Die FPÖ erhebt schwere Vorwürfe gegen den ORF im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die ungarischen Parlamentswahlen. FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker kritisiert die täglichen Anti-Orbán-Sendungen des ORF und spricht von einem Versuch, die Wahlentscheidung der in Österreich lebenden ungarischen Staatsbürger zu beeinflussen.
Die FPÖ erhebt schwere Vorwürfe gegen den ORF im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die ungarischen Parlamentswahlen. FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker kritisiert die Berichterstattung scharf und wirft dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk vor, als "Teil einer Systemallianz" zu agieren und gezielt Wahlbeeinflussung zu betreiben.
Hafenecker beschuldigt den ORF, "auf allen seinen Kanälen die Manipulationsmaschinen wenige Tage vor der Parlamentswahl in Ungarn auf Hochtouren gestellt" zu haben. Er spricht von "täglichen Anti-Orbán-Sendungen" in Fernsehen und Radio, die darauf abzielen würden, die Wahlentscheidung der rund 116.000 in Österreich lebenden ungarischen Staatsbürger zu beeinflussen.
Ein zentraler Punkt der FPÖ-Kritik ist der EU-Rechtsstaatsmechanismus. Hafenecker bezeichnet diesen Mechanismus als "Disziplinierungskeule" und kritisiert dessen Anwendung gegen Ungarn. Er führt aus, dass gegen Ungarn mit dem Mechanismus vorgegangen werde und dass dies Teil einer Einmischung in den Wahlkampf sei.
Der FPÖ-Generalsekretär zieht eine Verbindung zu den EU-Sanktionen gegen Österreich im Jahr 2000. Damals wurden gegen Österreich Maßnahmen verhängt, weil die Regierungsbeteiligung der FPÖ international kritisch gesehen wurde. Hafenecker bezeichnet diese Ereignisse als Beispiel für EU-Einmischung und sieht darin die Entstehung des von ihm kritisierten Instruments.
Die Kritik am ORF wirft grundlegende Fragen zur Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf. Hafenecker verwendet in diesem Zusammenhang den Begriff "zwangssteuerfinanziert" für die Finanzierung des ORF und argumentiert damit gegen dessen Einfluss auf die Meinungsbildung.
Hafenecker thematisiert die Auseinandersetzungen zwischen Ungarn und der EU in Bezug auf Vorwürfe über den Abbau demokratischer Standards. Er sieht darin ein Muster, das genutzt werde, um gegen unliebsame Regierungen vorzugehen und in deren Wahlkämpfe einzugreifen.
Hafenecker kritisiert die Veröffentlichung von Telefonmitschnitten und spricht von Manipulationspraktiken durch Medienakteure, die im Wahlkampf skandalisierend eingesetzt würden.
Die FPÖ fordert, dass weder die Österreicher noch die Ungarn sich von einem öffentlich-rechtlichen Rundfunk vorschreiben lassen sollten, welche Politik "gut" oder "böse" sei. Hafenecker betont, dass man sich gegen vermeintliche Einmischung wehren werde.