Der Eurovision Song Contest 2026 in Wien rückt näher – und damit wachsen die Sorgen über die finanziellen Belastungen für österreichische Steuerzahler. FPÖ-Kultursprecher Wendelin Mölzer fordert mit parlamentarischen Anfragen an SPÖ-Kulturminister und ÖVP-Innenminister vollständige Transparenz über Kosten und Sicherheitsmaßnahmen des Mega-Events.
Der Eurovision Song Contest 2026 in Wien rückt näher – und damit wachsen die Sorgen über die finanziellen Belastungen für österreichische Steuerzahler. FPÖ-Kultursprecher Wendelin Mölzer schlägt Alarm und fordert mit parlamentarischen Anfragen an SPÖ-Kulturminister und ÖVP-Innenminister vollständige Transparenz über Kosten und Sicherheitsmaßnahmen des Mega-Events.
Wenn Wien 2026 zum Schauplatz des Eurovision Song Contest wird, steht nach Angaben der FPÖ ein zweistelliger Millionenbetrag im Raum. Mölzer betont, die Bevölkerung habe ein Recht darauf zu erfahren, wie hoch die tatsächlichen Gesamtkosten sind, wie sich diese im Detail zusammensetzen und wer am Ende die Rechnung bezahlt. Es sei unklar, welche Anteile Bund, Stadt Wien, ORF, europäische Rundfunkinstitutionen und private Sponsoren übernehmen und aus welchen Bundesbudgets die Mittel stammen sollen.
Besonders kritisch sieht die FPÖ, dass es offenbar keine klar kommunizierte Kostenobergrenze gibt und ob es verbindliche Vereinbarungen zwischen Bund, Stadt Wien und ORF zur Kostentragung existieren.
Die Anfrage an das Innenministerium zielt laut Mölzer auch auf zahlreiche offene Fragen im Sicherheitsbereich: Welche konkreten Sicherheitsmaßnahmen geplant sind, wie viele Polizeikräfte im Einsatz stehen werden und welche Kosten dadurch entstehen. Zudem wolle man wissen, in welchem Ausmaß Polizeikräfte aus den Bundesländern abgezogen werden und ob private Sicherheitsfirmen eingebunden werden sollen.
Die FPÖ kritisiert, dass von Regierungsseite wirtschaftliche Effekte oft ohne belastbare Zahlen dargestellt würden. Mölzer verlangt deshalb, mit welchen realistischen Einnahmen aus Tourismus, Steuern und Wertschöpfung gerechnet wird und ob entsprechende Studien oder fundierte Kosten-Nutzen-Analysen vorliegen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Kritik betrifft die Intransparenz bei Vergaben und externen Leistungen. Es müsse offengelegt werden, in welchem Umfang externe Dienstleister, Eventagenturen oder Beratungsunternehmen beauftragt werden, welche Kosten dadurch entstehen und nach welchen Kriterien diese Aufträge vergeben werden. Ebenso sei zu klären, ob zusätzliche Planstellen im Bundesdienst geschaffen werden und wie ein wirksames Kostencontrolling sichergestellt werden soll.
Mölzer stellt zudem die politische Frage, wie die Bundesregierung die Ausgaben für ein internationales Showevent gegenüber Sparmaßnahmen in anderen Bereichen rechtfertigt. Die Österreicher hätten ein Recht darauf zu erfahren, wofür ihr Steuergeld verwendet wird und ob dieses Projekt am Ende mehr kostet, als es bringt.