Die österreichische Außenpolitik steht erneut im Kreuzfeuer der Kritik. Susanne Fürst, Außenpolitik- und EU-Sprecherin der FPÖ, übte Kritik an NEOS-Außenministerin Meinl-Reisinger und deren jüngsten diplomatischen Auftritten.
Die österreichische Außenpolitik steht erneut im Kreuzfeuer der Kritik. Susanne Fürst, Außenpolitik- und EU-Sprecherin der FPÖ, übte scharfe Kritik an NEOS-Außenministerin Meinl-Reisinger und deren jüngsten diplomatischen Auftritten. Im Zentrum der Kritik stehen umstrittene Äußerungen während Meinl-Reisingers Besuch in Saudi-Arabien sowie grundsätzliche Zweifel an der außenpolitischen Strategie der Regierung.
Besonders empört zeigt sich Fürst über eine Äußerung der Außenministerin, in der diese den Iran als "Dobermann" bezeichnet haben soll. Diese Wortwahl stelle eine "undifferenzierte und provokante Rhetorik" dar, die "eines Außenamts nicht würdig" sei. In der Diplomatie, so Fürst, müsse "Bedacht und Fingerspitzengefühl" im Vordergrund stehen, nicht "zugespitzte und potenziell eskalierende Vergleiche".
Fürst wirft der Außenministerin vor, "scheinheilig" vor einer drohenden Energiekrise und einem massiven Wohlstandsverlust im Zuge des Iran-Krieges zu warnen. Die FPÖ-Politikerin sieht einen Zusammenhang zwischen Sanktionen gegen Russland, dem Ausstieg aus russischen Energieträgern und der aktuellen Energiesituation in Österreich.
Die von Fürst erwähnte "Spritpreisbremse" war eine von mehreren Maßnahmen, die sie als nicht ausreichend wirksam kritisiert.
Fürst hinterfragt den "konkreten Mehrwert" der Reise Meinl-Reisingers nach Saudi-Arabien und bezeichnet Saudi-Arabien als "auch keine Vorzeigedemokratie". Sie äußerte zudem Zweifel daran, dass Österreich in internationalen Konflikten noch eine "ernstzunehmende Rolle" spiele und bezweifelte den konkreten Nutzen der Kontakte für Österreichs Bürger und das internationale Ansehen des Landes.
Ein weiterer Kritikpunkt Fürsts richtet sich gegen die außenpolitische Positionierung der Bundesregierung. Sie verwies darauf, dass Aussagen innerhalb der Regierungskoalition, etwa gegenüber dem US-Präsidenten, Österreich als Vermittler disqualifizieren könnten. Fürst betonte, Österreich müsse zu einer interessensgeleiteten Außenpolitik zurückfinden und sich am Wohl der eigenen Bevölkerung orientieren.