ORF-kulturMATINEE am 26. Juli: Festspielsommer und Mallwitz
Dokumentation zu „Tosca“ und „Ein Käfig voller Narren“ sowie Porträt der Chefdirigentin Joana Mallwitz, 26. Juli ab 9.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON
Am 26. Juli zeigt die kulturMATINEE Doku-Features zum burgenländischen Festspielsommer und ein Porträt von Joana Mallwitz; Beginn 9.05 Uhr in ORF 2 und ORF ON.
Die von Clarissa Stadler präsentierte ORF-„kulturMATINEE“ am Sonntag, dem 26. Juli 2026, startet um 9.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON mit zwei dokumentarischen Beiträgen zum burgenländischen Festspielsommer und setzt um 9.30 Uhr das Porträt einer international aktiven Dirigentenpersönlichkeit nach. Den Kulturvormittag schließt „Die Kulturwoche“ um 10.25 Uhr ab.
ORF-„kulturMATINEE“ am 26. Juli 2026 in ORF 2 und auf ORF ON
Das Programm der kulturMATINEE beginnt laut ORF-Aussendung mit der vom ORF-Landesstudio Burgenland gestalteten Dokumentation „Mord, Macht und Männer in Strapsen“, die auf die beiden Großproduktionen des burgenländischen Festspielsommers blickt: die Neuinszenierung von Giacomo Puccinis „Tosca“ in der Oper im Steinbruch St. Margarethen sowie das Travestie-Musical „La Cage aux Folles – Ein Käfig voller Narren“ bei den Seefestspielen Mörbisch. Im Anschluss ist um 9.30 Uhr das Porträt „Joana Mallwitz – Dirigentin: Der Weg nach Berlin“ zu sehen; der Film begleitet die Musikerin über einen Zeitraum von zwei Jahren. Den Vormittag beschließt „Die Kulturwoche“ um 10.25 Uhr mit aktuellen Berichten und Tipps.
Die Dokumentation „Mord, Macht und Männer in Strapsen“ zum burgenländischen Festspielsommer (9.05 Uhr)
Die ORF-Dokumentation richtet ihren Fokus auf zwei sehr unterschiedliche Großproduktionen des burgenländischen Festspielsommers. Im Steinbruch St. Margarethen steht die Neuinszenierung von Giacomo Puccinis Oper „Tosca“ im Mittelpunkt, während die Seefestspiele Mörbisch mit einer Produktion des Musicals „La Cage aux Folles – Ein Käfig voller Narren“ vertreten sind.
Der Film schildert laut Aussendung, wie die Oper „Tosca“ als dramatische Figurengeschichte erscheint: Die Titelfigur Tosca, der Maler Cavaradossi und der Polizeichef Scarpia sind zentrale Rollen, in denen Themen von Liebe, politischer Verfolgung und Machtkonflikten verhandelt werden. Die Neuinszenierung im Steinbruch St. Margarethen wurde von Regisseur Thaddeus Strassberger inszeniert. Das Making-of-Team begleitete die Neuproduktion ein halbes Jahr lang und dokumentiert laut ORF, wie sich das Steinbruch-Areal in eine barocke Bühne wandelt und wie in einer Mailänder Werkstätte Kostüme entstehen.
Die Dokumentation zeigt weiter, so die Aussendung, die technischen Vorbereitungen für das Freiluftspiel mit dem Philharmonia Chor Wien und dem Kinderchor Gumpoldskirchner Spatzen, die erstmals gemeinsam auf der Freiluftbühne singen, und führt unter anderem in die Puccini-Villa in der Toskana, „wo die atemberaubende Musik entstanden ist“. Als Autorinnen der Dokumentation sind Bettina Treiber und Silvia Freudensprung-Schöll genannt.
Zum Musical „La Cage aux Folles – Ein Käfig voller Narren“ erinnert die Sendung laut Text daran, dass das Stück einst als Provokation galt und heute als Kultstück zu den erfolgreichsten Musicals gezählt wird. Der Song „I Am What I Am“ wird in der Aussendung ausdrücklich als „zur Hymne für Toleranz geworden“ bezeichnet. In der ORF-Dokumentation werden Stationen einer Seefestspielproduktion gezeigt: Auditions, Bühnenaufbau, Kostümfertigung, Proben und Premiere. In Mörbisch wechseln sich laut Aussendung Alfons Haider und Drew Sarich in der Rolle der Dragqueen „Zaza“ ab; an ihrer Seite steht Mark Seibert.
Porträt „Joana Mallwitz – Dirigentin: Der Weg nach Berlin“ (9.30 Uhr)
Das Porträt stellt Joana Mallwitz als „eine der profiliertesten und erfolgreichsten deutschen Dirigentinnen der Gegenwart“ dar und skizziert Stationen ihrer Karriere, wie sie in der ORF-Aussendung beschrieben werden. Demnach wurde Mallwitz früh als Ausnahmetalent entdeckt und avancierte zur jüngsten Generalmusikdirektorin Europas. Im August 2023 wurde sie Chefdirigentin des Konzerthausorchesters Berlin, das in der Aussendung als „eines der großen Traditionsorchester in Deutschland“ bezeichnet wird.
