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Gastronomie-Krise in Österreich: Kleine Betriebe kämpfen ums Überleben

15. April 2026 um 09:23
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Die österreichische Gastronomiebranche steht weiterhin unter enormem wirtschaftlichem Druck. Eine aktuelle Branchenanalyse der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) zeigt dramatische Unterschiede zwischen kleinen und größeren Betrieben auf.

Die österreichische Gastronomiebranche steht weiterhin unter enormem wirtschaftlichem Druck. Eine aktuelle Branchenanalyse der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) zeigt dramatische Unterschiede zwischen kleinen und größeren Betrieben auf. Während sich größere Restaurants stabilisieren konnten, kämpfen kleine Gasthäuser und Lokale mit negativen Bilanzen und überproportional gestiegenen Personalkosten.

Strukturelle Krise trifft kleine Betriebe besonders hart

Die neue Gastronomie-Fitness-Check-Studie der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (OeHT), erstellt in Zusammenarbeit mit den Beratungsunternehmen Prodinger und Kohl & Partner, zeigt, dass besonders kleine Betriebe mit einem Jahresumsatz von bis zu einer Million Euro häufig negative Ergebnisse vor Steuern aufweisen.

Alois Rainer, Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der WKÖ, fasst die Situation zusammen: "Die vielen kleinen Betriebe stehen infolge von Preissteigerungen und den gestiegenen Mitarbeiterkosten am meisten unter Druck. Höhere Umsätze helfen wenig, wenn sie aufgrund gestiegener Vorleistungen rein preisgetrieben sind."

Personalkosten als größter Herausforderungsfaktor

Als zentraler Kostentreiber bleiben die Mitarbeiterkosten: In kleinen Betrieben liegt der Personalaufwand bei über 42,11 % des Umsatzes, in größeren Betrieben bei 39,39 %. Im Verhältnis zum Umsatz ist der Anteil damit im Vergleich zum Vorjahr erneut leicht gestiegen.

Auswirkungen und Erwartungen

Die Analyse macht deutlich, wie stark die Betriebe durch steigende Kosten belastet sind – insbesondere auch, weil sich die Mitarbeiterkosten in den vergangenen Jahren überproportional erhöht haben. Vor diesem Hintergrund unterstreicht Rainer, dass die Branche derzeit keine zusätzlichen Belastungen stemmen kann, und erwartet von der Arbeitnehmerseite die notwendige Bereitschaft, einen ausgewogenen und wirtschaftlich tragfähigen Kollektivvertragsabschluss zu ermöglichen.

Effizienzsteigerungen und Bilanzkennzahlen

Zwar konnten sich einzelne Kennzahlen dank Verbesserungen bei Effizienz und Sparsamkeit stabilisieren; insgesamt steht die Branche jedoch weiterhin vor großen Herausforderungen. Ein Blick in die Bilanzdaten zeigt zudem, dass sich die Eigenkapitalquote leicht verbessert hat, während kleine Betriebe mit einem Jahresumsatz von bis zu einer Million Euro weiterhin häufig negative Ergebnisse vor Steuern aufweisen.

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