EBITDA bei 1,5 Mrd. EUR, Free Cashflow 537 Mio. EUR, greentec steel planmäßig im Bau
voestalpine meldet für 1.4.2025–31.3.2026 ein verbessertes EBITDA von 1,5 Mrd. EUR, ein EBIT von 724 Mio. EUR und eine Dividendenvorschlag von 0,75 EUR.
Die voestalpine AG hat für das Geschäftsjahr 2025/26 (1. April 2025 bis 31. März 2026) ein verbessertes Ergebnis berichtet. Laut Aussendung stieg das operative Ergebnis (EBITDA) auf 1,5 Milliarden Euro, das EBIT wurde auf 724 Millionen Euro ausgewiesen.
Weitere veröffentlichte Kennzahlen: das Konzernergebnis vor Steuern lag bei 587 Millionen Euro, das Ergebnis nach Steuern bei 424 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 15,1 Milliarden Euro; die Nettofinanzverschuldung wurde per 31. März 2026 mit 1,3 Milliarden Euro angegeben.
Für das Geschäftsjahr 2025/26 nennt die voestalpine folgende Kernzahlen: EBITDA 1,5 Mrd. EUR (Vorjahr: 1,3 Mrd. EUR), EBIT 724 Mio. EUR (Vorjahr: 455 Mio. EUR), Ergebnis vor Steuern 587 Mio. EUR (Vorjahr: 271 Mio. EUR) und Ergebnis nach Steuern 424 Mio. EUR (Vorjahr: 179 Mio. EUR).
Die Umsatzerlöse verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 4,3 % von 15,7 Mrd. EUR auf 15,1 Mrd. EUR. Der berichtete Free Cashflow beträgt 537 Mio. EUR. Das Eigenkapital wird zum Bilanzstichtag mit 7,8 Mrd. EUR angegeben; die Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung in % des Eigenkapitals) liegt bei 16,2 %.
Die voestalpine beschreibt eine starke Auftragslage in Bereichen der Weiterverarbeitung. Zu den genannten Einzelpositionen zählen zwei Aufträge mit der Deutschen Bahn (DB) und den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) im Gesamtwert von 500 Mio. EUR für Schienen-, Weichen-, Signal- und Überwachungsleistungen.
Im Luftfahrtgeschäft sicherte sich der Konzern Aufträge im Wert von rund einer Milliarde Euro für die nächsten fünf Jahre; ein großer Teil davon wurde mit dem europäischen Flugzeughersteller Airbus vereinbart. Im Bereich Hochregallagersysteme wurde ein bisher größter Auftrag für den Bau eines 40 Meter hohen Logistik-Hubs in Istanbul gewonnen.
Zum Klimaschutzprogramm greentec steel teilt die voestalpine mit, dass im ersten Halbjahr 2027 je ein Elektrolichtbogenofen (EAF) in Linz und in Donawitz in Betrieb gehen soll. Das Projektvolumen wird mit rund 1,5 Milliarden Euro angegeben; mit Geschäftsjahresende waren rund 60 % dieses Investitionsvolumens bereits umgesetzt.
Die Aussendung nennt weiter, dass bis 2029 durch die EAF-Schritte bis zu 30 % der CO2-Emissionen gegenüber 2019 eingespart werden können, was laut Mitteilung fast 5 % der jährlichen CO2-Emissionen Österreichs entspricht. Die Lieferung der Kernaggregate ist für Herbst 2026 vorgesehen.
Die voestalpine setzt die seit dem Vorjahr laufenden Reorganisationsmaßnahmen fort. Genannt werden unter anderem die Neuausrichtung des Bereichs Automotive Components in Deutschland, die Fokussierung des Produktportfolios der High Performance Metals Division auf Hochleistungswerkstoffe sowie Portfoliobereinigungen wie die Veräußerung von Buderus Edelstahl in Wetzlar und den Verkauf von voestalpine BÖHLER Profil in Österreich.
Als Folge der Maßnahmen sank die Zahl der Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) auf rund 48.800 per 31. März 2026, das sind 1,8 % weniger als im Vorjahr (49.700). In der Aussendung heißt es, dass in Abstimmung mit Betriebsräten Sozialpläne erarbeitet und dort, wo möglich, Mitarbeiter:innen Perspektiven an anderen Standorten angeboten wurden.
Die Mitteilung nennt als spürbare Belastung die seit 4. Juni 2025 geltenden US-Zölle in Höhe von 50 % auf Stahl; diese hatten laut voestalpine zu einer Ergebnisbelastung in Höhe eines hohen zweistelligen Millionen-EUR-Betrages geführt. Für die Steel Division werden die Einführung von CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism) zu Beginn des Kalenderjahres und die erwartete Umsetzung von Post-Safeguard-Maßnahmen der EU bis spätestens Sommer 2026 als verändernde Rahmenbedingungen genannt.
Die Aussendung beschreibt die Nachfrageentwicklung nach Divisionen: Railway Systems blieb unverändert positiv, die Luftfahrt verzeichnete anhaltend hohe Nachfrage, Bau-, Maschinenbau- und Konsumgüterindustrie blieben auf niedrigem Niveau, während die Steel Division auch im Energiebereich und gegenüber der Automobilindustrie eine robuste Nachfrage meldete. Die Metal Forming Division nennt im Bereich Automotive Components weiterhin eine verhaltene Marktdynamik, insbesondere in Europa.
