In Wien herrscht festliche Stimmung: Der Jahreswechsel steht vor der Tür, und die Wienerinnen und Wiener bereiten sich darauf vor, 2026 gebührend zu begrüßen. Eine aktuelle Studie der KMU Forschung Austria, die im Auftrag der Wirtschaftskammer Wien durchgeführt wurde, zeigt, dass 66 Prozent der Wien
In Wien herrscht festliche Stimmung: Der Jahreswechsel steht vor der Tür, und die Wienerinnen und Wiener bereiten sich darauf vor, 2026 gebührend zu begrüßen. Eine aktuelle Studie der KMU Forschung Austria, die im Auftrag der Wirtschaftskammer Wien durchgeführt wurde, zeigt, dass 66 Prozent der Wiener Bevölkerung den Jahreswechsel feiern werden. Diese Feierlaune sorgt nicht nur für gute Laune, sondern auch für einen deutlichen wirtschaftlichen Impuls im Handel. Durchschnittlich 80 Euro gibt jede Person für die Feierlichkeiten aus, was den Einzelhandel in der Hauptstadt belebt.
Margarete Gumprecht, Obfrau der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Wien, betont die Bedeutung der Tage zwischen Weihnachten und Silvester für den Handel: „Die Tage zwischen dem Stefanitag und Silvester sorgen für einen spürbaren Schub im Wiener Handel.“ Diese Tage sind nicht nur für die Silvester-Einkäufe wichtig, sondern auch für das Einlösen von Gutscheinen und Geldgeschenken, die beim Umtausch von Geschenken eine Rolle spielen. Tatsächlich werden rund 10 bis 15 Prozent des Weihnachtsgeschäfts erst in den letzten Tagen des Jahres umgesetzt.
Die Umfrage zeigt, dass 46 Prozent der Wienerinnen und Wiener die Tage zwischen dem Stefanitag und Silvester für gezielte Einkäufe nutzen. Auf den Einkaufslisten stehen vor allem Lebensmittel und Getränke, die 57 Prozent der Befragten kaufen, gefolgt von Glücksbringern und Knabbereien. Diese Produkte sind nicht nur für die Feierlichkeiten selbst wichtig, sondern auch für die traditionelle Kulinarik, die ein fester Bestandteil des Jahreswechsels ist.
„Silvester ist vor allem ein kulinarisches Fest“, erklärt Gumprecht. Der Lebensmittelhandel verzeichnet rund um die Feiertage die höchsten Umsatzspitzen des Jahres. Sekt, Champagner, Glücksbringer, Dekoration und Feinkost sind die klaren Umsatztreiber. Auch die rund 90 Wiener Vinotheken verzeichnen in dieser Phase einen wesentlichen Teil ihres Jahresgeschäfts. Knapp ein Drittel der Wienerinnen und Wiener (27 Prozent) isst zu Silvester traditionell ein bestimmtes Gericht, wie Fondue oder Raclette, die zu den beliebtesten Speisen zählen.
Die Mehrheit der Wiener (51 Prozent) feiert zu Hause im engeren Familien- oder Freundeskreis. Jeder Vierte ist zu Gast bei Freunden oder Familie, und 18 Prozent nutzen den Anlass, um außerhalb Wiens zu feiern. Der Wiener Silvesterpfad, der auch eine wichtige touristische Bedeutung hat, zieht ebenfalls viele Besucher an. Beliebte Aktivitäten sind das Anstoßen auf das neue Jahr und das Betrachten von Feuerwerken, die von 70 Prozent bzw. 59 Prozent der Befragten genannt werden.
Neujahrsvorsätze sind ein fester Bestandteil des Jahreswechsels. Etwa 38 Prozent der Wiener haben Vorsätze für 2026 gefasst, wobei die Gesundheit für die Mehrheit (54 Prozent) an erster Stelle steht. Weitere häufige Vorsätze sind mehr Zeit für sich selbst und die Familie sowie berufliche Veränderungen.
Für den letzten Tag des Jahres gelten geänderte Öffnungszeiten: Der Handel darf allgemein bis 17 Uhr, der Lebensmittelhandel bis 18 Uhr geöffnet haben. Diese Regelungen sind wichtig, um den Ansturm der letzten Einkäufe zu bewältigen und den wirtschaftlichen Nutzen zu maximieren.
Der Jahreswechsel in Wien ist nicht nur ein gesellschaftliches, sondern auch ein wirtschaftliches Ereignis von großer Bedeutung. Die Kombination aus traditioneller Kulinarik, gesellschaftlichen Ritualen und wirtschaftlichem Aufschwung macht Silvester zu einem einzigartigen Erlebnis. Für die kommenden Jahre bleibt abzuwarten, wie sich die Trends weiterentwickeln und welche neuen Impulse den Handel und die Gesellschaft prägen werden.