht am Beginn der Mitteilung und dient als Kontext für die anschließende Analyse und Umfrage.
Was bedeutet der Wert "84 Tote pro Jahr"? Die ÖAMTC-Analyse des Zeitraums 2020–2024 ergab, dass im Schnitt 84 Menschen pro Jahr auf Freilandstraßen starben, nachdem sie mit ihrem Fahrzeug von der Straße abgekommen waren. Dieses mittlere Jahresergebnis stammt aus der Auswertung für diesen Fünfjahreszeitraum und wird in der Mitteilung mit David Nosé, Verkehrstechniker beim ÖAMTC, zitiert.
Welche Ursachen nennt der ÖAMTC für Abkommensunfälle? In der Mitteilung werden Unachtsamkeit und Ablenkung, verschmutzte oder rutschige Fahrbahnen sowie nicht angepasste Geschwindigkeit als Ursachen für Abkommensunfälle genannt. Diese Faktoren werden in der ÖAMTC-Aussage als typische Auslöser solcher Unfälle aufgeführt.
Welche Gefahren sehen Teilnehmende der Umfrage besonders? Die repräsentative Umfrage ergab, dass Wildwechsel sowie unübersichtliche Kreuzungen und Einmündungen jeweils von 88 Prozent der Befragten als große Gefahren eingestuft werden. Weitere häufig genannte Risiken sind verschmutzte Fahrbahnen (82 Prozent) und mangelhafte Straßenoberflächen (77 Prozent).
Wie schätzen die Befragten Maßnahmen zur Verkehrssicherheit ein? Die Befragten sprachen sich vor allem für sauberere Fahrbahnen, bessere Straßenbeläge und klar erkennbare Bodenmarkierungen aus. Eine generelle Senkung des Tempolimits und verstärkte Überwachungsmaßnahmen fanden in der Umfrage dagegen wenig Unterstützung.
Was empfiehlt der ÖAMTC konkret in der Mitteilung? Der ÖAMTC fordert in der Mitteilung eine "konsequente Kontrolle und laufende Verbesserung des Straßenzustandes sowie der technischen Ausstattung gemäß der Verkehrssicherheitsstrategie des Bundesministeriums" und hebt gleichzeitig die Bedeutung eines verantwortungsvollen Fahrverhaltens hervor. Diese Aussagen sind direkte Zitate oder Zusammenfassungen aus der ÖAMTC-Mitteilung.
Quelle: ÖAMTC. Kontakt für Medienanfragen: ÖAMTC | Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: +43 (0)1 711 99 21218, E-Mail: [email protected]. Weitere Informationen: www.oeamtc.at.