Publikumsratsstudie 2025: Mehrheit hält Gleichberechtigung im ORF-Angebot für wichtig; Publikumsrat nennt konkrete Forderungen zu Moderation, Gästen und Expertinnen-Datenbank
Der ORF-Publikumsrat beschloss am 3. Juni 2026 eine Empfehlung zur Gleichberechtigung. Studie 2025 liefert zentrale Zahlen; bei einer Sitzung am 5. März wurden konkrete Anliegen formuliert.
Der ORF-Publikumsrat hat in seiner Plenarsitzung am Mittwoch, dem 3. Juni 2026, unter dem Vorsitz von Mag.a Gabriele Zgubic-Engleder eine Empfehlung zum Thema Gleichberechtigung beschlossen. Grundlage für die Empfehlung sind Ergebnisse der Publikumsratsstudie 2025 sowie Diskussionen im Rahmen eines Themenschwerpunkts des Gremiums.
Die Empfehlung dokumentiert, wie das Publikum die Berücksichtigung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern im ORF beurteilt und nennt konkrete Anliegen und Forderungen, die im Themenschwerpunkt zur Gleichberechtigung am 5. März 2026 geäußert wurden.
In der Aussendung des ORF-Publikumsrats wird die Berücksichtigung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern als „aus Sicht des Publikums ein wichtiger Programmauftrag des ORF (MW 2,1)“ bezeichnet. Die Publikumsratsstudie 2025 wird als zentrale Grundlage genannt, aus der Zahlen und Einschätzungen zum Stellenwert von Gleichberechtigung in den ORF-Angeboten zitiert werden.
Die Empfehlung führt Daten aus der Studie und die Ergebnisse des Themenschwerpunkts zusammen und fasst daraus Anliegen des Publikumsrats in Form von Forderungen und Hinweisen an die Programmverantwortlichen zusammen.
Die Aussendung zitiert zentrale Werte aus der Publikumsratsstudie 2025: 77 % der Bevölkerung geben an, Gleichberechtigung von Frauen und Männern generell für sehr oder ziemlich wichtig zu halten. 71 % der Befragten halten es demnach für wichtig, dass der ORF Gleichberechtigung in seinen Angeboten berücksichtigt. Die Meldung weist zudem darauf hin, dass beide Aspekte von Frauen signifikant häufiger als wichtig erachtet werden.
Die Studie differenziert danach, in welchen Bereichen des Programms das Publikum die Berücksichtigung von Gleichberechtigung besonders erwartet: Bei der Moderation stimmen 32 % der Befragten sehr zu und 45 % ziemlich zu, dass Gleichberechtigung berücksichtigt werden soll. Bei den aufgegriffenen Themen sind es 25 % sehr und 47 % ziemlich. Studio- und Talkgäste werden mit 25 % sehr und 44 % ziemlich genannt, Expertinnen und Experten mit 27 % sehr und 42 % ziemlich. Der Aussage, dass in den ORF-Angeboten Frauen und Männer gleichberechtigt in unterschiedlichen Rollen vorkommen, stimmen 25 % sehr und 46 % ziemlich zu.
Im Rahmen des Publikumsrats-Themenschwerpunkts zur Berücksichtigung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern am 5. März 2026 wurden laut Aussendung mehrere Anliegen und Forderungen geäußert. Die Meldung listet drei zentrale Punkte auf:
Der ORF-Publikumsrat ist ein Gremium, das in der Aussendung als Initiator der Empfehlung genannt wird. In der vorliegenden Meldung trat der Publikumsrat in einer Plenarsitzung zusammen und verabschiedete eine Empfehlung zum Thema Gleichberechtigung unter dem Vorsitz von Mag.a Gabriele Zgubic-Engleder.
Die Publikumsratsstudie 2025 wird in der Aussendung als Datenbasis für die Bewertung von Gleichberechtigung in den ORF-Angeboten zitiert. Aus der Studie stammen die angeführten Prozentsätze zur Bedeutung von Gleichberechtigung für die Bevölkerung und zur Erwartung, dass der ORF das Thema berücksichtigt.
In der Meldung wird der Bereich „Moderation“ als einer der zentralen Programmbereiche genannt, in dem das Publikum die Berücksichtigung von Gleichberechtigung erwartet. Konkret nennt die Studie Anteile der Befragten, die Moderation als Bereich mit besonderer Relevanz ansehen.
