Eine staubige Straße am Rande von Chandigarh, einer indischen Millionenmetropole. Ein weißer Kleinbus hält zwischen notdürftig errichteten Hütten. Sofort bildet sich eine Schlange wartender Menschen – Mütter mit kranken Kindern auf dem Arm, schwangere Frauen, ältere Männer. Die Mobile Klinik der österreichischen Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt bringt medizinische Versorgung dorthin, wo staatliche Systeme oft nicht erreichbar sind.
Eine staubige Straße am Rande von Chandigarh, einer indischen Millionenmetropole. Ein weißer Kleinbus hält zwischen notdürftig errichteten Hütten. Sofort bildet sich eine Schlange wartender Menschen – Mütter mit kranken Kindern auf dem Arm, schwangere Frauen, ältere Männer. Die Mobile Klinik der österreichischen Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt bringt medizinische Versorgung dorthin, wo staatliche Systeme oft nicht erreichbar sind.
Weltweit haben laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO rund 4,5 Milliarden Menschen keinen vollständigen Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdiensten. Jährlich sterben Millionen Menschen an vermeidbaren Krankheiten, darunter besonders viele Kinder unter fünf Jahren. Frauen leiden zudem häufig unter mangelnder medizinischer Betreuung während Schwangerschaft und Geburt – mit teils lebensbedrohlichen Folgen.
„Gesundheit darf kein Privileg sein, Gesundheit ist ein Menschenrecht", betont Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt, anlässlich des Weltgesundheitstages. Die österreichische Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt unterstützt seit der Gründung im Jahr 1997 neben Straßenkinder-, Schul- und Berufsausbildungsprogrammen auch Projekte zur medizinischen Versorgung benachteiligter Menschen.
Dr. Magdalena Grießler, ehrenamtliches Vorstandsmitglied von Jugend Eine Welt und Leiterin des Gesundheitszentrums Mariazell, besuchte vor wenigen Wochen Chandigarh im Norden Indiens. Die moderne Planstadt steht für Fortschritt und Entwicklung. Doch abseits der breiten Boulevards zeigt sich eine andere Realität: In den schnell wachsenden Slums am Stadtrand leben tausende Familien unter prekären Bedingungen – ohne ausreichenden Zugang zu sauberem Wasser, gesunder Ernährung oder medizinischer Versorgung. Besonders betroffen sind Kinder und Frauen. „Viele leiden unter Mangelernährung, und fehlende Hygiene ist ein großes Problem“, berichtet Dr. Grießler. „Der Zugang zu medizinischer Versorgung ist stark eingeschränkt – oft fehlt schlicht das Geld für einen Arztbesuch.“
Gemeinsam mit den Salesianern Don Boscos, langjährige Projektpartner von Jugend Eine Welt vor Ort, setzt die österreichische Entwicklungsorganisation genau hier an. Eine Mobile Klinik fährt regelmäßig in die Slums von Chandigarh und bringt medizinische Versorgung dorthin, wo sie am dringendsten benötigt wird. Ein Team aus Arzt, Krankenschwester und Laborassistentin ist mit einem Kleinbus an 21 Stationen im Einsatz und erreicht rund 30.000 Menschen. „Kinder werden untersucht und erhalten Medikamente, schwangere Frauen betreut und ältere Menschen versorgt. Für viele ist die Mobile Klinik die erste und einzige Möglichkeit, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen", so Dr. Grießler, die das Team der Mobilen Klinik mehrere Tage vor Ort persönlich unterstützte. Die Mobile Klinik ist so ausgestattet, dass eine gewisse Basisdiagnostik, wie z. B. ein Blutbild, möglich ist.
Neben akuter Behandlung spielt Aufklärung eine zentrale Rolle. Die Teams informieren über Hygiene, gesunde Ernährung und Vorsorge. Besonders häufig diagnostiziert wird Blutarmut – eine Erkrankung, die vor allem Kinder und Schwangere betrifft und unbehandelt schwerwiegende Folgen haben kann. „Die Ausgabe von Vitaminen und gezielte Aufklärung helfen, Krankheiten vorzubeugen und langfristig die Lebensbedingungen zu verbessern“, betont Dr. Grießler.
Die Mobile Klinik in Chandigarh ist ein Beispiel dafür, wie gezielte Hilfe von Jugend Eine Welt Leben verändern kann. Doch der Bedarf ist enorm. Milliarden Menschen weltweit warten noch immer auf Zugang zu medizinischer Grundversorgung. „Mit der Mobilen Klinik bringen wir medizinische Hilfe direkt zu den Menschen – dorthin, wo staatliche Systeme oft nicht greifen. Jeder Beitrag hilft, Leben zu retten und langfristig Perspektiven zu schaffen. Es bricht mir das Herz, wenn ich eine Mutter sehe, die verzweifelt versucht, Hilfe für ihre kranke Tochter zu erhalten. Mit Ihrer Spende können wir die wichtige Arbeit vor Ort fortsetzen. Vielen Dank!", so Heiserer abschließend.
Jugend Eine Welt-Spendenkonto: AT66 3600 0000 0002 4000 | Onlinespenden unter www.jugendeinewelt.at/spenden | Spenden sind steuerlich absetzbar!