Der Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2026/27 ein EBITDA zwischen 1,60 Milliarden Euro und 1,85 Milliarden Euro. In der Mitteilung wird darauf hingewiesen, dass geopolitische Unsicherheiten — etwa der bis dato ungelöste Konflikt im Nahen Osten und wirtschaftlich-rechtliche Rahmenbedingungen zwischen Europa und Nordamerika — das kommende Geschäftsjahr wesentlich beeinflussen können.
Zur Divisionseinschätzung nennt die voestalpine erwartete Effekte: Für die High Performance Metals Division werden durch die Reorganisationsmaßnahmen nachhaltige und einmalige positive Effekte erwartet; die Metal Engineering Division soll weiterhin vom positiven Trend im Bereich Railway Systems geprägt sein; für die Metal Forming Division werden regional unterschiedliche und nur leicht verbesserte Entwicklungen im Bereich Tubes & Sections eingeschätzt.
EBITDA steht in der Aussendung für das operative Ergebnis vor Abschreibungen und wird dort mit 1,5 Mrd. EUR für das GJ 2025/26 angegeben. Die voestalpine vergleicht diese Zahl mit dem Vorjahreswert von 1,3 Mrd. EUR.
Das Betriebsergebnis (EBIT) wird in der Mitteilung mit 724 Mio. EUR beziffert und als gegenüber dem Vorjahr um 59 % gesteigert beschrieben (Vorjahr: 455 Mio. EUR).
Der Free Cashflow des Konzerns wird für das Geschäftsjahr 2025/26 mit 537 Mio. EUR angegeben. In der Aussendung wird dieser Wert als eigenständige Kennzahl genannt.
Die Gearing Ratio wird im Text als Nettofinanzverschuldung in Prozent des Eigenkapitals erklärt und liegt laut Mitteilung bei 16,2 %. Die Nettofinanzverschuldung wurde auf 1,3 Mrd. EUR reduziert.
Greentec steel ist das von voestalpine beschriebene Programm zur Transformation der Stahlproduktion; Bestandteil sind Elektrolichtbogenöfen (EAF). Die Mitteilung nennt den planmäßigen Start je eines EAF in Linz und Donawitz im ersten Halbjahr 2027 und ein Investitionsvolumen von rund 1,5 Mrd. EUR.
Die voestalpine hebt hervor, dass die laut Mitteilung konsequent weitergeführten Reorganisationsmaßnahmen insbesondere in der High Performance Metals Division und der Metal Forming Division zu markanten Verbesserungen beim operativen Ergebnis geführt haben. In den Vorjahreszahlen seien in diesen Divisionen negative Einmaleffekte enthalten gewesen.
Als Maßnahmen werden weltweit Standortkonsolidierungen, Kapazitätsanpassungen (etwa voestalpine BÖHLER Bleche in Mürzzuschlag) und Verkäufe genannt. Bei der voestalpine Tubulars in Kindberg war nach Aussage des Konzerns eine Produktionsanpassung aufgrund der Belastungen durch US-Zölle im Hauptabsatzmarkt USA notwendig.
Das operative Ergebnis (EBITDA) wird in der Mitteilung mit 1,5 Milliarden Euro angegeben. Zum Vergleich nennt die Aussendung den EBITDA-Wert des Vorjahres mit 1,3 Milliarden Euro.
Die seit 4. Juni 2025 geltenden US-Zölle in Höhe von 50 % auf Stahl führten laut Mitteilung zu einer Ergebnisbelastung in Höhe eines hohen zweistelligen Millionen-EUR-Betrages. Insbesondere im Hauptabsatzmarkt USA waren Belastungen und damit Produktionsanpassungen erforderlich.
Die voestalpine berichtet, dass an beiden Standorten (Linz, Donawitz) die Hallen für die EAF errichtet wurden und bauliche Voraussetzungen für Strom- und Rohstoffversorgung geschaffen sind. Die Lieferung der Kernaggregate ist für Herbst 2026 vorgesehen; mit Geschäftsjahresende waren rund 60 % des Investitionsvolumens von rund 1,5 Mrd. EUR umgesetzt.
Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung am 1. Juli 2026 schlägt der Vorstand eine Dividende von 0,75 EUR je Aktie vor (Vorjahr: 0,60 EUR).
Per 31. März 2026 beschäftigte die voestalpine rund 48.800 Mitarbeitende in Vollzeitäquivalenten, 1,8 % weniger als im Vorjahr (49.700). Der Rückgang resultiert nach Unternehmensangaben im Wesentlichen aus Reorganisationsmaßnahmen.
Der Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2026/27 ein EBITDA in einer Bandbreite von 1,60 bis 1,85 Milliarden Euro. Die Mitteilung betont zugleich, dass geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten das kommende Geschäftsjahr wesentlich beeinflussen können.
Quelle: Pressemitteilung der voestalpine AG, Veröffentlichung am 03.06.2026 (EQS News). Weitere Informationen und Kontaktangaben laut Mitteilung: