Ein bedeutender Wandel steht dem österreichischen Logistikmarkt bevor: Die Österreichische Post AG hat heute in Wals-Siezenheim den Spatenstich für den umfassenden Ausbau ihres Logistikzentrums Salzburg vollzogen.
Die Österreichische Post investiert 55 Millionen Euro, um das Logistikzentrum in Wals-Siezenheim zu erweitern und zu modernisieren. Künftig werden am Standort bis zu 24.000 Pakete pro Stunde sortiert, was einer Verdreifachung der Kapazitäten entspricht. Der Umbau erfolgt während des laufenden Betriebs – mit Unterstützung des Logistikzentrums in Thalgau – und soll Ende 2027 abgeschlossen sein.
Das bestehende Logistikzentrum nahm vor über 25 Jahren seinen Betrieb auf. Im laufenden Betrieb wird ein Teil der Bestandsgebäude abgerissen, bevor ein neues Untergeschoß mit Tageslichteinfall sowie ein neues Erdgeschoß errichtet werden. Installiert wird ein hybrides Fördertechniksystem mit drei unterschiedlichen Sortieranlagen für Kleinpakete, normale Pakete und Sperrgutpakete.
Erstmals in Europa setzt die Post nach eigenen Angaben einen Matrixsorter ein. Der Matrixsorter basiert auf einem feinmaschigen Netz aus Förderlinien mit mehreren aktiven Sortierpunkten, wodurch Pakete an nahezu jeder Stelle des Systems umgeleitet werden können. Zur Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzt die Post zudem auf Automatisierungslösungen: Ein AutoUnloader hilft beim automatischen Entladen von Wechselaufbaubrücken (WAB-Container) und wird durch vier Rollbehälter-Kipper ergänzt.
Die Post plant, keine neuen Flächen zu versiegeln, sondern auf dem rund 40.000 m² umfassenden Betriebsgelände nachzuverdichten. Ein lichtdurchflutetes Untergeschoß erhöht die Nutzfläche des Logistikzentrums auf knapp 25.000 m². Die Bestandsgebäude erhalten eine thermische Sanierung. Zudem ist eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 880 Kilowatt peak sowie ein Gründach und eine Fassadenbegrünung vorgesehen.