Ein Besuch hoher Politiker auf einer bedeutenden Baustelle, aber die betroffenen Gemeinden bleiben außen vor: Was in Gries am Brenner am 11. März 2026 geschah, sorgt für heftige Kritik am politisch...
Ein Besuch hoher Politiker auf einer bedeutenden Baustelle, aber die betroffenen Gemeinden bleiben außen vor: Was in Gries am Brenner am 11. März 2026 geschah, sorgt für heftige Kritik am politischen Umgang mit den Transitgemeinden im Wipptal. Bundesminister Hanke war am 11.03.2026 zu Besuch in Tirol und besuchte gemeinsam mit Verkehrslandesrat Zumtobel die Baustelle Luegbrücke in Gries am Brenner. Der Besuch erfolgte offenbar, ohne die örtlichen Mandatsträger zu informieren; laut OTS wurde nicht einmal der zuständige Bürgermeister über den Besuch informiert.
In früheren Zeiten war es üblich, dass bei einem Besuch einer großen Baustelle auch die zuständige Gemeinde informiert und zu einem Gespräch geladen wurde. Laut OTS zeigte sich beim Besuch offenbar kein Interesse seitens des Tiroler Verkehrslandesrats, weshalb der Besuch der Baustelle als Geheimmission beschrieben wurde. Bürgermeister Karl Mühlsteiger aus Gries am Brenner äußert in der OTS Kritik und vermutet, dass Gespräche mit den Betroffenen offenbar vermieden werden sollten.
Bürgermeister Mühlsteiger macht deutlich, dass es bei der angekündigten Kundgebung auch und vor allem um die Reduktion des Transitverkehrs und um die Beibehaltung des Wochenend- und Nachtfahrverbots geht und somit um die Gesundheit der Bevölkerung im Wipptal, auch wenn BM Hanke und LR Zumtobel ganz andere Prioritäten zu haben scheinen. Mühlsteiger wird in der OTS zudem mit der Vermutung zitiert, Verkehrsverantwortliche könnten die Situation mit fehlender Zulaufstrecke in Bayern und verspäteter Fertigstellung des BBT mit gewissem Wohlwollen sehen, weil dadurch der Straßenverkehr über den Brenner steigen und zu mehr Mauteinnahmen führen werde.
Die OTS berichtet, dass Michael Eller, Obmann des Tourismusverbandes Wipptal, öffentlich meinte, die angemeldete Kundgebung schade dem Tourismus im Wipptal. In der OTS wird außerdem festgestellt, dass Obmann Eller Pfingsten mit dem Datum der Kundgebung verwechselt habe; die Kundgebung wurde bewusst später angesetzt, eine Woche später am Samstag, den 30. Mai.
Die OTS schließt mit der Feststellung, dass es enttäuschend sei, dass es seitens der hohen Politik keine Nähe zur eigenen Bevölkerung mehr gebe.