Der österreichische Motorenhersteller Steyr Motors AG hat am 7. April 2026 die vollständige Übernahme des dänischen Unternehmens BUKH A/S abgeschlossen. Die Erstkonsolidierung der BUKH-Gruppe erfolgt ab dem zweiten Quartal 2026.
Der österreichische Motorenhersteller Steyr Motors AG hat am 7. April 2026 die vollständige Übernahme des dänischen Unternehmens BUKH A/S abgeschlossen. Die Erstkonsolidierung der BUKH-Gruppe wird ab dem zweiten Quartal 2026 beginnen.
Mit der Transaktion erweitert sich das Leistungs- und Produktportfolio von Steyr Motors: Das bisherige Spektrum von 120–300 PS wird um Motoren im Bereich von 24–700 PS ergänzt, wodurch Steyr Motors künftig ein deutlich breiteres Marineportfolio anbieten kann. Julian Cassutti, CEO von Steyr Motors AG, bezeichnete den Abschluss als einen "strategischen Quantensprung" in ihrem Marine- und Verteidigungsgeschäft.
BUKH wird im OTS als internationaler Spezialist für SOLAS-zertifizierte Motoren mit einem globalen Vertriebs- und Servicenetzwerk beschrieben. Die Transaktion soll das Angebot im SOLAS-Segment stärken und Absatz- sowie Aftermarket-Potenziale erhöhen.
Steyr Motors AG mit Sitz in Steyr, Österreich, entwickelt und produziert kundenspezifische Spezialmotoren, die u. a. in militärischen Spezialfahrzeugen, Booten sowie als Hilfsstromerzeuger für Panzer und Lokomotiven eingesetzt werden.
Bei BUKH A/S bleibt der bisherige Eigentümer und CEO Søren Christiansen für mindestens zwei Jahre im Aufsichtsrat und unterstützt die Integration. Torben Damberg hat zum 1. April die operative Leitung von BUKH übernommen; im OTS wird er als Maschinenbauingenieur mit vorheriger Funktion als CTO/COO bei BUKH beschrieben.
Die OTS nennt mehrere strategische Effekte der Übernahme: Stärkung der Produktions- und Vertriebsaktivitäten, ein zweiter europäischer Produktionsstandort zur Erhöhung der industriellen Basis und Lieferkettenresilienz sowie beschleunigten Marktzugang durch das Vertriebsteam von BUKH. Steyr Motors erwartet laut OTS eine positive Ergebniswirkung bereits im ersten vollen Jahr der Konsolidierung und eine nachhaltige Stärkung der operativen Profitabilität und EBIT-Marge in den kommenden Jahren.