Wirtschaft

Wien: Stationärer Handel trotzt Online-Handel-Rekord

Iföw-Studie: 74 % der Wiener kaufen online, Online-Ausgaben steigen auf 2,3 Mrd. Euro, 88 % der Ausgaben bleiben stationär

22. Juli 2026

Iföw-Studie im Auftrag der Wirtschaftskammer Wien: Online-Ausgaben erreichen 2,3 Mrd. Euro, dennoch erfolgen 88 % der Einzelhandelsausgaben direkt im Geschäft.

Die Wiener geben laut einer aktuellen Studie des Instituts für Österreichs Wirtschaft (iföw) im Auftrag der Wirtschaftskammer Wien so viel online aus wie noch nie: Die Ausgaben bei nationalen und internationalen Online-Shops stiegen gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent und erreichten rund 2,3 Milliarden Euro. Zugleich bleibt der stationäre Handel ein zentraler Vertriebskanal: Rund 88 Prozent der Einzelhandelsausgaben erfolgen weiterhin direkt im Geschäft.

Die Untersuchung dokumentiert zudem ein anhaltendes Wachstum der Zahl von Online-Käufern: Während vor zehn Jahren 58 Prozent der Wiener online einkauften, waren es zuletzt 74 Prozent. Der Anteil der Online-Ausgaben stieg auf 12 Prozent (Vorjahr 10,4 Prozent), liegt jedoch unter den Höchstwerten der Corona-Jahre 2020 (13,2 Prozent) und 2021 (13,6 Prozent).

Iföw-Studie im Auftrag der Wirtschaftskammer Wien

Die zentralen Daten stammen aus einer Studie des Instituts für Österreichs Wirtschaft (iföw), die im Auftrag der Wirtschaftskammer Wien erstellt wurde. Die Aussendung der Wirtschaftskammer Wien fasst die wichtigsten Ergebnisse zur Entwicklung des Online-Handels und zur Bedeutung des stationären Handels in Wien zusammen.

Methodische Details zur Datenerhebung werden in der Aussendung nicht weiter ausgeführt; die Meldung konzentriert sich auf aggregierte Ausgabenwerte, Anteilszahlen und die Verbreitung von Online-Käufern in der Wiener Bevölkerung.

Zentrale Zahlen zu Online- und stationären Ausgaben in Wien

Nach Angaben der Iföw-Studie stiegen die Online-Ausgaben um 17 Prozent auf rund 2,3 Milliarden Euro. Absolut gesehen erreichen die Online-Ausgaben damit laut Aussendung das höchste Niveau der letzten Jahre.

Gleichzeitig beziffert die Studie den Anteil des stationären Handels an den Einzelhandelsausgaben in Wien mit rund 88 Prozent, was in der Aussendung als „fast neun von zehn Euro“ beschrieben wird. Der Online-Anteil wird mit 12 Prozent angegeben und liegt über dem Vorjahreswert von 10,4 Prozent.

Welche Produktgruppen online besonders gefragt sind

Die Studie nennt branchenspezifische Anteile beim Online-Einkauf in Wien. Spitzenreiter sind demnach Bekleidung und Schuhe mit 46 Prozent. Weitere Nennungen aus der Aussendung sind Bücher und Zeitungen (24 Prozent), Möbel und Gartenartikel (22 Prozent) sowie Kosmetik (22 Prozent).

Weitere ausgewiesene Kategorien sind Sportartikel (18 Prozent), Computer und Mobiltelefone (15 Prozent), Spielzeug (15 Prozent) und Unterhaltungselektronik (13 Prozent). Wien weist laut Aussendung österreichweit den höchsten Anteil bei Online-Bestellungen von Lebensmitteln auf (19 Prozent).

Temu, Shein und AliExpress: Marktanteile laut Studie

Die Iföw-Studie zeigt eine Verschiebung des Wachstums im Online-Handel zugunsten internationaler Plattformen. Nach den Angaben in der Aussendung haben 36 Prozent der Wiener bereits bei Temu eingekauft, 25 Prozent bei Shein und 17 Prozent bei AliExpress.

