Der ehemalige Landeshauptmann und Wegbereiter des Pflegegeldes wurde 95 Jahre alt
Österreich trauert um Josef Ratzenböck. Der frühere oberösterreichische Landeshauptmann verstarb im Alter von 95 Jahren und hinterlässt ein bedeutendes sozialpolitisches Erbe.
Der österreichische Seniorenbund und die politische Landschaft Oberösterreichs stehen unter dem Eindruck eines schweren Verlustes: Josef Ratzenböck, der von 1977 bis 1995 als Landeshauptmann von Oberösterreich wirkte, ist verstorben. Mit ihm verliert Österreich einen der prägendsten Landespolitiker der Zweiten Republik und einen Pionier der Sozialpolitik.
Josef Ratzenböck stand fast zwei Jahrzehnte an der Spitze des Bundeslandes Oberösterreich. Seine Amtszeit von 1977 bis 1995 gilt als eine der erfolgreichsten Perioden in der Geschichte des Landes. Der promovierte Politiker verstand es, Oberösterreich wirtschaftlich zu stärken und gleichzeitig soziale Akzente zu setzen, die weit über die Landesgrenzen hinaus Beachtung fanden.
Seniorenbund-Präsidentin und Landtagsabgeordnete Ingrid Korosec sowie der ehemalige Landeshauptmann Josef Pühringer zeigten sich zutiefst betroffen vom Ableben ihres langjährigen Weggefährten. „Wir haben eine große Persönlichkeit verloren