Regisseur Günter Atteln begleitete die Musikerin laut Sendetext zwei Jahre lang mit der Kamera. Der Film begleitet Mallwitz in einer Phase, „in der die entscheidende Phase ihrer internationalen Karriere begann“ und sie zugleich Mutter wurde; die Aussendung nennt, dass sie und ihr Ehemann sich nach der Geburt ihres ersten Kindes „völlig neu organisieren“ mussten. Das Porträt zeigt Mallwitz laut ORF als „perfektionistische Arbeiterin, als Musikvermittler und als energetische Orchesterleiter“ und thematisiert den Druck, der mit dem Dirigierberuf verbunden ist.
Außerdem nennt die Aussendung, dass Mallwitz bei den heurigen Salzburger Festspielen die erweiterte Neueinstudierung der „Così fan tutte“-Neuproduktion der „Corona-Festspiele“ 2020 am Pult der Wiener Philharmoniker leitet. Im September feiert sie laut ORF ihren 40. Geburtstag.
Begriffe erklärt: Neuinszenierung, Travestie-Musical, Chefdirigent, Making-of
Neuinszenierung: Eine Neuinszenierung bezeichnet in der Bühnenpraxis eine neue künstlerische Umsetzung eines bestehenden Werkes. Dabei werden Regie, Bühnenbild, Kostüm und oft auch dramaturgische Details neu gestaltet, ohne dass es sich notwendigerweise um eine neue Komposition handelt.
Travestie-Musical: In der Aussendung steht „La Cage aux Folles“ als Beispiel für ein Travestie-Musical; der Begriff beschreibt Bühnenformen, in denen Geschlechterdarstellungen und Performance eine zentrale Rolle spielen. Travestie-Performances arbeiten häufig mit Verkleidung, Rollenübernahme und der Darstellung geschlechtlicher Vielgestaltigkeit.
Chefdirigent: Der Begriff bezeichnet in Orchestern die künstlerisch leitende Persönlichkeit, die regelmäßig Proben leitet und die musikalische Ausrichtung einer Institution prägt. In der Aussendung wird Joana Mallwitz als Chefdirigentin des Konzerthausorchesters Berlin bezeichnet.
Making-of: Ein Making-of begleitet laut Aussendung die Entstehung einer Aufführung hinter den Kulissen über einen bestimmten Zeitraum. Bei der Dokumentation zur „Tosca“-Neuproduktion begleitete das Making-of-Team die Arbeit ein halbes Jahr lang, um Bau, Kostümfertigung und Probenprozess sichtbar zu machen.
Programmdetails und Ablauf des ORF-Kulturvormittags
Laut Aussendung läuft die kulturMATINEE am 26. Juli 2026 um 9.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON mit der Dokumentation „Mord, Macht und Männer in Strapsen“. Um 9.30 Uhr folgt das Porträt „Joana Mallwitz – Dirigentin: Der Weg nach Berlin“. Der ORF-Kulturvormittag endet um 10.25 Uhr mit „Die Kulturwoche“, die „mit aktuellen Berichten und Tipps“ angekündigt ist.
Moderator der kulturMATINEE ist Clarissa Stadler, wie die Aussendung nennt. Die Beiträge wurden demnach vom ORF-Landesstudio Burgenland beziehungsweise von den genannten Regisseuren und Dokumentarautorinnen produziert.
FAQ zur Sendung und den gezeigten Produktionen
- Was zeigt die Dokumentation „Mord, Macht und Männer in Strapsen“? - Die Dokumentation blickt auf zwei Großproduktionen des burgenländischen Festspielsommers: die Neuinszenierung von Giacomo Puccinis „Tosca“ im Steinbruch St. Margarethen und das Musical „La Cage aux Folles – Ein Käfig voller Narren“ bei den Seefestspielen Mörbisch; dabei werden laut ORF sowohl Aufführung als auch Blick hinter die Kulissen dokumentiert.
- Wer hat die „Tosca“-Dokumentation begleitet und produziert? - Laut Aussendung begleitete ein Making-of-Team die Neuproduktion ein halbes Jahr lang; die Dokumentation wurde von Bettina Treiber und Silvia Freudensprung-Schöll erstellt.
- Welche Künstler sind in der Mörbisch-Produktion genannt? - In der ORF-Aussendung werden Alfons Haider und Drew Sarich als abwechselnde Darsteller der Dragqueen „Zaza“ genannt; Mark Seibert steht laut Text an ihrer Seite.
- Was zeigt das Porträt über Joana Mallwitz? - Das Porträt begleitet Mallwitz über zwei Jahre und dokumentiert Stationen ihrer internationalen Karriere, ihre Rolle als Mutter und die damit verbundenen neuen Organisationsformen; Regisseur Günter Atteln begleitete sie laut ORF mit der Kamera.
- Welche zeitlichen Angaben zur Ausstrahlung gibt die ORF-Aussendung? - Die kulturMATINEE beginnt am 26. Juli 2026 um 9.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON; das Joana-Mallwitz-Porträt ist für 9.30 Uhr angesetzt, „Die Kulturwoche“ für 10.25 Uhr.
- Welche externen Chöre und Ensembles werden genannt? - Die Aussendung nennt den Philharmonia Chor Wien und den Kinderchor Gumpoldskirchner Spatzen als erstmals gemeinsam auf der Freiluftbühne singende Chöre in der „Tosca“-Produktion.
Quellen und Kontakt
Quelle der Angaben ist die ORF-Aussendung zur kulturMATINEE am 26. Juli 2026. Weiterführende Informationen und Pressematerial kündigt der ORF über seine Presseplattform an: http://presse.ORF.at