Parallel dazu nennt Margarete Gumprecht, Obfrau der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Wien, einen Anteil der Online-Ausgaben, der bei österreichischen Online-Händlern nur noch bei 35 Prozent liege, während 65 Prozent ins Ausland abfließen. Diese Aufteilung bildet in der Aussendung den Hintergrund für die Forderung nach gleichen Wettbewerbsbedingungen.

Wirtschaftskammer Wien und Sparte Handel: Nutzung der Studiendaten

Die Wirtschaftskammer Wien und die Sparte Handel verwenden die in der Studie genannten Zahlen in der Aussendung als Grundlage für politische Forderungen. In der Meldung wird herausgestellt, dass die Zahlen zur Argumentation gegenüber Politik und Behörden dienen, insbesondere mit Blick auf Wettbewerbsbedingungen zwischen heimischen Händlern und internationalen Plattformen.

Die Aussendung verweist auf konkrete Maßnahmen auf EU-Ebene und fordert deren konsequente Durchsetzung. Margarete Gumprecht wird mit einem Appell an Kontrollen und Vollzug zitiert; die Meldung benennt damit die rechtspolitische Stoßrichtung der Wirtschaftskammer Wien ohne weitere operative Details.

Wie Iföw, Wirtschaftskammer Wien und die Sparte Handel zusammenwirken

Das iföw fungiert in der Aussendung als externes Forschungsinstitut, das die Erhebung und Analyse durchführt, während die Wirtschaftskammer Wien als Auftraggeber die Ergebnisse verbreitet und interpretiert. Die Sparte Handel innerhalb der Wirtschaftskammer Wien tritt in der Meldung als fachlicher Vertreter der Handelsbranche auf und bringt Stellungnahmen und Forderungen ein.

Margarete Gumprecht wird in der Aussendung als Obfrau der Sparte Handel genannt und zitiert. Die Meldung verbindet damit wissenschaftliche Befunde mit politischer Kommunikation der Kammer und den Interessen des Handels als Branche.

Begriffe erklärt: Hybrides Einkaufen, Click & Collect, Pauschalzoll, EU-Bearbeitungsgebühr, stationärer Handel

Hybrides Einkaufen: In der Aussendung beschreibt Gumprecht, dass Wiener je nach Anlass „für den passenden Einkaufskanal - online oder im Geschäft“ entscheiden. Der Begriff bezeichnet ein Konsumverhalten, bei dem digitale und stationäre Kanäle kombiniert werden; Kunden nutzen verschiedene Kanäle je nach Produkt, Preis und gewünschtem Service.

Click & Collect: Die Aussendung nennt Click & Collect als Beispiel für eine Verbindung von Online- und stationärem Geschäft. Click & Collect bezeichnet die Bestellung in einem Webshop mit anschließender Abholung in einem Ladengeschäft; dadurch werden digitale Bestellwege mit physischer Abholung verknüpft.

Pauschalzoll: In der Aussendung wird ein Pauschalzoll von drei Euro pro Paket unter 150 Euro Warenwert genannt, der seit 1. Juli 2026 gilt. Ein Pauschalzoll ist demnach eine feste Zollabgabe pro Sendung; die Meldung nennt das Datum und die Höhe, aber keine weiteren administrativen Details.

EU-Bearbeitungsgebühr: Die Aussendung kündigt an, dass ab 1. November 2026 zusätzlich eine EU-Bearbeitungsgebühr eingeführt wird. Die Meldung verweist auf das Inkrafttreten dieses Beitrags, liefert jedoch keine näheren Angaben zur Berechnungsweise oder zu Ausnahmen.

Stationärer Handel: In der Aussendung wird der stationäre Handel als „Rückgrat des Wiener Einzelhandels“ bezeichnet und mit einem Anteil von rund 88 Prozent an den Einzelhandelsausgaben quantifiziert. Der Begriff umfasst klassische Ladengeschäfte, in denen Einkäufe direkt vor Ort getätigt werden.

