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Wirtschaft

3-Tages-Regel bei Spritpreisen läuft planmäßig aus

Weniger Marktregulierung soll sinkende Preise schneller an Zapfsäulen bringen

13. April 2026
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Ab sofort können Tankstellen täglich ihre Preise anpassen. Minister Hattmannsdorfer setzt auf weniger staatliche Eingriffe und bessere Kontrolle.

Eine wichtige Änderung für Autofahrerinnen und Autofahrer in Österreich: Die seit Krisenzeiten geltende 3-Tages-Regel für Spritpreise ist planmäßig ausgelaufen. Wirtschafts- und Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer sagte: „Der Staat muss in Krisen handeln, aber er darf den Markt nicht länger und nicht tiefer regulieren als nötig.“

Einfachere Kontrolle durch weniger Regulierung

Mit dem Auslaufen der Regelung können Tankstellen wieder täglich ihre Preise anpassen. Für die Regulierungsbehörde E-Control wird die Überwachung dadurch einfacher. Wenn die Einkaufspreise für Kraftstoffe sinken, müssen Tankstellen diese Preisrückgänge nun weitergeben. Bisher konnten sie sinkende Einkaufspreise verzögert weitergeben, um verbotene Preissteigerungen auszugleichen.

Komplexe Regelung sorgte für Verzögerungen

Ein konkretes Beispiel verdeutlicht die bisherige Problematik: Eine Tankstelle verkaufte Diesel am Montag um 2,00 Euro pro Liter. Stiegen am Dienstag die Einkaufspreise stark an, hätte sie den Preis eigentlich auf 2,10 Euro erhöhen müssen. Die 3-Tages-Regel verhinderte jedoch diese sofortige Anpassung.

Sanken am Mittwoch die Einkaufspreise wieder, konnte die Tankstelle die Preissenkung bisher nur teilweise weitergeben - zum Beispiel nur auf 2,06 Euro statt auf 2,00 Euro. Der Grund war: Sie durfte einen Teil jener 10 Cent ausgleichen, die sie am Dienstag nicht erhöhen durfte.

„Wenn die Preise an den Börsen sinken, dann muss das rasch auch bei den Autofahrerinnen und Autofahrern ankommen“, so Hattmannsdorfer.

Inflationsbremse als Nachfolgeregelung

Die 3-Tages-Regel war befristet. Inzwischen gibt es mit der Inflationsbremse bei Sprit ein System, das laut OTS zwei Elemente umfasst:

  • Zusätzliche staatliche Kriseneinnahmen werden über die Senkung der Mineralölsteuer an die Autofahrerinnen und Autofahrer zurückgegeben
  • Reine Krisenmargen werden gedämpft, und sinkende internationale Einkaufspreise müssen auch an den Tankstellen weitergegeben werden

Tägliche Preisanpassungen wieder möglich

Ab sofort sind Preiserhöhungen wieder täglich um 12:00 Uhr möglich. Hattmannsdorfer erklärte, dass die E-Control die Weitergabe sinkender Preise engmaschiger kontrollieren könne.

Spritpreisrechner als Vergleichsinstrument

In Österreich müssen Tankstellenbetreiber jede Preisänderung an die Preistransparenzdatenbank der E-Control melden. Auf dieser Grundlage betreibt die E-Control den öffentlichen Spritpreisrechner unter www.spritpreisrechner.at. Dort können Autofahrerinnen und Autofahrer die Preise in ihrer Umgebung rasch vergleichen und gezielt günstig tanken. Bei der Suche nach Adresse oder Bezirk werden jeweils die fünf günstigsten Tankstellen für den gewählten Treibstoff angezeigt.

Schlagworte

#Spritpreise#Tankstellen#Hattmannsdorfer#E-Control#Marktregulierung#Tanken#Energiemarkt

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