Die Aussendung erwähnt eine Expertinnen-Datenbank des ORF. Im Zusammenhang mit ihrer Weiterentwicklung wurden im Themenschwerpunkt Forderungen nach Evaluierung und Transparenz der Kriterien für den Status als Expertin oder Experte sowie nach verstärkter Nutzung von Expertise aus Universitäten und Forschungseinrichtungen geäußert.
Studiogäste, Talkgäste und Fachleute sind in der Empfehlung zentrale Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner in den Programmen. Die Meldung hebt hervor, dass das Publikum hier eine stärkere Vertretung von Frauen erwartet und dass unterschiedliche Expertinnen zu Wort kommen sollen.
Die Aussendung unterscheidet zwischen Eigenproduktionen des ORF und zugekauften Produktionen. Es wird festgehalten, dass bei zugekauften Produktionen verstärkt darauf geachtet werden soll, ob Geschlechterstereotype reproduziert werden.
Die Empfehlung dokumentiert Erwartungen und Forderungen des Publikumsrats auf der Grundlage der zitierten Studienergebnisse und der Diskussionen im Themenschwerpunkt. Sie benennt Bereiche – Moderation, Themenauswahl, Studiogäste, Expertinnen und Expertendatenbanken sowie die Bewertung von zugekauften Produktionen – in denen das Publikum besonderen Wert auf die Berücksichtigung von Gleichberechtigung legt.
Die Meldung selbst enthält keine verbindlichen Maßnahmen oder Zeitpläne; sie gibt die in der Sitzung gefassten Forderungen und Beobachtungen wieder und nennt die zugrunde liegenden Studienergebnisse sowie die Beratungssitzung vom 5. März 2026.
Der Publikumsrat hat in seiner Plenarsitzung am 3. Juni 2026 unter dem Vorsitz von Mag.a Gabriele Zgubic-Engleder eine Empfehlung zum Thema Gleichberechtigung beschlossen. Die Empfehlung fasst Ergebnisse der Publikumsratsstudie 2025 zusammen und gibt die im Themenschwerpunkt am 5. März 2026 geäußerten Anliegen und Forderungen wieder.
Die Aussendung zitiert mehrere Prozentangaben aus der Studie: 77 % der Bevölkerung halten Gleichberechtigung generell für sehr oder ziemlich wichtig; 71 % halten es für wichtig, dass der ORF Gleichberechtigung in seinen Angeboten berücksichtigt. Weiter werden Anteile genannt, die die Bedeutung in einzelnen Programmfeldern wie Moderation, Themen, Studiogäste und Expertinnen/Experten quantifizieren.
Laut Aussendung wurden drei Schwerpunkte genannt: stärkere Vertretung von Frauen bei Studiogästen und Fachleuten sowie mehr Vielfalt unter den Expertinnen; Evaluation und Transparenz der Kriterien für den Status als Expertin oder Experte sowie verstärkte Nutzung wissenschaftlicher Expertise und verständliche Vermittlung von Expertise; und erhöhte Aufmerksamkeit bei zugekauften Produktionen hinsichtlich der Reproduktion von Geschlechterstereotypen.
Die Expertinnen-Datenbank wird in der Meldung als Instrument erwähnt, das weiterentwickelt werden soll. Die Forderungen beziehen sich darauf, die Kriterien für den Status als Expertin oder Experte zu evaluieren und transparent zu machen sowie die Datenbank für die Nutzung durch Redaktionen und Programmverantwortliche weiter zu entwickeln.
Die Aussendung führt Moderation, die aufgegriffenen Themen, Studio- und Talkgäste sowie Expertinnen und Experten als Bereiche auf, in denen das Publikum eine Berücksichtigung der Gleichberechtigung erwartet. Für jeden Bereich werden in der Studie Anteile der Befragten genannt, die dies sehr beziehungsweise ziemlich wichtig finden.
Die Aussendung selbst nennt keinen Zeitplan und keine verbindlichen Maßnahmen. Sie dokumentiert die Empfehlung des Publikumsrats, die Ergebnisse der Studie 2025 und die im Themenschwerpunkt vom 5. März 2026 geäußerten Anliegen.
Quelle: ORF-Aussendung des Publikumsrats, Plenarsitzung 3. Juni 2026; Themenschwerpunkt des Publikumsrats zur Gleichberechtigung am 5. März 2026; Publikumsratsstudie 2025 (Zahlen wie in der Aussendung genannt).
Kontakt: ORF-Büro der Gremien, (01) 87878 - DW 12251; publikumsrat.ORF.at