Die Verhandlungen um den Kollektivvertrag für Österreichs Erwachsenenbildungssektor sind in einer kritischen Phase angelangt. Nach vier erfolglosen Verhandlungsrunden stehen 10.000 Beschäftigte der...
Die Verhandlungen um den Kollektivvertrag für Österreichs Erwachsenenbildungssektor sind in einer kritischen Phase angelangt. Nach vier erfolglosen Verhandlungsrunden stehen 10.000 Beschäftigte der Branche vor einer ungewissen Zukunft, während Arbeitgeber und Gewerkschaft um angemessene Gehaltssteigerungen ringen. Das aktuelle Angebot von lediglich 2,2 Prozent Gehaltserhöhung sorgt für erheblichen Unmut in der Belegschaft.
Die Gewerkschaft GPA und Verhandlungsleiter Senad Lacevic haben die Verhandlungen geführt. In der OTS erklärt Lacevic, dass das Engagement der Beschäftigten in den Betrieben Bewegung in die Verhandlungen gebracht habe, gleichzeitig aber weiterhin von einer fairen Abgeltung der Leistung nicht die Rede sein könne. Er fordert ein verbessertes Angebot.
Bereits im Vorfeld der vierten Verhandlungsrunde fanden in den Betrieben der Branche zahlreiche Aktionen statt. Laut OTS führte dieser Einsatz zu konkreten Fortschritten im Bereich des Rahmenrechts, auch wenn die Gehaltsverhandlungen noch nicht zum gewünschten Ergebnis geführt haben.
In der vierten Verhandlungsrunde für die rund 10.000 Beschäftigten der Erwachsenenbildung kam es erneut zu keiner Einigung. Das Angebot zur Erhöhung der Gehälter beläuft sich auf 2,2 Prozent und wird von der Gewerkschaft weiterhin als unzureichend bewertet.
Die Betriebsrät:innen der Branche werden am 21. April bei einer österreichweiten Konferenz über den aktuellen Verhandlungsstand informiert und weitere Maßnahmen diskutiert. Die fünfte Verhandlungsrunde findet am 28. April statt.