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Chronik

Gefährlicher Genuss: Warum Alkohol in der Schwangerschaft tabu sein muss!

8. September 2025 um 06:40
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Die Nachricht schlägt ein wie eine Bombe: Alkohol während der Schwangerschaft ist ein absolutes No-Go! Doch warum ist das so und was hat es mit den drastischen Warnungen auf sich? Am 8. September 2025 veröffentlichte aktion leben österreich eine eindringliche Pressemitteilung, die werdende Mütter un

Die Nachricht schlägt ein wie eine Bombe: Alkohol während der Schwangerschaft ist ein absolutes No-Go! Doch warum ist das so und was hat es mit den drastischen Warnungen auf sich? Am 8. September 2025 veröffentlichte aktion leben österreich eine eindringliche Pressemitteilung, die werdende Mütter und Väter zum Umdenken bewegen soll.

Alkohol: Ein unsichtbares Nervengift

„Es ist nicht leicht, von einem Tag auf den anderen auf Alkohol zu verzichten. Das Genuss-Glaserl gehört für viele zu einem guten Essen dazu. Klar ist aber, dass Alkohol in der Schwangerschaft vermieden werden sollte“, betont Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin von aktion leben österreich. Alkohol, so erklärt sie, ist ein Nervengift, das die Zellteilung stört und insbesondere die Gehirnentwicklung beeinträchtigt.

Was bedeutet Nervengift?

Ein Nervengift ist eine Substanz, die die Funktion von Nervenzellen beeinträchtigt. Diese Zellen sind für die Übertragung von Signalen im Körper verantwortlich. Wird diese Funktion gestört, können bleibende, irreversible Schäden die Folge sein, und zwar in jeder Phase der Schwangerschaft.

Die unsichtbare Gefahr: Alkohol in der Schwangerschaft

Alkohol kann die Plazentaschranke durchdringen, das bedeutet, dass Mutter und Kind schnell den gleichen Alkoholpegel haben. Die Mutter baut den Alkohol viel schneller ab als der Embryo oder Fetus. Ein Embryo hat keine und ein Fetus nur geringe eigene Möglichkeiten zum Abbau von Alkohol, da die dafür notwendigen Enzyme nur begrenzt vorhanden sind. Der Fötus reagiert mit Abwehrhaltung, verlangsamt den Herzschlag und zieht den Beckenboden an.

Warum ist das Abbauproblem so kritisch?

Der menschliche Körper nutzt Enzyme, um Alkohol abzubauen. Diese Enzyme sind bei einem Fötus nur in sehr geringem Maße vorhanden, was bedeutet, dass der Alkohol länger im Körper des ungeborenen Kindes verbleibt und somit mehr Schaden anrichten kann.

Nein sagen will geübt sein

Ein großes Problem, mit dem viele schwangere Frauen konfrontiert sind, ist der soziale Druck, Alkohol zu konsumieren. „Schwangeren Frauen wird es zum Teil nicht leicht gemacht, nichts zu trinken. Was sage ich, warum ich nichts trinke, ohne zu verraten, dass ich schwanger bin, kann zum Beispiel ein Thema sein. Nein sagen ist schwer, wenn man nicht vorbereitet ist und bedrängt wird“, erklärt Kronthaler.

  • Strategie 1: Vorbereitung ist alles. Überlegen Sie sich im Vorfeld, wie Sie auf Fragen reagieren wollen.
  • Strategie 2: Nutzen Sie Alternativen. Bestellen Sie ein alkoholfreies Getränk, das optisch einem Cocktail ähnelt.
  • Strategie 3: Ehrlichkeit ist der beste Weg. Wenn Sie sich wohlfühlen, teilen Sie Ihre Schwangerschaft mit und erklären Sie, warum Sie auf Alkohol verzichten.

Wissen und Verzicht: Die beste Prävention

Das bedeutendste sei jedoch, dass die Auswirkungen von Alkohol ernst genommen werden: „Eltern wollen das Beste für ihr Kind. Niemand will sein Kind vorsätzlich schädigen. Deshalb ist der Verzicht auf Alkohol in der Schwangerschaft die beste Prävention, um jedes Risiko auszuschließen.“ aktion leben weist daher auch in seinen Workshops zum Lebensbeginn auf die Bedeutung des Alkoholverzichts hin.

Workshops als Aufklärungsmittel

In diesen Workshops wird werdenden Eltern nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Unterstützung angeboten, um den sozialen Druck zu bewältigen und die besten Entscheidungen für ihr ungeborenes Kind zu treffen.

Beratung als Schlüssel zum Erfolg

aktion leben bietet kostenlose, professionelle und qualitätsgesicherte Beratung für schwangere Frauen und werdende Eltern in Präsenz, per Telefon oder Video-Telefonie aus ganz Österreich. Sozialrechtliche und psychologische Beratung, Konfliktberatung, Paarberatung, Bindungsförderung in der Schwangerschaft und praktische Hilfe sind Schwerpunkt der Beratung.

Ein Blick auf die Geschichte: Alkohol und Schwangerschaft

Historisch gesehen war das Bewusstsein für die Gefahren des Alkoholkonsums während der Schwangerschaft nicht immer so hoch. In vielen Kulturen war es üblich, dass Frauen während der Schwangerschaft weiterhin Alkohol tranken. Erst mit der modernen Medizin und zahlreichen Studien wurden die schädlichen Auswirkungen erkannt.

Ein Vergleich mit anderen Ländern

In Ländern wie den USA und Kanada gibt es strikte Richtlinien und Aufklärungskampagnen, die Frauen über die Gefahren des Alkoholkonsums während der Schwangerschaft informieren. In Österreich und anderen europäischen Ländern wird dieses Bewusstsein ebenfalls zunehmend gefördert, jedoch gibt es immer noch kulturelle Unterschiede in der Wahrnehmung und Umsetzung.

Zukunftsausblick: Was kommt als Nächstes?

Die Bemühungen von Organisationen wie aktion leben österreich sind von entscheidender Bedeutung, um das Bewusstsein zu schärfen und werdende Eltern zu unterstützen. Die Zukunft wird hoffentlich eine Zeit sein, in der der Alkoholkonsum während der Schwangerschaft vollständig vermieden wird.

„Beratung stärkt Frauen und werdende Eltern in der Schwangerschaft. Selbst große Krisen können gemeinsam bewältigt werden. Wichtig ist, sich Hilfe zu holen und zu wissen, wo sie zu finden ist“, schließt Kronthaler.

Mehr Informationen und Unterstützung finden Sie auf der Webseite von aktion leben österreich.

Schlagworte

#Alkohol#Beratung#Fötus#Gesundheit#Prävention#Schwangerschaft#Zellteilung

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