Am 29. Mai 2026 hissten Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling, Gemeinderätin Susanne Haase und Gemeinderat Thomas Weber gemeinsam mit dem Team der WASt – Wiener Antidiskriminierungsstelle für LGBTI...
Am 29. Mai 2026 hissten Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling, Gemeinderätin Susanne Haase und Gemeinderat Thomas Weber gemeinsam mit dem Team der WASt – Wiener Antidiskriminierungsstelle für LGBTIQ-Angelegenheiten sowie Vertreter*innen der HOSI Wien und Vienna Pride die Regenbogenfahne am Wiener Rathaus und eröffneten so den zur Tradition gewordenen Regenbogenmonat Juni.
„Mit der Hissung der Regenbogenfahne am Wiener Rathaus eröffnen wir auch heuer wieder den Regenbogenmonat Juni. Wir setzen damit ein deutlich sichtbares Zeichen für die Rechte und die umfassende Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, transidenten und intergeschlechtlichen Menschen. Gemeinsam mit NGOs haben wir als Stadt und als Politik in den letzten Jahren viel erreicht, aber das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es noch viel zu tun gibt. So steht das levelling-up im Antidiskriminierungsrecht und ein Verbot von Konversionsbehandlungen auf der Agenda des Bundes“, fordert Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling.
„30 Jahre Regenbogenparade bedeuten 30 Jahre Mut, Sichtbarkeit und Zusammenhalt. Dieses Jubiläum erinnert uns daran, dass Fortschritt niemals selbstverständlich ist. Menschen sind seit 1996 auf die Straße gegangen, obwohl sie Ausgrenzung, Hass oder sogar Gewalt erlebt haben. Dass heute Hunderttausende gemeinsam für Vielfalt und gleiche Rechte einstehen, zeigt, wie stark diese Bewegung geworden ist. Gleichzeitig sehen wir auch: Sichtbarkeit bleibt notwendig. Wien steht deshalb weiterhin klar an der Seite der queeren Community: laut und entschlossen. Denn unsere Stadt lebt von Offenheit, Respekt und dem Recht aller Menschen, frei und selbstbestimmt zu leben“, so die SPÖ-Gemeinderätin und LGBTIQ-Sprecherin Susanne Haase.
„Das Rathaus mit der Regenbogenfahne zu schmücken ist in Wien nicht nur ein Symbol, sondern auch ein Bekenntnis und ein Zeichen für aktive Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsarbeit 365 Tage im Jahr. Dass wir damit in vielen Bereichen Erfolg haben, beweist unsere Studie ‚Queer in Wien 2‘: Deutlich mehr Menschen outen sich in beruflichen Kontexten, deutlich mehr werden queere Themen in Schule und Ausbildung behandelt als noch vor Zehn Jahren. Der internationale Backlash ist aber auch in Wien spürbar und zeigt sich in einer Zunahme an queerfeindlichen Übergriffen im öffentlichen Raum, wo wir daher verstärkt Aktivitäten setzen werden“, so Wolfgang Wilhelm, Leiter der WASt.
Katharina Kacerovsky-Strobl, Geschäftsführerin der Stonewall GmbH und Veranstalterin der Vienna Pride: „In einer Zeit, in der queere Rechte international unter Druck geraten und diskriminierende Narrative wieder lauter werden, braucht es klare Haltung und sichtbare Solidarität. Der Regenbogenmonat macht deutlich: Gleichberechtigung ist nicht verhandelbar, Menschenrechte sind nicht relativierbar. Dass Wien hier ein starkes Zeichen setzt, ist wichtig. Gleichzeitig braucht es endlich auch auf Bundesebene die politischen Entscheidungen, die LGBTIQ-Menschen den umfassenden Schutz und die Gleichstellung garantieren, die ihnen zustehen.“
Die Stadt Wien fördert unter anderem die „Vienna Pride“, die vom 29.05. bis 14.06.2026 Wien in all seiner Vielfältigkeit zeigt. Dieses Jahr markiert außerdem das 30. Jubiläum der Regenbogenparade, die unter dem Motto „SICHTBAR seit 1996“ am 13. Juni in entgegengesetzter Fahrtrichtung um den Ring ziehen wird. Dazu sagt Generalsekretärin der HOSI Wien, Lisa Hermanns: „Sichtbarkeit, wie diese Fahne am Rathaus, ist wichtig für queere Menschen, um sich im Alltag sicherer zu fühlen. Auf diese Sichtbarkeit muss jedoch auch politische Verbesserung folgen. Solange queere Menschen weiterhin diskriminiert werden, Hass und rechtliche Lücken erleben, bleibt Pride notwendig. Wir brauchen umfassenden Diskriminierungsschutz, ein wirksames Verbot sogenannter Konversionstherapien und konsequenten Schutz für LGBTIQ-Menschen in allen Lebensbereichen.“
Bereits zum fünften Mal lobt die Stadt Wien heuer den Fördercall „Wiener Regenbogenmonat Juni“ zur Förderung von Projekten, die die Wiener Regenbogenparade sinnvoll ergänzen, die Emanzipation und gleichberechtigte Teilhabe von LGBTIQ-Personen an der Gesellschaft, sowie das Selbstbewusstsein und die Sichtbarkeit von LGBTIQ-Personen und den Dialog von LGBTIQ-Personen und der Gesamtbevölkerung fördern und das Thema in die Wiener Bezirke hinaustragen. Auch heuer wurde dieser Fördercall mit Ꞓ 50.000,- dotiert.
Der interne Fachbeirat unter Vorsitz der WASt erkannte heuer dem Projekt "Queer Legends Festival 2026" des Vereins Metropolis, dem Projekt "Tuntathlon 2026" des Vereins Tuntenstraße, dem "Queering Favoriten Straßenfest" des Vereins Major Shrimp, dem Projekt "Resilience in Community" des Vereins Queer Museum Vienna und den "Queer Pride Walks 2026" des Vereins QWien eine Förderung zu.
Quelle: Stadt Wien - Kommunikation und Medien (KOM). Originalmeldung: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260529_OTS0111/stadt-wien-eroeffnet-regenbogenmonat-juni-2026