Wirtschaftskammer Wien: Forderung nach "Gleichen Spielregeln für alle"

Margarete Gumprecht, Obfrau der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Wien, wird in der Aussendung mit Forderungen an die Politik und die Durchsetzung bestehender Regeln zitiert. Wörtlich heißt es: „Wer in Europa verkauft, muss sich auch an europäische Standards halten. Unsere Händlerinnen und Händler brauchen faire Wettbewerbsbedingungen. Umwelt-, Sicherheits-, Steuer- und Sozialstandards müssen für alle Marktteilnehmer gleichermaßen gelten. Unfaire Wettbewerbs- und Kostenvorteile einzelner internationaler Plattformen dürfen nicht länger bestehen bleiben.“

In der Aussendung wird auf die seit 1. Juli 2026 geltende Pauschalabgabe pro Paket und die ab 1. November 2026 geplante EU-Bearbeitungsgebühr verwiesen. Entscheidend sei laut Meldung nun eine konsequente Durchsetzung der bestehenden EU-Regeln, begleitet von Kontrollen und Vollzug, so die Wirtschaftskammer Wien.

Was für den Handel und die Politik aus der Studie folgt

Die in der Aussendung genannten Zahlen werden von der Wirtschaftskammer Wien als Basis für politische Forderungen genutzt. Die Meldung betont die Koexistenz von stationärem Handel und digitalen Angeboten sowie die Investitionen vieler Wiener Handelsbetriebe in Digitalisierung und moderne Vertriebskanäle.

Außerdem hebt die Aussendung hervor, dass die Verlagerung von Ausgaben ins Ausland ein zentrales Argument für Maßnahmen auf EU-Ebene ist. Die Wirtschaftskammer Wien fordert in der Meldung einen starken Vollzug der bestehenden Regeln und wirksame Kontrollen internationaler Angebote.

FAQ zur Iföw-Studie und zu Zollmaßnahmen

1) Wer hat die Studie erstellt und in wessen Auftrag?

Die Studie wurde vom Institut für Österreichs Wirtschaft (iföw) erstellt und im Auftrag der Wirtschaftskammer Wien durchgeführt. Diese Angaben stammen direkt aus der Aussendung der Wirtschaftskammer Wien.

2) Wie hoch sind die Online-Ausgaben in Wien laut Studie?

Die Aussendung nennt Online-Ausgaben in Höhe von rund 2,3 Milliarden Euro im vergangenen Jahr, ein Zuwachs von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Absolut erreichen die Online-Ausgaben damit nach Angaben der Meldung das höchste Niveau der letzten Jahre.

3) Wie groß ist der Anteil des stationären Handels an den Ausgaben?

Der stationäre Handel wird in der Aussendung mit rund 88 Prozent der Einzelhandelsausgaben angegeben. Der Online-Anteil wird mit 12 Prozent genannt; der Vorjahreswert lag bei 10,4 Prozent.

4) Welche Plattformen werden in der Studie besonders genannt?

Die Aussendung nennt asiatische Plattformen wie Temu, Shein und AliExpress. Genannte Nutzungswerte sind: 36 Prozent der Wiener haben bei Temu eingekauft, 25 Prozent bei Shein und 17 Prozent bei AliExpress. Zudem wird in der Meldung ein Anteil der Online-Ausgaben von 35 Prozent für österreichische Händler versus 65 Prozent Auslandsanteil genannt.

5) Welche Zoll- und Gebührenänderungen werden genannt?

Die Aussendung informiert, dass seit 1. Juli 2026 ein Pauschalzoll von drei Euro pro Paket unter 150 Euro Warenwert gilt. Ab 1. November 2026 wird laut Meldung zusätzlich eine EU-Bearbeitungsgebühr eingeführt. Die Meldung nennt diese Daten ohne weitere technische Details.

6) Welche Aussagen macht die Wirtschaftskammer Wien zur Zukunft des Handels?

In der Aussendung betont Margarete Gumprecht die Bedeutung sowohl persönlicher Beratung und Einkaufserlebnis im Geschäft als auch komfortabler digitaler Angebote. Wörtlich zitiert die Meldung: „Die Kundinnen und Kunden erwarten heute beides: persönliche Beratung und Service im Geschäft sowie komfortable digitale Angebote. Gerade diese Verbindung ist eine große Chance für den Wiener Handel."

Quellen und Kontakt

Quelle: Wirtschaftskammer Wien, Pressemitteilung zur Iföw-Studie (OTS-Aussendung).

Wirtschaftskammer Wien - Presse Newsroom
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