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Kärnten wird zur Rad-Destination Nummer 1: 43% aller Urlauber steigen aufs Bike

8. April 2026 um 11:37
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Eine bemerkenswerte Entwicklung zeichnet sich in Österreichs südlichstem Bundesland ab: Die jüngste T-MONA-Gästebefragung zeigt, dass 43 Prozent der Kärnten-Urlauber das Rad nutzen – ein deutlicher Anstieg gegenüber 32 Prozent im Jahr 2019.

Die aktuelle T-MONA-Gästebefragung zeigt: Bereits 43 Prozent der Kärnten-Urlauberinnen und -Urlauber nutzen das Rad – ein deutlicher Anstieg gegenüber 32 Prozent im Jahr 2019. Damit liegt Kärnten über dem Österreichschnitt von 31 Prozent. Radfahren zählt neben Baden und Wandern zu den drei wichtigsten sportlichen Sommeraktivitäten.

Besonders gefragt sind Touren auf eigenständigen Radwegen (28 Prozent), gefolgt von E-Bike-Angeboten (16 Prozent) und Mountainbike-Strecken (10 Prozent). Laut T-MONA-Studie gilt die Zielgruppe als kaufkräftig, bleibt überdurchschnittlich lange und wählt ihre Destination gezielt nach Landschaft, Radinfrastruktur und kulinarischem Angebot.

Mit einer Zufriedenheit von 2,04 (nach Schulnotensystem) liegt Kärnten bei der Infrastrukturbewertung unter dem Österreichschnitt von 1,91. Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig sieht darin einen Auftrag, den Kärnten mit dem eingeschlagenen Weg der Tourismusreform angeht: „Der Erfolg unserer radtouristischen Angebote unterstreicht, dass Kärnten hier großes Potenzial hat. Dabei sind Events quasi die Kür, die Pflicht ist aber eine zeitgemäße Radinfrastruktur. An beidem arbeiten wir von Landesseite.“ So werden 6 Millionen Euro jährlich ins überregionale Radnetz investiert, während über das Tourismusreferat Raderlebnisprojekte unterstützt werden. „Durch die Tourismusreform werden künftig zusätzliche Mittel dafür bereitstehen, um für weitere Impulse für den Radtourismus in Kärnten zu sorgen“, unterstreicht Schuschnig. Auch im heurigen Jahr habe man wieder ein vielfältiges Angebot geschaffen, „dass für die Betriebe wichtige Buchungen in der Vor- und Nachsaison ermöglicht.

Neue Angebote: Mobilität, Erlebnis und Qualität

Im Zentrum der Weiterentwicklung stehen Angebote, die gezielt auf langfristige Trends und veränderte Mobilitäts- und Erlebnisbedürfnisse eingehen.

Mit „Gravel Carinthia“ entsteht ein neues Leitprodukt, das sportliche Aktivität, Naturerlebnis und kulturelle Entdeckungen vereint. Gemeinsam mit sieben Regionen hat die Kärnten Werbung ein Routennetz von rund 1.800 Kilometern mit 24 Touren sowie drei Transitstrecken entwickelt. Charakteristisch ist ein Schotteranteil von mindestens 50 Prozent pro Strecke.

Ergänzt wird das Angebot durch eigens entwickeltes Storytelling. Mit einem Fokus auf „Lost Places“ und „Soul Places“ führt Gravel Carinthia seine Gäste zu geheimnisvollen, oft schwer zugänglichen Orten. Alle Touren sind miteinander vernetzt und führen zu sogenannten Community Points – zentralen Treffpunkten entlang der Strecken, die dem Austausch, der Orientierung sowie der kurzen Rast dienen und häufig mit Infrastruktur wie Gastronomie, Serviceangeboten oder Informationsmöglichkeiten ausgestattet sind.

https://www.gravelcarinthia.cc/

Mit dem von der Kärnten Werbung entwickelten Angebot „Rail, Rent & Bike“ wird die Kombination aus öffentlicher Anreise und Radnutzung erleichtert. Entlang der neuen Koralmbahn sowie der S-Bahn-Linien stehen rund 25 Verleihstationen zur Verfügung – direkt an oder in unmittelbarer Nähe von Bahnhöfen. Räder können flexibel ausgeliehen und an denselben, oft auch an anderen Stationen retourniert werden. Das ermöglicht sowohl Rundtouren als auch Streckenfahrten.

