Presseclub, FH JOANNEUM und Österreichische Medienakademie rufen zum ersten Mal zur Einreichung auf
Der neue steirische Lokaljournalismus-Preis „Nah dran“ wird in drei Kategorien vergeben; Einsendeschluss ist der 18. September 2026.
Am 8. Juni 2026 präsentierten der Steirische Presseclub, die FH JOANNEUM und die Österreichische Medienakademie im Steirischen Presseclub erstmals den steirischen Lokaljournalismus-Preis mit dem Titel „Nah dran“. Die drei Organisationen schreiben den Preis gemeinsam aus.
Laut der Ankündigung soll der Preis herausragende journalistische Arbeiten mit Steiermarkbezug würdigen. Dabei werde besonderes Augenmerk auf Qualität, Relevanz und Verantwortung gelegt, heißt es in der Aussendung. Der Preis wird zudem als Brücke zwischen Ausbildung, Praxis und Nachwuchsförderung beschrieben.
Zur Präsentation traten Alexandra Reischl (Steirischer Presseclub), Martina König (FH JOANNEUM) und Nikolaus Koller (Österreichische Medienakademie) auf. Die Veranstaltung diente der Vorstellung der Ausschreibung, der Kategorien, der Einreichkriterien und der organisatorischen Details.
In der Aussendung nennen die Initiatoren explizit die Intention, die Bedeutung professioneller Lokalberichterstattung für demokratische Meinungsbildung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und regionale Identität der Steiermark sichtbar zu machen.
Der steirische Lokaljournalismus-Preis „Nah dran" wird in drei Kategorien vergeben:
Die Kategorien und die damit verbundenen Preisgelder sind in der Ausschreibung festgelegt. Beim Nachwuchspreis ist zusätzlich ein Bildungsscheck vorgesehen, der laut Mitteilung bei der Österreichischen Medienakademie einlösbar ist.
Für die drei Kategorien gelten spezifische inhaltliche Vorgaben: Beiträge für die Lokale Berichterstattung müssen sich mit lokal relevanten Themen aus der Steiermark befassen; Beiträge für die Wirtschaftsberichterstattung müssen ein für die Steiermark relevantes Wirtschaftsthema behandeln; der Nachwuchspreis richtet sich an junge Journalist:innen bis zum vollendeten 25. Lebensjahr, die bereits in Medien veröffentlichte Beiträge vorweisen können und deren Beitrag einen klaren Steiermark-Bezug hat.
Zusätzlich gelten allgemeine Kriterien für alle Kategorien, die in der Ausschreibung genannt werden.
Einreichungen sind bis zum 18. September 2026 möglich. Im Anschluss an den Einreichschluss werden die Beiträge von einer Jury bewertet; in der Aussendung wird diese Jury als „renommiert“ bezeichnet. Die Preisverleihung ist für den Abend des 26. November 2026 in der FH JOANNEUM angekündigt.
Weitere Informationen sowie das Einreich-Tool sind auf der Projektseite verfügbar.
In der Aussendung zitiert die FH JOANNEUM Martina König, interimistische Leiterin des Instituts für Journalismus und Digitale Medien sowie Vizerektorin der FH JOANNEUM: „Die FH JOANNEUM freut sich, als Mitinitiatorin bei der Einführung des steirischen Journalismus-Preises zu fungieren, denn ein solcher Preis schafft Anreize für qualitativ hochwertigen Journalismus und stärkt die Bedeutung fundierter, regionaler Berichterstattung. Gleichzeitig setzt er ein wichtiges Zeichen für die Förderung und Wertschätzung des Lokaljournalismus als unverzichtbaren Bestandteil einer lebendigen Demokratie. Mit ihrem Institut Journalismus und Digitale Medien leistet die FH JOANNEUM zudem einen wesentlichen Beitrag zur praxisnahen und zukunftsorientierten Ausbildung von Journalist:innen".
Medienakademie-Geschäftsführer Nikolaus Koller wird in der Mitteilung mit folgenden Worten zitiert: „Wir machen guten Journalismus besser, so lautet der Slogan der Österreichischen Medienakademie. Mit der Teilnahme an diesem Preis wollen wir guten Journalismus auch sichtbarer machen. Regionaljournalismus hat einen besonderen Stellenwert: Er ist buchstäblich ,nah dran‘. Gerade in herausfordernden Zeiten unterstützen wir gerne jede Aktion, ihn zu stärken. Daher engagieren wir uns ganz bewusst bei diesem Preis.“
Zur Entstehung der Initiative erklärt Presseclub-Geschäftsführerin Alexandra Reischl: „Die Idee zu dem Preis entstand anlässlich des 40-Jahr-Jubiläums des Steirischen Presseclubs im heurigen Jahr. Für uns als steirische Institution hat der Lokaljournalismus einen besonderen Stellenwert, denn fast alle unsere Mitglieder kommen aus diesem Umfeld. Und obwohl gerade regionale Berichterstattung die Menschen erfahrungsgemäß am meisten interessiert, erfährt der Lokaljournalismus manchmal nicht die Wertschätzung, die er verdient. Das wollen wir mit diesem Preis ändern und herausragende lokale Berichterstattung vor den Vorhang holen".
