Die JUNOS, die Jugendorganisation der NEOS, haben am 7. Januar 2026 ein umfassendes Fitnessprogramm für den österreichischen Staat gefordert. Im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien betonten sie die Notwendigkeit eines radikalen Umdenkens in der Verwaltung, um die Chancen für junge Menschen zu verbe
Die JUNOS, die Jugendorganisation der NEOS, haben am 7. Januar 2026 ein umfassendes Fitnessprogramm für den österreichischen Staat gefordert. Im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien betonten sie die Notwendigkeit eines radikalen Umdenkens in der Verwaltung, um die Chancen für junge Menschen zu verbessern. Seit Jahren, so die JUNOS, seien die staatlichen Strukturen kontinuierlich aufgebläht worden, was zu einem ineffizienten System geführt habe. Ein klarer Einschnitt ist notwendig, um den Staat schlanker und effizienter zu gestalten.
Die JUNOS fordern eine drastische Reduzierung des Personals in der Verwaltung. Dieser Schritt sei unerlässlich, um die Staatsausgaben zu senken und den Fokus auf die wesentlichen Aufgaben des Staates zu lenken. Der Begriff 'Personalbremse' beschreibt dabei die gezielte Verlangsamung oder den Stopp von Neueinstellungen im öffentlichen Dienst. Dies soll helfen, die Staatsquote, also den Anteil der Staatsausgaben am Bruttoinlandsprodukt, zu senken. Aktuell liegt diese auf einem Rekordniveau, was die JUNOS als alarmierend betrachten.
Die Staatsquote in Österreich hat in den letzten Jahrzehnten eine stetige Aufwärtsentwicklung durchlaufen. In den 1970er Jahren lag sie bei etwa 35 Prozent, stieg jedoch kontinuierlich an und erreichte in den letzten Jahren Werte von über 50 Prozent. Diese Entwicklung ist auf eine Vielzahl von Faktoren zurückzuführen, darunter die Ausweitung sozialer Sicherungssysteme, die Erhöhung der Staatsausgaben für Bildung und Infrastruktur sowie die steigenden Kosten für die Verwaltung. Ein Vergleich mit Ländern wie Deutschland und der Schweiz zeigt, dass diese zwar ebenfalls hohe Staatsquoten aufweisen, jedoch in der Regel effizientere Verwaltungsstrukturen haben.
In Deutschland liegt die Staatsquote ähnlich hoch, jedoch wird dort verstärkt auf Effizienzsteigerung in der Verwaltung gesetzt. Die Schweiz hingegen hat traditionell eine niedrigere Staatsquote, was auf eine schlankere Verwaltung und weniger staatliche Interventionen zurückzuführen ist. Österreich könnte von diesen Modellen lernen, indem es die Verwaltung effizienter gestaltet und unnötige Bürokratie abbaut.
Die JUNOS betonen, dass ein aufgeblähter Staat nicht nur ineffizient, sondern auch kostspielig ist. Dies belastet die Bürger:innen durch höhere Steuern und Abgaben. Ein schlanker Staat könnte hingegen dazu beitragen, die Steuerlast zu senken und den Menschen mehr Geld in der eigenen Tasche zu lassen. Ein Beispiel hierfür wäre die Reduzierung von Förderapparaten, die oft ineffizient arbeiten und hohe Verwaltungskosten verursachen.
Statistiken zeigen, dass Österreich im europäischen Vergleich eine der höchsten Staatsquoten aufweist. Die Verwaltungsausgaben sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen, was zu einer Belastung des Staatshaushalts führt. Laut einer Studie der OECD sind die Verwaltungskosten in Österreich um etwa 15 Prozent höher als im EU-Durchschnitt. Dies zeigt, dass dringender Handlungsbedarf besteht, um die Effizienz zu steigern und die Kosten zu senken.
Die JUNOS sehen in der Digitalisierung eine Schlüsselrolle für die Zukunft. Durch den Einsatz moderner Technologien könnte die Verwaltung effizienter gestaltet werden, was langfristig zu Kosteneinsparungen führen würde. Die Bundesregierung hat bereits angekündigt, bis 2030 insgesamt 540 Millionen Euro in der öffentlichen Verwaltung einzusparen und 20 Prozent dieses Volumens in die Digitalisierung zu investieren. Dies ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, reicht jedoch laut den JUNOS nicht aus. Sie fordern weitere Reformen, insbesondere im Bereich der Pensionen und der Parteienförderung.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Forderungen der JUNOS nach einem Fitnessprogramm für den Staat eine dringende Notwendigkeit darstellen. Ein schlanker und effizienter Staat könnte nicht nur die Steuerlast für die Bürger:innen senken, sondern auch die Chancen für die junge Generation verbessern. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die politischen Entscheidungsträger bereit sind, die notwendigen Schritte zu unternehmen. Die JUNOS jedenfalls haben angekündigt, konkrete Reformvorschläge vorzulegen, um den Staat zukunftsfähig zu machen. Bleiben Sie dran für weitere Updates zu diesem wichtigen Thema.