Die Stadt Wien setzt ein starkes Zeichen für Chancengerechtigkeit: Ab sofort erhalten private Kindergärten, Kindergruppen und Tageseltern bis zu dreimal höhere Fördermittel für die Betreuung von Kindern mit erhöhtem Betreuungsbedarf.
Die Stadt Wien setzt ein weiteres konkretes Zeichen für Chancengerechtigkeit: Private Kindergärten, Kindergruppen und Tageseltern erhalten bis zu dreimal höhere Fördermittel für die Betreuung von Kindern mit erhöhtem Betreuungsbedarf. Die Erhöhung des Gruppenzuschlags für Inklusion und der Förderung für Kinder in behördlich genehmigten Integrationsgruppen kann damit deutlich steigen.
Ziel der Maßnahme ist es, die Anzahl an inklusiven Plätzen nachhaltig zu erhöhen und zu sichern, um Kindern mit unterschiedlichen Bedürfnissen einen gleichberechtigten Zugang zu qualitativer Elementarbildung zu ermöglichen.
Durch die Erhöhung des Förderbetrages können private Kindergärten ihre personellen und strukturellen Ressourcen gezielt ausbauen, etwa durch die Einstellung von zusätzlichem Fachpersonal, die Weiterentwicklung inklusiver pädagogischer Konzepte sowie die Verbesserung der räumlichen Ausstattung.
Die neue Förderrichtlinie wurde im zuständigen Gemeinderatsausschuss für Bildung, Integration, Jugend, Transparenz und Märkte beschlossen.
Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Bettina Emmerling: „Es ist mein Anspruch, dass Inklusion in allen Bildungseinrichtungen auch tatsächlich gelebt wird. Jedes Kind hat das Recht auf Bildung und das Recht darauf, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Das betrifft insbesondere auch Kinder mit einer Beeinträchtigung oder Behinderung. Wir legen hiermit einen wichtigen Meilenstein hin zu einer inklusiven Gesellschaft, in der Kinder mit und ohne Behinderungen von Anfang an miteinander lernen.”
SPÖ Kinder- und Familiensprecher Marcus Gremel: „Inklusion darf kein Schlagwort sein, sondern muss gelebte Realität in unseren Kindergärten werden. Mit der deutlichen Erhöhung der Fördermittel sorgen wir dafür, dass Inklusion nicht vom Engagement Einzelner abhängt, sondern strukturell abgesichert ist. Wir schaffen bessere Rahmenbedingungen für Pädagog*innen, stärken private Träger*innen und ermöglichen mehr Kindern mit unterschiedlichen Bedürfnissen einen gleichberechtigten Zugang zu hochwertiger Bildung. Das ist gelebte sozialdemokratische Politik: solidarisch, gerecht und mit dem klaren Ziel, allen Wiener*innen die besten Chancen von Anfang an zu ermöglichen.“
Die Maßnahme soll dazu beitragen, die Qualität im Inklusionsbereich weiter zu stärken und langfristig ein inklusives Bildungssystem zu fördern, in dem Vielfalt als Bereicherung verstanden wird.