Am 19. Dezember 2025 sorgte eine Pressemitteilung der FPÖ für Aufsehen: FPÖ-Klubobmannstellvertreterin und Sozialsprecherin NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch äußerte sich kritisch zu den Managergehältern in staatsnahen Unternehmen, die kürzlich vom Rechnungshofbericht aufgedeckt wurden. Diese Gehälter,
Am 19. Dezember 2025 sorgte eine Pressemitteilung der FPÖ für Aufsehen: FPÖ-Klubobmannstellvertreterin und Sozialsprecherin NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch äußerte sich kritisch zu den Managergehältern in staatsnahen Unternehmen, die kürzlich vom Rechnungshofbericht aufgedeckt wurden. Diese Gehälter, die teils das Vielfache des Einkommens des Bundeskanzlers übersteigen, sind ein Affront gegenüber den Bürgern, die unter der Last von Inflation und Steuern leiden. Besonders betroffen sind die Österreichische Post AG und die Verbund AG, deren Vorstände Spitzenverdiener sind. Diese Entwicklung wirft Fragen nach der sozialen Gerechtigkeit und der Verantwortung der politischen Parteien auf.
Managergehälter in staatsnahen Unternehmen wie der Österreichischen Post AG und der Verbund AG stehen derzeit im Fokus der öffentlichen Debatte. Ein aktueller Rechnungshofbericht hat aufgedeckt, dass die Führungskräfte dieser Unternehmen Gehälter beziehen, die weit über dem Durchschnitt liegen. So fließen bei der Post durchschnittlich über zwei Millionen Euro pro Jahr, während beim Verbund rund 1,3 Millionen Euro gezahlt werden. Diese Zahlen sind alarmierend, insbesondere wenn man die wirtschaftliche Lage vieler Bürger betrachtet.
Staatsnahe Unternehmen sind Betriebe, die sich im Eigentum oder unter der Kontrolle des Staates befinden. Sie spielen eine wichtige Rolle in der Wirtschaft, da sie häufig in Schlüsselindustrien wie Energie, Verkehr und Kommunikation tätig sind. Diese Unternehmen sollen im Interesse der Allgemeinheit handeln, was die Diskussion über die Angemessenheit der Managergehälter besonders brisant macht.
Die Diskussion über Managergehälter ist nicht neu. Bereits in den 1990er Jahren wurden in Österreich Stimmen laut, die eine Begrenzung dieser Gehälter forderten. Mit der zunehmenden Globalisierung und dem Druck, international konkurrenzfähig zu bleiben, stiegen die Gehälter jedoch weiter an. In den letzten Jahrzehnten haben sich die Gehälter von Managern in staatsnahen Unternehmen immer weiter von den Durchschnittseinkommen der Bevölkerung entfernt. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in anderen Ländern wider, doch in Österreich ist die Kritik besonders stark, da hier der Staat als Arbeitgeber eine Vorbildfunktion einnehmen sollte.
Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass auch in Deutschland und der Schweiz die Gehälter von Managern in staatsnahen Unternehmen immer wieder für Diskussionen sorgen. In Deutschland gibt es ähnliche Kritikpunkte, wobei dort teilweise bereits Gehaltsdeckel eingeführt wurden. In der Schweiz wurde 2013 die sogenannte „Abzocker-Initiative“ angenommen, die die Gehälter von Spitzenmanagern einschränken soll. Diese Beispiele zeigen, dass Österreich nicht allein mit diesem Problem dasteht, aber auch, dass es unterschiedliche Lösungsansätze gibt.
Die hohen Managergehälter in staatsnahen Unternehmen haben direkte Auswirkungen auf die österreichische Bevölkerung. Zum einen tragen sie zur Ungleichheit bei, da die Einkommensschere weiter auseinandergeht. Zum anderen wird argumentiert, dass diese Gelder besser in die Verbesserung von Dienstleistungen oder die Senkung von Gebühren investiert werden könnten. Ein Beispiel ist die Österreichische Post AG, die in den letzten Jahren durch Postamtsschließungen und Mitarbeiterabbau aufgefallen ist. Diese Maßnahmen stehen im krassen Gegensatz zu den hohen Gehältern der Führungskräfte und führen zu Unmut in der Bevölkerung.
Der Rechnungshofbericht liefert detaillierte Zahlen, die die Diskussion untermauern. Bei der Österreichischen Post AG beträgt das durchschnittliche Jahresgehalt eines Vorstandsmitglieds über zwei Millionen Euro, während beim Verbund AG rund 1,3 Millionen Euro gezahlt werden. Im Vergleich dazu verdient der österreichische Bundeskanzler etwa 300.000 Euro pro Jahr. Diese Diskrepanz wirft Fragen nach der Angemessenheit und Fairness dieser Gehälter auf.
Die FPÖ fordert einen Gehaltsdeckel für Manager in staatsnahen Betrieben, der sich am Gehalt des Bundeskanzlers orientieren soll. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, das Vertrauen der Bevölkerung in die staatlichen Institutionen wiederherzustellen und sicherzustellen, dass die Mittel effizient und im Interesse der Allgemeinheit eingesetzt werden. Experten sind sich uneinig über die Wirksamkeit eines solchen Gehaltsdeckels, doch er könnte ein erster Schritt in Richtung mehr Transparenz und Gerechtigkeit sein.
Die Diskussion über die Managergehälter in staatsnahen Unternehmen ist ein komplexes Thema, das viele Fragen aufwirft. Während die Gehälter von Führungskräften in diesen Betrieben weiter steigen, leiden viele Bürger unter wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Ein Gehaltsdeckel könnte eine Möglichkeit sein, diese Ungleichheit zu verringern und das Vertrauen in die staatlichen Institutionen zu stärken. Es bleibt abzuwarten, welche Maßnahmen die Politik ergreifen wird, um dieser Herausforderung zu begegnen. Weitere Informationen finden Sie in unseren thematisch verwandten Artikeln.