In Hainburg an der Donau entsteht bis Sommer 2028 ein Bildungs- und Forschungszentrum: Der Europacampus Hainburg wird mit einer Investition von rund 90 bis 100 Millionen Euro errichtet und soll 2028 eröffnet werden.
In Hainburg an der Donau entsteht bis Sommer 2028 der Europacampus Hainburg. Am Montag fand der offizielle Spatenstich für das Projekt statt, bei dem Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner das Vorhaben als "Leuchtturmprojekt" mit "Strahlkraft weit über Niederösterreich hinaus" bezeichnete. Auf dem Gelände der ehemaligen Marc-Aurel-Kaserne sollen künftig rund 480 Studierende ausgebildet und etwa 200 Arbeitsplätze in der Forschung entstehen.
Der Europacampus Hainburg ist als ein neuer Bildungs- und Forschungsstandort geplant. Die Technische Universität Wien und die University of Applied Sciences St. Pölten sind als Partner genannt, während private Investoren die Baukosten von rund 90 bis 100 Millionen Euro übernehmen. Das Land Niederösterreich steuert 19 Millionen Euro für die Ausstattung der Forschungslabore bei und will finanzielle Mittel für den laufenden Betrieb bereitstellen.
Projektentwickler Eduard Halmschlager, der als Grundeigentümer fungiert, sagte beim Spatenstich: "Wir werden unser Bestes geben, damit wir das Projekt so rasch wie möglich umsetzen." Der Baustart ist für Juni 2026 geplant, die Fertigstellung für Sommer 2028.
Im Europacampus sollen künftig an zentralen Zukunftsthemen geforscht sowie an grünen Technologien und intelligenten Regionen gearbeitet werden. Landeshauptfrau Mikl-Leitner sagte: "Hier werden neue Technologien erarbeitet, die echte Probleme lösen – zum Wohle der Gesellschaft."
Die University of Applied Sciences St. Pölten bringt Erfahrung aus der European University E³UDRES² ein. USTP-FH-Prof. Hannes Raffaseder sagte: „Gemeinsam mit allen Partnern wollen wir den Europacampus Hainburg zu einem beispielgebenden Leuchtturm für die Universität der Zukunft machen, der die grenzüberschreitende Region nach dem Motto 'Local Pulse, Global Waves!' maßgeblich prägen und zugleich weit darüber hinaus ausstrahlen wird.“
Das Projekt ist laut Landeshauptfrau Mikl-Leitner im Einklang mit der Wirtschaftsstrategie 2030+ und der Hochschulstrategie 2030+ des Bundeslandes. LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betonte: "Es geht nicht nur um abstrakte Wissenschaft, sondern darum, sie im Alltag umsetzen zu können."
Nach Angaben aus der Pressekonferenz sollen rund 480 Studierende ausgebildet und etwa 200 Arbeitsplätze in der Forschung entstehen. Bürgermeister Johannes Gumprecht sagte, der Europacampus schaffe einen "Zukunftsmotor" und bedankte sich bei allen am Projekt Beteiligten.
Projektentwickler Eduard Halmschlager erwähnte, dass der Campus auf dem Areal der ehemaligen Marc-Aurel-Kaserne entsteht. Die geplante Entwicklung des Campus Hainburg umfasst Nachverdichtung und Erweiterung sowie Bildungs- und Wohnbebauungen in einer nachhaltigen Nutzungsmischung, die als positive Entwicklung für die Stadt Hainburg bezeichnet wurde.
Professor Jens Schneider von der TU Wien betonte die Verbindung von wissenschaftlicher Exzellenz und gesellschaftlicher Wirkung sowie die europäische Vernetzung des Projekts. Die Partner sehen in der Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen eine Chance für grenzüberschreitende Kooperationen.