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Politik

Lisa Rakos führt das Österreichische Hebammengremium

19. Dezember 2025 um 13:44
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Am 19. Dezember 2025 wurde Lisa Rakos, MSc, zur neuen Präsidentin des Österreichischen Hebammengremiums (ÖHG) gewählt. Diese Wahl markiert einen bedeutenden Schritt in der berufspolitischen Entwicklung der rund 3.000 Hebammen in Österreich. Rakos übernimmt die Führung in einer Zeit, in der die Rolle

Am 19. Dezember 2025 wurde Lisa Rakos, MSc, zur neuen Präsidentin des Österreichischen Hebammengremiums (ÖHG) gewählt. Diese Wahl markiert einen bedeutenden Schritt in der berufspolitischen Entwicklung der rund 3.000 Hebammen in Österreich. Rakos übernimmt die Führung in einer Zeit, in der die Rolle der Hebammen in der Gesundheitsversorgung zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Die Bedeutung der Hebammenarbeit in Österreich

Hebammen sind Fachkräfte, die Frauen während der Schwangerschaft, Geburt und im Wochenbett betreuen. Ihre Arbeit ist essenziell für die Gesundheit von Mutter und Kind. In Österreich sind Hebammen gesetzlich anerkannte Gesundheitsberufe, deren Ausbildung und Praxis durch das Hebammengesetz geregelt sind. Die Rolle der Hebammen hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt, insbesondere im Hinblick auf die evidenzbasierte Praxis und die Qualitätssicherung in der Geburtshilfe.

Historische Entwicklung der Hebammenarbeit

Die Geschichte der Hebammenarbeit in Österreich reicht weit zurück. Bereits im Mittelalter waren Hebammen in den Gemeinden tätig, jedoch oft ohne formale Ausbildung. Erst im 18. Jahrhundert wurden erste Ausbildungsstätten gegründet, um die Qualität der Geburtshilfe zu verbessern. Seitdem hat sich der Beruf kontinuierlich professionalisiert. Heute sind Hebammen nicht nur in Krankenhäusern, sondern auch in der Hausgeburtshilfe und in freiberuflicher Praxis tätig.

Vergleich mit Deutschland und der Schweiz

Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz ist die Hebammenarbeit in Österreich ähnlich strukturiert. In allen drei Ländern sind Hebammen wichtige Akteure im Gesundheitssystem. Während in Deutschland die Diskussion um die Haftpflichtversicherung für Hebammen immer wieder zu Unsicherheiten führt, ist in Österreich die Berufshaftpflicht ein Teil der beruflichen Absicherung. Die Schweiz hingegen setzt stark auf die Integration von Hebammen in die interdisziplinäre Versorgung.

Konkrete Auswirkungen auf die Bürger

Die Arbeit der Hebammen hat direkte Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Ein Beispiel ist die flächendeckende 1:1-Betreuung unter der Geburt, die sicherstellt, dass jede Gebärende individuell begleitet wird. Diese Maßnahme trägt zur Sicherheit und zum Wohlbefinden der Mütter bei. Zudem fördert das verpflichtende Hebammengespräch im elektronischen Eltern-Kind-Pass (e-EKP) die frühzeitige Gesundheitsvorsorge.

Zahlen & Fakten: Die Hebammenlandschaft in Österreich

In Österreich gibt es rund 3.000 Hebammen, die sowohl angestellt als auch freiberuflich tätig sind. Die Nachfrage nach Hebammenleistungen ist in den letzten Jahren gestiegen, was auf das wachsende Bewusstsein für die Bedeutung der Hebammenarbeit zurückzuführen ist. Statistiken zeigen, dass die Zufriedenheit der Mütter mit der Betreuung durch Hebammen hoch ist, was die Wichtigkeit dieser Berufsgruppe unterstreicht.

Zukunftsperspektiven unter der Führung von Lisa Rakos

Lisa Rakos plant, die berufspolitischen Interessen der Hebammen weiter zu stärken. Sie setzt sich für die Integration der Hebammenexpertise in gesundheitspolitische Entscheidungsprozesse ein. Zudem möchte sie die Ausbildungs- und Kompetenzprofile der Hebammen ausbauen, um den Beruf attraktiver zu gestalten. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Agenda ist die Verankerung von Frauengesundheit als gesundheitspolitische Priorität.

Zusammenarbeit und strategische Ausrichtung

Die Zusammenarbeit mit politischen Entscheidungsträgern, Bildungsinstitutionen und dem Gesundheitswesen ist ein zentraler Bestandteil der Strategie von Rakos. Sie betont die Notwendigkeit eines multidisziplinären Dialogs, um die Versorgung rund um Schwangerschaft, Geburt und Elternschaft nachhaltig zu sichern. Durch ihre fachliche Expertise und ihr Engagement für Frauengesundheit soll die strategische Ausrichtung des ÖHG als Kammer weiter gestärkt werden.

Das neue Präsidium des ÖHG unter der Leitung von Lisa Rakos und Stefanie Winkler ist überzeugt, dass wichtige Impulse für die Zukunft des Berufsstandes gesetzt werden können. Gemeinsam möchten sie die Rolle der Hebammen im Gesundheitssystem klar positionieren und die Qualität der geburtshilflichen Versorgung nachhaltig sichern.

Mehr Informationen über das Österreichische Hebammengremium und die Arbeit der Hebammen finden Sie auf der Website des ÖHG unter www.hebammen.at.

Schlagworte

#Frauengesundheit#Geburt#Gesundheitspolitik#Gesundheitssystem#Hebammenarbeit#Hebammenausbildung#Lisa Rakos#Österreichisches Hebammengremium#Schwangerschaft#Wochenbett

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