34 Coole Zonen, rund 1.800 Trinkbrunnen, 38 Bäderstandorte und umfangreiche Begrünungsprojekte als Hitzeschutzangebote
Die Stadt Wien setzt auf „Mehr Wasser + mehr Schatten + mehr Räume“: Trinkbrunnen, Coole Zonen, Bäder, Entsiegelung und Hitzewarndienst sind Teil des Angebots.
Die Stadt Wien verstärkt auch heuer ihr Angebot gegen hohe Temperaturen im öffentlichen Raum. Unter dem Motto „Mehr Wasser + mehr Schatten + mehr Räume zum Abkühlen“ listet die Stadt Maßnahmen von Trinkbrunnen über klimafitte Bahnhofsvorplätze bis hin zu betreuten „Coolen Zonen“ auf.
Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky und Planungsstadträtin Ulli Sima heben in der Aussendung hervor, dass Wien das Angebot für Schutzräume und Kühlmöglichkeiten für diese Saison ausgebaut hat. Sima verweist außerdem auf die „Raus aus dem Asphalt“-Offensive mit hunderten Projekten zur Begrünung und Entsiegelung im Straßenraum.
Die Stadt stellt eine Reihe konkreter Zahlen und Angebote vor: 34 Coole Zonen, rund 1.800 Trinkbrunnen, mehr als 1.000 Parks, 500.000 Stadtbäume, 123 Nebelduschen und Nebelstelen, 75 mobile Brunnen mit Sprühfunktion („Brunnhilde“) sowie zahlreiche Wasserspiel- und Badeangebote. Aufgeführt werden auch 10 Coole Stelen, 7 Coole Schiffe, 12 Wasserspielplätze und 132 Spielplätze mit Wasserspielmöglichkeit.
Als „Coole Zonen“ bezeichnet die Stadt freizugängliche und betreute Räume, in denen man sich ohne Konsumzwang abkühlen und länger verweilen kann. Wien startete 2023 mit zwei Pilot-Standorten; seither wurde das Angebot ausgebaut und befindet sich heuer an 34 Standorten in 19 Bezirken.
Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky wird in der Aussendung mit dem Ziel zitiert, künftig in jedem Bezirk zumindest eine Coole Zone zu haben. Die Standorte der Coolen Zonen sind nach Angaben der Stadt im wien.gv.at-Stadtplan aufgeführt.
https://www.wien.gv.at/stadtplan/
Weitere Informationen der Stadt zu den Coolen Zonen sind über die Projektseite abrufbar.
Die Stadt betont, dass die Hochquellleitungen ganzjährig Alpinwasser liefern. Wien verweist auf die „Strategie Wiener Wasser 2050“ und auf Investitionen von bis zu 130 Millionen Euro pro Jahr, mit denen die Stadt laut Aussendung die Wasserversorgung auch bei längeren Trockenperioden absichern will. Laufend würden Wasserleitungen ausgebaut, saniert und Trinkwasserbehälter errichtet.
Im öffentlichen Raum stehen nach Angaben der Stadt seit heuer rund 1.800 Trinkbrunnen zur Verfügung – mehr als in ganz Deutschland. Seit 2021 seien mehr als 700 Standorte dazugekommen, allein im letzten Jahr 200 neue. Ein Großteil der Trinkbrunnen wird von den Wiener Stadtgärten (MA 42) betrieben; sie befinden sich in Parks, auf Spielplätzen, auf Märkten und auf belebten Plätzen.
Die Aussendung enthält die Aussage, dass es derzeit keinen Anlass zu Wassersparmaßnahmen gebe und zitiert die Zielsetzung der Strategie Wiener Wasser 2050, hohe Wasserqualität und ausreichend verfügbare Wassermengen zu gewährleisten.
Alle 38 Wiener Bäderstandorte haben laut Aussendung seit 2. Mai geöffnet. Die Stadt nennt die Bäder nicht nur als Freizeitorte, sondern hebt hervor, dass Millionen von Gästen während Hitzephasen dort Abkühlung und Erholung finden.
Die Stadt weist darauf hin, dass trotz angespannter Budgetlage der Betrieb sämtlicher Standorte garantiert wurde und dass es heuer punktuelle Neuerungen gibt, darunter eine neue Ein-Monatskarte, eine Fast-Lane im Gänsehäufel, verlängerte Öffnungszeiten im Strandbad Alte Donau sowie neue Rutschen und Schwimmhallen.
