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Streaming-Revolution: Wie Bundles die Kündigungswelle stoppen können

7. Oktober 2025
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Die Welt des Streamings steht vor einer entscheidenden Wende. Die jüngste Studie von Simon-Kucher & Partners, veröffentlicht am 7. Oktober 2025, enthüllt, dass Bundles, also Paketlösungen, der Schlüssel zur Reduzierung der Kündigungswahrscheinlichkeit von Abonnements sind. Doch es gibt eine Kehr

Die Welt des Streamings steht vor einer entscheidenden Wende. Die jüngste Studie von Simon-Kucher & Partners, veröffentlicht am 7. Oktober 2025, enthüllt, dass Bundles, also Paketlösungen, der Schlüssel zur Reduzierung der Kündigungswahrscheinlichkeit von Abonnements sind. Doch es gibt eine Kehrseite: Preiserhöhungen bei Einzelabos könnten zu massiven Kündigungswellen führen.

Bundles als Retter in der Not

Die Studie zeigt, dass bereits rund die Hälfte der Nutzer auf Paketlösungen setzt, die oft auch TV-Optionen beinhalten. Diese sogenannten Superbundles bieten den Abonnenten nicht nur eine größere Vielfalt an Inhalten, sondern auch einen wahrgenommenen Mehrwert, der sie davon abhält, ihr Abonnement zu kündigen. Lisa Jäger, Partnerin bei Simon-Kucher, erklärt: "Wer Inhalte über ein Bundle bezieht, bleibt in der Regel länger - der wahrgenommene Nutzen steigt, spontane Kündigungen sinken."

Die Macht der Jahresabos

Ein weiterer wichtiger Faktor zur Stabilisierung der Kundenbindung sind Jahresabos. Die Studie zeigt, dass die Erwartung an einen Rabatt für ein einjähriges Abo bei durchschnittlich 22 Prozent liegt. Mit jedem weiteren Jahr der Abo-Nutzung sinkt die Kündigungswahrscheinlichkeit drastisch: Nach einem Jahr würden 33 Prozent der Nutzer kündigen, nach vier Jahren sind es nur noch 8 Prozent. "Jahresabos geben Planungssicherheit - für User und Anbieter gleichermaßen", betont Jäger.

Preiserhöhungen als Risiko

Doch die Studie warnt auch vor den Gefahren von Preiserhöhungen. Schon bei einem moderaten Anstieg von 10 Prozent erwägt fast jede fünfte Person die Kündigung. Bei einer Preissteigerung von 20 Prozent würden 48 Prozent der Abonnenten ihr Abo beenden, bei Disney+ sogar 58 Prozent. "Preiserhöhungen sind der stärkste Kündigungstreiber im Streaming - ohne klare Preispfade werden Anpassungen schnell zu Kündigungswellen", warnt Jäger.

Streaming als Politikum

Interessanterweise spielen auch politische Entwicklungen eine Rolle bei der Entscheidung, ein Abonnement zu kündigen. Einige Nutzer haben ihre Kündigung genutzt, um ein politisches Statement zu setzen. Dies zeigt, dass Streaming-Dienste nicht nur wirtschaftlichen, sondern auch gesellschaftlichen Einflüssen unterliegen.

Vergleich mit anderen Märkten

Ein Blick über die Grenzen hinaus zeigt, dass ähnliche Trends auch in anderen Ländern zu beobachten sind. In den USA, dem größten Streaming-Markt der Welt, sind Bundles ebenfalls ein beliebtes Mittel, um Kunden zu binden. Dort sind die Anbieter jedoch mit einem noch härteren Wettbewerb konfrontiert, was die Preissensibilität der Verbraucher weiter erhöht.

Auswirkungen auf den österreichischen Markt

Für österreichische Verbraucher bedeutet dies, dass sie sich auf weitere Preiserhöhungen einstellen müssen. Bereits 56 Prozent der Befragten erwarten Anstiege bei Netflix, 54 Prozent bei Disney+ und Apple TV+, und 44 Prozent bei Amazon Prime. Diese Preiserwartungen könnten das Nutzerverhalten nachhaltig beeinflussen.

Expertenmeinungen zur Zukunft des Streamings

Ein Branchenexperte prognostiziert: "Die Zukunft des Streamings wird von der Fähigkeit der Anbieter abhängen, innovative Preismodelle zu entwickeln, die sowohl den Bedürfnissen der Verbraucher als auch den wirtschaftlichen Anforderungen der Unternehmen gerecht werden."

Die Studie von Simon-Kucher & Partners bietet einen tiefen Einblick in die Dynamik des Streaming-Markts und zeigt, dass die Anbieter gut beraten sind, auf die Bedürfnisse ihrer Kunden einzugehen, um langfristig erfolgreich zu sein.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier.

Schlagworte

#Bundles#Disney#Jahresabos#Kündigungswelle#Netflix#Preiserhöhung#Streaming

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