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Chronik

Wien kühlt sich ab: Die grüne Revolution gegen die Sommerhitze

11. August 2025 um 11:40
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Wien, die atemberaubende Hauptstadt Österreichs, hat sich eine neue Mission gesetzt: den Sommerhitze den Kampf anzusagen. Mit der innovativen Initiative „Raus aus dem Asphalt“ verwandelt sich die Stadt in eine grüne Oase mitten im urbanen Dschungel. Die Temperaturen steigen über 30 Grad, doch die Wi

Wien, die atemberaubende Hauptstadt Österreichs, hat sich eine neue Mission gesetzt: den Sommerhitze den Kampf anzusagen. Mit der innovativen Initiative „Raus aus dem Asphalt“ verwandelt sich die Stadt in eine grüne Oase mitten im urbanen Dschungel. Die Temperaturen steigen über 30 Grad, doch die Wiener finden immer neue Wege, sich inmitten der Zwei-Millionen-Metropole abzukühlen. Was steckt hinter dieser grünen Revolution?

Der Sommer in Wien: Ein heißes Pflaster

Der Sommer in Wien ist bekannt für seine hohen Temperaturen, die die Stadt in eine glühende Hitzehölle verwandeln können. Doch die Stadtverwaltung hat einen Plan. Mit der Begrünungs- und Entsiegelungsoffensive „Raus aus dem Asphalt“ wird der Stadtkern zu einem kühleren und lebenswerteren Ort umgestaltet. Diese Initiative, die von der Stadträtin Ulli Sima ins Leben gerufen wurde, zielt darauf ab, die urbanen Hitzeinseln zu minimieren und Wien zu einer klimafitten Metropole zu machen.

Die wichtigsten Projekte der Offensive

  • Praterstern: Eine der bekanntesten Umgestaltungen ist der Praterstern. Hier wurden die Grünflächen auf beeindruckende 8.000 Quadratmeter verdoppelt. Zusätzlich wurden 100 Bäume gepflanzt, darunter 13 XL-Bäume, die bereits bei der Pflanzung über 20 Jahre alt waren und sofort Schatten spenden konnten. Das größte Wasserspiel Wiens mit 500 Quadratmetern sorgt für zusätzliche Abkühlung.
  • Tangentenpark: In Simmering wurde das Gebiet der ehemaligen „Geisterausfahrt“ zu einer Erholungs- und Freizeitoase umgestaltet. Der neu geschaffene Tangentenpark bietet großzügige Grünflächen, einen Abenteuerspielplatz und einen Teich, der den Urban Heat Island Effekt effektiv mindert.
  • Enkplatz in Simmering: Mit 38 neuen Bäumen und viel zusätzlicher Begrünung wurde der Enkplatz in eine Grünoase verwandelt. Die Entsiegelung von 550 Quadratmetern Pflasterfläche trägt zur Verbesserung des Mikroklimas bei.
  • Barbara-Prammer-Park: Die Rechte Wienzeile wurde in einen schattigen Aufenthaltsort verwandelt. Auf 1.500 Quadratmetern entstanden neue Freiflächen mit Bäumen, Gräserbeeten und Wasserspielen.

Die Transformation der Verkehrs- und Einkaufsstraßen

Ein weiterer Schwerpunkt der Offensive liegt auf der Umgestaltung der wichtigsten Verkehrs- und Einkaufsstraßen. Die Thaliastraße, einst eine belebte Einkaufsstraße, hat sich in einen Klimaboulevard verwandelt, während die Wagramer Straße als Mega-Radhighway neue Maßstäbe setzt.

Thaliastraße: Vom Asphalt zur grünen Allee

Die Thaliastraße, die wichtigste Einkaufsstraße von Ottakring, wurde in einen Klimaboulevard umgewandelt. Mit 240 neuen Bäumen und 20.000 Quadratmetern entsiegelter Fläche bietet die Straße nun ein verbessertes Mikroklima und eine erhöhte Aufenthaltsqualität. 26 Trinkbrunnen und 41 Nebelstelen sorgen für eine erfrischende Abkühlung an heißen Tagen.

Wagramer Straße: Der grüne Mega-Radhighway

Die Wagramer Straße wurde zu einem beeindruckenden Radweg umgestaltet, der von der City bis nach Kagran führt. Mit 100 neuen Bäumen und 16.000 Quadratmetern Begrünung ist die Straße ein Musterbeispiel für die „Raus aus dem Asphalt“-Initiative. Entlang der Strecke gibt es 24 klimafitte Aufenthaltsbereiche, die zum Verweilen einladen.

Die Auswirkungen auf die Wiener Bevölkerung

Die Umgestaltungen haben nicht nur das Stadtbild verändert, sondern auch das Leben der Wiener erheblich verbessert. Die neuen Grünflächen und Wasserspiele bieten nicht nur Abkühlung, sondern auch neue Erholungsräume im urbanen Gebiet. Die Bürger können sich nun in ihrer unmittelbaren Umgebung entspannen, ohne die Stadt verlassen zu müssen.

Expertenmeinung: Ein Paradigmenwechsel in der Stadtplanung

Ein Experte für Stadtentwicklung erklärt: „Diese Initiative ist ein Meilenstein in der städtischen Planung. Wir sehen hier einen klaren Trend in Richtung nachhaltiger und lebenswerter Städte. Wien setzt ein Zeichen für andere Metropolen weltweit, wie man mit den Herausforderungen des Klimawandels umgehen kann.“

Ein Blick in die Zukunft: Wien als Vorreiter für grüne Städte

Die „Raus aus dem Asphalt“-Offensive ist nur der Anfang. Die Stadt Wien plant, auch in den kommenden Jahren weitere Projekte umzusetzen, um die Stadt noch grüner und lebenswerter zu gestalten. Mit einem Fördertopf von 100 Millionen Euro wurden bereits 344 Projekte in allen 23 Bezirken realisiert. Die beeindruckenden Ergebnisse sprechen für sich: 85.488 Quadratmeter neue Begrünung, 3.316 neue Bäume und 1.952 Quadratmeter neue Wasserspiele.

Die interaktive Wien-Karte auf wienwirdwow.at bietet eine Übersicht über alle Projekte und lädt die Bürger ein, die neuen grünen Oasen zu entdecken und zu genießen.

Mit diesen Maßnahmen zeigt Wien, dass es möglich ist, eine Großstadt in eine grüne, lebenswerte Oase zu verwandeln und gleichzeitig den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Die Wiener können stolz auf ihre Stadt sein, die nicht nur an der Spitze der Innovation steht, sondern auch ein Vorbild für andere Städte weltweit ist.

Schlagworte

#Begrünung#Klimaboulevard#Raus aus dem Asphalt#Sommerhitze#Stadtentwicklung#Urban Heat Island#Wien

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