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Güngörs Fehldiagnosen: Neue Etiketten für Türkeistämmige

29. Mai 2026
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Der Standard veröffentlichte am 23. Mai 2026 einen Beitrag über die von Kenan Doğan Güngör geleitete Wiener Migrantenstudie – der Artikel steht hinter einer Bezahlschranke.

Der Standard veröffentlichte am 23. Mai 2026 den Beitrag „Valide oder wertlos? Warum die Wiener Migrantenstudie für Streit sorgt“ über die von Kenan Doğan Güngör geleitete Wiener Migrantenstudie hinter einer Bezahlschranke.

Kritik an wissenschaftlicher Belastbarkeit und Repräsentativität

Der Beitrag ist ausschließlich gegen Bezahlung zugänglich, obwohl darin zentrale Fragen zur wissenschaftlichen Belastbarkeit, Repräsentativität und Aussagekraft der Studie teilweise äußerst kritisch diskutiert werden. Bemerkenswert ist dabei, dass mehrere der von DER STANDARD selbst befragten Fachleute Einwände formulierten, die die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) bereits zehn Tage zuvor öffentlich dokumentiert hatte. Die TKG hatte schon damals darauf hingewiesen, dass erhebliche methodische und wissenschaftliche Fragen offen geblieben sind.

Begriffe und Pauschalisierungen

Aus Sicht der TKG geht die Problematik jedoch weit über Fragen der Repräsentativität, Methodik oder wissenschaftlichen Belastbarkeit einer einzelnen Studie hinaus. Die eigentliche Debatte beginnt dort, wo sehr unterschiedliche Menschen mit Wurzeln in der Türkei sowie Musliminnen und Muslime ungeachtet ihrer individuellen Lebenswege, sozialen Herkunft, politischen Überzeugungen, Bildungsbiografien und religiösen Praxis über Jahre hinweg immer wieder Gegenstand pauschaler gesellschaftlicher Diagnosen, Zuschreibungen und Deutungsmuster werden. Die Begriffe wechseln, die Diagnosen wechseln, die Etiketten wechseln – die betroffenen Menschen bleiben dieselben.

Inhalte des TKG-Dossiers

Die TKG hat diese Entwicklung, ihre Hintergründe, Widersprüche und gesellschaftlichen Folgen in einem ausführlichen Dossier dokumentiert. Untersucht werden unter anderem die Wiener Migrantenstudie, die von Kenan Güngör verwendeten Begriffe wie „Repräsentativitätsnähe“ und „Daumen mal Pi“, die Kritik mehrerer von Der Standard selbst befragter Fachleute sowie die Frage, inwieweit aus methodisch umstrittenen Datengrundlagen weitreichende Schlussfolgerungen über muslimische Jugendliche, Menschen mit Migrationsgeschichte und ganze Bevölkerungsgruppen gezogen werden können.

Ziel des Dossiers

Das Dossier versteht sich als Beitrag zu einer offenen Debatte über Wissenschaft, Medienverantwortung, Integration, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Verantwortung jener Personen und Institutionen, die mit wissenschaftlichem Anspruch öffentliche Diagnosen über ganze Bevölkerungsgruppen formulieren.

Den vollständigen Beitrag können Sie hier lesen: Von den „etablierten Außenseitern“ zur „Arabisierung“: Kenan Güngör, die Wiener Migrantenstudie und offene Fragen an Medien, Politik und Wissenschaft.

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