Am 8. Januar 2026 feierte die SPÖ-Bundesbildungsorganisation gemeinsam mit der Wiener Bildungsakademie und dem Karl-Renner-Institut die Eröffnung des 60. Lehrgangs der Wiener Parteischule. Diese Veranstaltung markiert nicht nur ein bedeutendes Jubiläum, sondern auch eine Hommage an zwei herausragend
Am 8. Januar 2026 feierte die SPÖ-Bundesbildungsorganisation gemeinsam mit der Wiener Bildungsakademie und dem Karl-Renner-Institut die Eröffnung des 60. Lehrgangs der Wiener Parteischule. Diese Veranstaltung markiert nicht nur ein bedeutendes Jubiläum, sondern auch eine Hommage an zwei herausragende Persönlichkeiten des antifaschistischen Widerstands: Käthe Sasso und Friedrich Pollak. Die Benennung des Lehrgangs nach diesen beiden Figuren ist ein starkes Zeichen für die Bedeutung politischer Bildung und antifaschistischer Werte in Österreich.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1947 hat sich die Wiener Parteischule zu einer der renommiertesten politischen Bildungseinrichtungen in Österreich entwickelt. Über 1.000 Absolventen haben bisher von den umfassenden Lehrprogrammen profitiert, die darauf abzielen, politische Teilhabe und demokratische Werte zu fördern. Die Schule bietet eine Plattform für zukünftige Politiker und engagierte Bürger, die in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen aktiv werden.
Die Wiener Parteischule wurde in der Nachkriegszeit gegründet, einer Zeit, in der die Notwendigkeit politischer Bildung und demokratischer Erneuerung besonders groß war. In den Jahrzehnten seit ihrer Gründung hat die Schule zahlreiche politische Persönlichkeiten hervorgebracht, darunter auch den aktuellen Bürgermeister von Wien, Michael Ludwig. Diese Erfolgsgeschichte unterstreicht die nachhaltige Wirkung der Institution auf die politische Landschaft Österreichs.
Im Vergleich zu ähnlichen Institutionen in Deutschland und der Schweiz hat die Wiener Parteischule einen einzigartigen Ansatz entwickelt, der auf der Kombination von theoretischem Wissen und praktischer Erfahrung basiert. Während in Deutschland Parteischulen oft stärker parteipolitisch ausgerichtet sind, legt die Wiener Parteischule großen Wert auf eine umfassende politische Bildung, die auch kritisches Denken und gesellschaftliches Engagement fördert.
Die Auswirkungen der Wiener Parteischule auf die Gesellschaft sind vielfältig. Viele Absolventen übernehmen politische Funktionen oder engagieren sich in zivilgesellschaftlichen Organisationen. Ein Beispiel ist der Wiener Gemeinderat, in dem neun Abgeordnete die Parteischule durchlaufen haben. Diese Absolventen tragen demokratische Werte in ihre Gemeinschaften und fördern eine aktive Bürgerbeteiligung.
Seit ihrer Gründung hat die Wiener Parteischule über 1.000 Absolventen hervorgebracht. Der Lehrgang dauert in der Regel ein Jahr und umfasst sowohl theoretische als auch praktische Module. Jährlich bewerben sich etwa 100 Interessenten, von denen 50 ausgewählt werden. Diese Zahlen verdeutlichen das anhaltende Interesse an politischer Bildung und die Relevanz der Schule in der heutigen Zeit.
Prof. Dr. Gerhard Schmid, SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender, betont die zentrale Rolle der politischen Bildung in der heutigen Gesellschaft. Er argumentiert, dass Bildung ohne Haltung und Wertevermittlung undenkbar sei, besonders in Zeiten, in denen demokratische Prinzipien unter Druck stehen. Diese Sichtweise wird von vielen Experten geteilt, die die Notwendigkeit betonen, junge Menschen zu kritischem Denken und gesellschaftlichem Engagement zu ermutigen.
Die Zukunft der politischen Bildung in Österreich sieht vielversprechend aus. Mit der fortschreitenden Digitalisierung und den sich verändernden gesellschaftlichen Herausforderungen wird die Wiener Parteischule ihre Programme weiterentwickeln, um den Bedürfnissen der modernen Gesellschaft gerecht zu werden. Die Integration neuer Medien und digitaler Lernmethoden wird eine zentrale Rolle spielen, um die nächste Generation von politischen Akteuren und engagierten Bürgern auszubilden.
Die Eröffnung des 60. Lehrgangs der Wiener Parteischule ist ein bedeutsames Ereignis, das die Bedeutung politischer Bildung und antifaschistischer Werte in Österreich unterstreicht. Die Schule bleibt ein Leuchtturm der politischen Bildung und ein wichtiger Akteur in der Förderung demokratischer Werte. Interessierte Bürger sind eingeladen, sich über die Programme der Schule zu informieren und sich aktiv an der politischen Bildung zu beteiligen. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der SPÖ.