Aufgrund der Hitzewelle öffnen die Familienbäder bereits am Samstag, 27. Juni, um 10 Uhr für den gesamten restlichen Juni; ab 3. Juli gelten die regulären Sommer-Öffnungszeiten (ebenfalls ab 10 Uhr).
Weitere Details und Neuerungen listet die Stadt auf ihrer Übersichtsseite zu den Wiener Bädern.
Übersicht der Familienbäder
Die Stadt nennt Grünflächen und Bäume als Mittel zur Kühlung: Wien pflanzt jährlich im Schnitt bis zu 4.500 Bäume und verfügt zusätzlich zu mehr als 1.000 Parks über weitere Grünräume. Von 2021 bis 2025 seien rund 576.767 Quadratmeter neue oder (naturnah) neugestaltete Park- und Grünanlagen entstanden; für die laufende Periode seien wieder etwa 400.000 Quadratmeter neue und neugestaltete Flächen vorgesehen.
Die Wiener Stadtgärten pflegen laut Aussendung mehr als 500.000 Stadtbäume. Seit der Novelle des Wiener Baumschutzgesetzes sieht die Stadt bei Baumfällungen das Pflanzen von mindestens einem neuen Baum vor und hat die Ausgleichsabgabe für gefällte Bäume deutlich erhöht.
Wien verweist zudem auf seine „Wiener Wäldchen“ und das „Wiener Straucherl“ als Beispiele für neu geschaffene Miniwälder und auf Renaturierungsmaßnahmen wie jene am Liesingbach und im Naturschutz-Areal Breitenlee.
Vor rund fünf Jahren startete die Stadt die „Raus aus dem Asphalt“-Offensive. Bislang habe man 344 Projekte in allen 23 Bezirken umgesetzt; dabei seien 3.316 Bäume im Straßenraum gepflanzt, über 2.740 Sitzmöglichkeiten errichtet und knapp 2.000 Quadratmeter Wasserspiele geschaffen, heißt es in der Aussendung.
Genannte Beispiele für bereits umgesetzte oder in Arbeit befindliche Orte reichen von Neuer Markt, Praterstern, Praterstraße, Franz-Josefs-Bahnhof (Julius-Tandler-Platz) bis zu Projekten in Favoriten, der Mariahilfer Straße, der Landstraßer Hauptstraße, am Simmeringer Vorplatz oder Volkertplatz. Die Stadt nennt außerdem laufende Kooperationen mit den ÖBB zur klimafitten Gestaltung von Bahnhofsvorplätzen: Praterstern, Julius-Tandler-Platz und das Umfeld von Aspern Nord werden hervorgehoben. Am Vorplatz der S-Bahn-Station Handelskai werden laut Aussendung über 6.000 Quadratmeter entsiegelt, 13 neue Bäume gepflanzt und ein Wasserspiel installiert; die Eröffnung sei für Juni geplant.
Weitere Informationen zu Projekten und Aktionen stellt die Stadt auf einer eigenen Seite bereit.
Für Plätze, an denen keine Bäume gepflanzt werden können, nennt die Stadt Grünfassaden als Lösung und betont, dass die Stadt die Errichtung von Vertikalbegrünungen unterstützt. Im Mai 2024 habe der Gemeinderat eine Aufstockung der Förderung für Gebäudebegrünung beschlossen; dabei seien Fördersummen angehoben und Entsiegelungs- und Begrünungsmaßnahmen als neues Förderpaket aufgenommen worden.
Die Aussendung erläutert weiter, dass auf entsiegelten Flächen Regenwasser vor Ort versickern kann, der Boden und Pflanzen versorgt werden, das Kanalsystem bei Starkregen entlastet wird und Überschwemmungen reduziert werden. Außerdem nennt die Stadt, dass Grünflächen die Luft um 3–6 Grad Celsius kühlen und Bäume diesen Effekt bei Hitzewellen verstärken.
Laut Aussendung hat die Wiener Landessanitätsdirektion einen präventiven Hitzewarndienst implementiert; dieser informiert in Kooperation mit der GeoSphere Austria über bevorstehende gesundheitsbelastende Hitzewellen über stadteigene Medien und die Homepage der Landessanitätsdirektion.
Die Stadt Wien-App liefert Echtzeit-Mitteilungen zu Hitze- und anderen Wetterwarnungen. Informationen zu Luftgüte und Tagesberichten zur Wiener Luftqualität sowie der Wiener Hitzeratgeber werden von der Stadt als weitere Informationsquellen genannt.
https://www.wien.gv.at/ma22-lgb/luftgi.htm
https://www.wien.gv.at/spezial/hitzeratgeber/
Die Stadt beschreibt Coole Zonen als freizugängliche und betreute Räume ohne Konsumzwang, die zum Abkühlen und Verweilen gedacht sind. Der Ausbau begann 2023 mit zwei Pilotstandorten; aktuell sind 34 Standorte in 19 Bezirken in Betrieb.
