Die Art, wie junge Menschen in Österreich nach Informationen suchen, durchlebt gerade eine Veränderung. Der Jugendinformationsmonitor 2026 der Österreichischen Jugendinfos dokumentiert Verschiebungen zugunsten KI-basierter Suchanwendungen.
Der Jugendinformationsmonitor 2026 der Österreichischen Jugendinfos zeigt: Die Art und Weise, wie junge Menschen nach Informationen suchen, verändert sich derzeit grundlegend. Junge Menschen erwarten heute sofort nutzbare Antworten statt langer Ergebnislisten. Die klassische (Google) Suche bekommt dabei zunehmend Konkurrenz durch KI-basierte Suchanwendungen und verliert an Stellenwert.
Der Jugendinformationsmonitor 2026, für den mehr als 1.000 junge Menschen befragt wurden, zeigt: Betrachtet man alle KI-basierten Suchmöglichkeiten zusammen, nutzen fast 9 von 10 KI-basierte Suchanwendungen. Damit gewinnen KI-basierte Suchmöglichkeiten deutlich an Bedeutung im Vergleich zur klassischen Suche.
"Ein zentraler Grund liegt in der Geschwindigkeit und Effektivität: KI liefert Antworten, die direkt weiterverwendet werden können – ohne lange selbst die wirklich passende Information zusammensuchen zu müssen", erklärt Aleksandar Prvulović, Geschäftsführer bei den Österreichischen Jugendinfos.
Die Befragung und ergänzende Fokusgruppen zeigen Unterschiede nach Alter. Jugendforscher Manfred Zentner von Social Identity Research hebt dazu hervor:
Die Ergebnisse zeigen zudem, dass Jugendliche ihre Fragen an KI-Systeme zunehmend in ganzen Sätzen formulieren – ähnlich wie in einem Gespräch.
KI wird vor allem für praktische Aufgaben eingesetzt, etwa für schulische Anwendungen wie Zusammenfassungen, Erklärungen oder Präsentationen, aber auch für Alltagsfragen. Die qualitativen Ergebnisse zeigen, dass Jugendliche KI-Tools im Alltag nutzen und dabei unterschiedliche Strategien im Umgang mit Informationen anwenden – etwa durch ergänzende Recherche oder den Rückgriff auf andere Informationsquellen.
Die Ergebnisse machen deutlich: Medienkompetenz wird im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz zur Schlüsselkompetenz.
Die Jugendinfos sind die österreichischen Fachstellen für jugendgerechte Informationsaufbereitung und -vermittlung. Sie bieten kostenlose Erstberatungen und Publikationen zu jugendrelevanten Themen. Als eine weitere Hauptaufgabe sehen es die Jugendinfos an, die KI- & generelle Medienkompetenz von jungen Menschen zu fördern und führen hierzu Schulworkshops und weitere Aktivitäten durch. 2025 haben die Jugendinfos rund 150.000 Anfragen bearbeitet. Zusätzlich wurden die Online-Angebote ca. 4,3 Millionen Mal genutzt und über 260.000 Publikationen verteilt. Weitere Informationen zu den Tätigkeiten und zur Wirkung der Österreichischen Jugendinfos finden sich auf www.jugendinfo.at.