In der Aussendung werden mehrere Institutionen und Organisationen als Unterstützer genannt: Energie Steiermark, Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom, Industriellenvereinigung Steiermark, WKO Steiermark, Arbeiterkammer Steiermark, GRAWE, AC Styria, proHolz Steiermark, Stadt Graz und Steiermark Tourismus.
Die folgenden kurzen Erklärungen beziehen sich auf Begriffe und Institutionen, die in der Ausschreibung vorkommen und helfen beim Verständnis der Rahmenbedingungen.
Im Kontext der Ausschreibung bezeichnet Lokaljournalismus journalistische Arbeiten mit klarem Steiermark- oder Regionalbezug. Das Wettbewerbsformat verlangt, dass eingereichte Beiträge lokal relevante Themen für die Steiermark behandeln.
Als Kategorie genannt, umfasst Wirtschaftsberichterstattung in der Ausschreibung Beiträge, die sich mit einem für die Steiermark relevanten Wirtschaftsthema beschäftigen. Die Einreichung muss gemäß den Vorgaben einen erkennbaren Bezug zur Steiermark aufweisen.
Der Nachwuchspreis ist speziell für junge Journalist:innen gedacht: Einreichberechtigt sind laut Ausschreibung Personen bis zum vollendeten 25. Lebensjahr, die bereits Beiträge in Medien veröffentlicht haben. Der eingereichte Beitrag muss einen klaren Steiermark-Bezug haben.
In der Ausschreibung heißt es, Beiträge müssen in den Jahren 2025 oder 2026 in einem Medium laut österreichischem Mediengesetz veröffentlicht worden sein. Das verweist darauf, dass die Publikationsform und die Veröffentlichung der Beiträge den gesetzlichen Rahmenbedingungen entsprechen müssen.
Der Nachwuchspreis beinhaltet neben dem Preisgeld einen Bildungsscheck in Höhe von 500 Euro, der laut Mitteilung bei der Österreichischen Medienakademie einlösbar ist. Die genauen Einlösebedingungen regelt die Medienakademie, wie in der Ausschreibung angegeben.
Die Ausschreibung nennt klare formale und inhaltliche Anforderungen: Einreichungen müssen selbst durch die Autor:innen erfolgen, maximal drei Beiträge pro Person sind zulässig, und es können sowohl Einzel- als auch Teamarbeiten sein. Meinungsbeiträge, Kommentare oder Essays sind ausgeschlossen; die Beiträge müssen in deutscher Sprache verfasst sein und in 2025 oder 2026 veröffentlicht worden sein.
Die Autor:innen müssen ihre Beiträge selbst einreichen. Für den Nachwuchspreis gilt eine Altersgrenze: Einreichen dürfen junge Journalist:innen bis zum vollendeten 25. Lebensjahr, die bereits in Medien veröffentlichte Beiträge vorweisen können. Pro Person sind maximal drei Einreichungen möglich.
Es können Beiträge aus allen Mediengattungen eingereicht werden: Print, online oder audiovisuell. Voraussetzung ist, dass die Beiträge in deutscher Sprache verfasst sind und in den Jahren 2025 oder 2026 in einem gemäß österreichischem Mediengesetz publizierten Medium erschienen sind.
Für die Kategorie Lokale Berichterstattung müssen die Beiträge lokal relevante Themen aus der Steiermark behandeln. Die Wirtschaftsberichterstattung verlangt einen Schwerpunkt auf für die Steiermark relevanten Wirtschaftsthemen. Der Nachwuchspreis verlangt ebenfalls einen klaren Steiermark-Bezug.
Ja: Meinungsbeiträge, Kommentare, Essays oder vergleichbare Formate sind nicht zulässig. Die Ausschreibung legt Wert auf journalistische Arbeiten mit regionalem Bezug, die den formalen Kriterien entsprechen.
Einreichungen sind bis zum 18. September 2026 möglich. Die Auslobung sieht vor, dass die Beiträge nach Einreichschluss von einer renommierten Jury bewertet werden. Die Preisverleihung findet am Abend des 26. November 2026 in der FH JOANNEUM statt.
Alle Details zur Ausschreibung sowie das Einreich-Tool sind auf der Projektseite hinterlegt. Ergänzende Fotos der Präsentation wurden laut Mitteilung auf der Website der FH JOANNEUM veröffentlicht.
Weitere Informationen und das Einreich-Tool: https://nahdran.fh-joanneum.at
Fotos der Präsentation und zusätzliche Hinweise: www.fh-joanneum.at
Kontakt (FH JOANNEUM): Thomas Wolkinger, Lehrgangsleiter Nachhaltigkeitskommunikation und Klimajournalismus, Telefon: 00436769389273, E-Mail: thomas.wolkinger [at] fh-joanneum.at