Die Initiative ist laut Aussendung eine großflächige Begrünungs-, Entsiegelungs- und Kühlungsoffensive im öffentlichen Straßenraum. Bislang führt die Stadt 344 Projekte in allen 23 Bezirken an und nennt konkrete Zahlen zu Bäumen, Sitzgelegenheiten und Wasserspielen.
Die Strategie wird in der Aussendung als Maßnahme genannt, mit der Wien hohe Wasserqualität und eine ausreichend verfügbare Wassermenge sicherstellen will. Die Stadt nennt Investitionen von bis zu 130 Millionen Euro pro Jahr und Maßnahmen wie den Ausbau und die Sanierung von Wasserleitungen und Trinkwasserbehältern.
Die Aussendung führt die Wiener Stadtgärten als Betreiber eines Großteils der Trinkbrunnen an und nennt die Pflege von mehr als 500.000 Stadtbäumen als Aufgabe dieser Dienststelle.
Laut Stadt sind Coole Zonen frei zugängliche, betreute Räume ohne Konsumzwang zum Abkühlen und Verweilen. Seit der Pilotphase 2023 wurde das Netz ausgebaut; die Aussendung nennt 34 Standorte in 19 Bezirken. Die Stadt plant, künftig in jedem Bezirk zumindest eine Coole Zone zu haben.
Die Stadt gibt an, dass es seit heuer rund 1.800 öffentliche Trinkbrunnen gibt – mehr als in ganz Deutschland. Ein Großteil wird von den Wiener Stadtgärten (MA 42) betrieben; die Brunnen stehen in Parks, auf Spielplätzen, auf Märkten und auf belebten Plätzen. Seit 2021 seien über 700 Standortergänzungen erfolgt, davon 200 im letzten Jahr.
Alle 38 Wiener Bäderstandorte haben laut Aussendung seit 2. Mai geöffnet. Die Stadt nennt Neuerungen wie eine Ein-Monatskarte, eine Fast-Lane im Gänsehäufel, verlängerte Öffnungszeiten im Strandbad Alte Donau sowie neue Rutschen und Schwimmhallen. Familienbäder öffnen wegen der Hitzewelle bereits am 27. Juni um 10 Uhr; ab 3. Juli gelten die regulären Sommerzeiten.
Die Stadt beschreibt die Aktion als die bisher größte Begrünungs-, Entsiegelungs- und Kühlungsoffensive im öffentlichen Straßenraum. Bislang nennt die Stadt 344 umgesetzte Projekte, 3.316 im Straßenraum gepflanzte Bäume, über 2.740 Sitzmöglichkeiten und knapp 2.000 Quadratmeter neu geschaffene Wasserspiele.
Die Aussendung verweist auf eine Aufstockung der Förderung, die im Mai 2024 beschlossen wurde. Namentlich werden Förderobergrenzen genannt: Fassadenbegrünungen im Straßenraum 10.000 Euro, Fassadenbegrünung am Privatgrundstück 5.000 Euro, Entsiegelungsmaßnahmen inkl. Begrünung 10.000 Euro und Dachbegrünung 30.000 Euro.
Die Wiener Landessanitätsdirektion hat einen präventiven Hitzewarndienst implementiert, der in Kooperation mit GeoSphere Austria über stadteigene Medien und die Homepage der Landessanitätsdirektion auf bevorstehende gesundheitsbelastende Hitzewellen hinweist. Die Stadt Wien-App sendet Echtzeit-Mitteilungen zu Hitze- und anderen Wetterwarnungen; zudem verweist die Stadt auf Luftgüteberichte und den Wiener Hitzeratgeber als Informationsquellen.
Quelle: Stadt Wien - Kommunikation und Medien (KOM)
Weitere Informationen der Stadt Wien zu Standorten, Angeboten und Projekten finden sich auf den in der Aussendung genannten Webseiten.
Kontakt (Mediensprecherinnen/ -sprecher): Pedram Seidi, Mediensprecher StR Jürgen Czernohorszky, Telefon: +43 676 8118 65291, E-Mail: pedram.seidi[at]wien.gv.at
Sophia Schönecker, Mediensprecherin StRin Ulli Sima, Telefon: +43 1 4000 82182, weitere Nummer: 0676/8118 82182, E-Mail: sophia.schoenecker[at]wien.gv.at