Meridiem Trail

Neben dem Drauradweg, der Kärnten Seenschleife und dem Alpe-Adria-Radweg ist der „Meridiem Trail“ ein neues überregionales Radangebot für Trekking-Biker und Genuss-Radler. Die Route führt von Wien bis Villach und verläuft teilweise über Ungarn und Slowenien. Kärnten übernimmt dabei eine Vorreiterrolle als erstes Bundesland mit durchgehender Beschilderung. Projektträger sind die beteiligten Kärntner Regionen– Südkärnten, Klagenfurt, Wörthersee und Villach, die den Trail in Kärnten ins Leben gerufen haben.

https://meridiemtrail.com/

Für Klaus Ehrenbrandtner, Geschäftsführer der Kärnten Werbung, liegt die Stärke in der Kombination aus abwechslungsreichen Radrouten, Infrastruktur und Veranstaltungen für die wichtigsten Zielgruppen im Radtourismus: „Wir sehen einen dynamisch wachsenden Radmarkt – und geben darauf die passenden Antworten mit neuen Angeboten und gezielter Vermarktung. ‚Rail, Rent & Bike‘ greift das veränderte Mobilitätsverhalten unserer Gäste auf und nutzt die Chancen der Koralmbahn. Mit ‚Gravel Carinthia‘ bedienen wir einen zentralen Trend im Radsport, während wir gleichzeitig auf die erfolgreiche Entwicklung im Mountainbike-Bereich aufbauen. So positionieren wir Kärnten als moderne und vielseitige Raddestination – mit klimatisch begünstigter langer Saison und einer einzigartigen Routenvielfalt.“

Mountainbike-Kompetenz weiter ausgebaut

Im Mountainbike-Bereich (MTB) hat sich Kärnten in den vergangenen 15 Jahren weiterentwickelt. Rund 3.600 Kilometer an legalen Routen und Trails wurden geschaffen und vertraglich abgesichert. Mehr als 100 Trails in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden bieten ein breites Angebot für Einsteiger bis Profis.

Mit den Flowtrails in Bad Kleinkirchheim und auf der Petzen verfügt Kärnten über zwei der längsten MTB-Trails in Europa. Weitere Flowtrails und weitläufige Tourennetze befinden sich auf der Turracher Höhe, am Nassfeld und am Weissensee. Die Initiative lake.bike bietet ein Netz mit über 45 Trails rund um die beiden Trailcenter am Ossiacher See und am Faaker See. In Südkärnten gibt es zudem eine sieben Kilometer lange Stollen-Fahrt. Auch in Klagenfurt wird das Angebot laufend erweitert – am Falkenberg wurden kürzlich fünf neue Trails eröffnet.

Veranstaltungen als Impulsgeber

Veranstaltungen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Positionierung Kärntens als Raddestination. Der Kärntner Radfrühling startet mit Gravel Wörthersee, einem international besetzten Rennen mit rund 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Das Event findet bereits zum dritten Mal statt und ist Teil der UCI Gravel World Series. Die Velovista folgt mit einer mehrtägigen Genuss-Radveranstaltung entlang der Kärntner Seenschleife.

Vom 25. April bis 3. Mai folgt mit der Velovista bereits zum 2. Mal eine mehrtägige Genuss-Radveranstaltung entlang der Kärntner Seenschleife. Dabei erkunden Radbegeisterte bei geführten Touren die Regionen Wörthersee/Rosental, Klagenfurt und Faaker See/Ossiacher See sowie das Dreiländereck. Ausgewählte Straßenabschnitte sind im Rahmen der autofreien Tage am Wörthersee und Ossiachersee für Radfahrer geöffnet. Die Velovista ist ein von der Kärnten Werbung konzipiertes Kooperationsprojekt mit dem Land Kärnten und drei Tourismusregionen.

Für Peter Peschel, Geschäftsführer der Region Wörthersee-Rosental, zeigt sich gerade im Eventbereich die strategische Bedeutung: „Radevents, wie das UCI Gravelrace sind wichtige Highlights, um das strategische Geschäftsfeld Rad über unsere Grenzen sichtbar zu machen. Wichtig ist es jedoch kontinuierlich am Angebot, den Produkten und der Qualität der Events zu feilen, um die Zielgruppen nicht zu enttäuschen, sondern vielmehr positiv zu überraschen.“

Mit dem Radfrühling fällt der Startschuss für die Radsaison. Was folgt, ist ein vielfältiger Veranstaltungskalender, der sich von den ersten warmen Tagen bis weit in den Herbst spannt:

Veranstaltungskalender Rad 2026 (Auswahl):

  • Gravel Wörthersee – 12. April 2026
  • Velovista Radopening – 25. April bis 3. Mai 2026
  • Weissensee Downhill – 14.–17. Mai 2026
  • Grady’s Gravel Queens (Weissensee) – 28.–31. Mai 2026
  • Kärnten Radmarathon Bad Kleinkirchheim – 7. Juni 2026
  • Fuga300 (Großglockner–Adria) – 19.–21. Juni 2026
  • Tour of Austria (Etappe Kärnten) – 9. Juli 2026
  • Rosa200 Gravel (Mittelkärnten) – 12. September 2026
  • Carinthia200 – 20. September 2026
  • Bucketride Festival (Region Villach) – 24.–27. September 2026

Infos zu den Veranstaltungen finden Sie hier: https://www.kaernten.at/rad/veranstaltungen/

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