Alarmierende Zahlen aus der österreichischen Bildungslandschaft sorgen für heftige Diskussionen: Wiener Volksschüler der vierten Schulstufe landen bei den aktuellen Informellen Kompetenzmessungen (iKM) in allen getesteten Bereichen am Ende des Bundesländervergleichs.
Alarmierende Zahlen aus der österreichischen Bildungslandschaft sorgen für heftige Diskussionen: Wiener Volksschüler der vierten Schulstufe landen bei den aktuellen Informellen Kompetenzmessungen (iKM) in allen getesteten Bereichen am Ende des Bundesländervergleichs. Besonders deutlich wird dies bei der Lesekompetenz: Die Studienautoren beziffern den Rückstand von Wiener Schülerinnen und Schülern gegenüber dem Österreich-Schnitt auf "beinahe ein halbes Lernjahr".
Die ÖVP-Opposition übt scharfe Kritik an der Stadtregierung aus SPÖ und NEOS. Harald Zierfuß, Klubobmann und Bildungssprecher der Wiener Volkspartei, macht die regierende Koalition für die schlechten Testergebnisse verantwortlich. "Seit Jahren liefert die SPÖ-Neos-Stadtregierung neue Erklärungen, aber keine echte Verbesserung", so Zierfuß in seiner Stellungnahme.
Zierfuß hebt besonders die Deutschförderung vor dem Schuleintritt als Problem hervor. Er sagt, Kinder, die in Wien geboren werden und hier den Kindergarten besuchen, starteten dennoch mit massiven Deutschdefiziten in die Schule und dies zeige das Versagen der rot-pinken Bildungspolitik.