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FPÖ-Bezirkschefin Rosenkranz mit 100% bestätigt: Vollversammlung in Krems

14. März 2026 um 09:05
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Ein seltenes Bild der Geschlossenheit bot sich am Freitagabend in Weinzierl am Walde: Der FPÖ-Bezirksparteitag in Krems bestätigte Landesrätin Susanne Rosenkranz mit 100 Prozent der Stimmen als Bez...

Ein seltenes Bild der Geschlossenheit bot sich am Freitagabend in Weinzierl am Walde: Der FPÖ-Bezirksparteitag in Krems bestätigte Landesrätin Susanne Rosenkranz mit 100 Prozent der Stimmen als Bezirksparteiobfrau. Ein Ergebnis, das in der österreichischen Parteienlandschaft selten zu beobachten ist und die aktuelle Stimmung innerhalb der niederösterreichischen FPÖ widerspiegelt.

Einstimmiges Votum für Kontinuität in der FPÖ Krems

Die Wiederwahl von Susanne Rosenkranz erfolgte ohne Gegenkandidatin und ohne eine einzige Enthaltung. Solche Ergebnisse sind in der österreichischen Parteienlandschaft durchaus bemerkenswert, da sie eine außergewöhnliche Einigkeit innerhalb der Parteistrukturen signalisieren. Zum Vergleich: Bei den letzten Bundesparteitagen der großen österreichischen Parteien lagen die Zustimmungsraten meist zwischen 85 und 95 Prozent.

Rosenkranz, die seit 2018 als Landesrätin für Naturschutz, Umwelt und Kreislaufwirtschaft in der niederösterreichischen Landesregierung tätig ist, führt den Bezirk Krems bereits seit mehreren Jahren. Der Bezirk umfasst insgesamt 68 Gemeinden und ist mit einer Fläche von rund 2.000 Quadratkilometern einer der größeren Bezirke Niederösterreichs.

Die Bedeutung des Bezirks Krems für die FPÖ

Der Bezirk Krems-Land gilt traditionell als wichtige Hochburg für die FPÖ in Niederösterreich. Bei den letzten Landtagswahlen 2023 konnte die Partei hier überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen. Dies macht die Position der Bezirksparteiobfrau zu einem strategisch wichtigen Posten innerhalb der Landespartei. Rosenkranz vereint dabei zwei zentrale Funktionen: Als Landesrätin verfügt sie über direkten Zugang zur Landespolitik, als Bezirkschefin kennt sie die lokalen Gegebenheiten und Bedürfnisse.

Die Region Krems ist geprägt von der Wachau als UNESCO-Weltkulturerbe, dem Weinbau und einem starken Tourismussektor. Gleichzeitig kämpfen viele kleinere Gemeinden mit demografischen Herausforderungen wie Abwanderung und der Aufrechterhaltung der Infrastruktur. Diese Themen stehen regelmäßig auf der politischen Agenda der Bezirkspartei.

Landesparteiobmann Landbauer verstärkt die Botschaft

LH-Stellvertreter Udo Landbauer, der als Landesparteiobmann der FPÖ Niederösterreich fungiert, nutzte die Gelegenheit für eine programmatische Aussage. Seine Formulierung "An uns Blauen kommt niemand mehr vorbei" spiegelt das Selbstbewusstsein der Partei nach den jüngsten Wahlerfolgen wider. Die FPÖ konnte bei den Landtagswahlen in Niederösterreich 2023 deutliche Zugewinne verzeichnen und stellt seither den Landeshauptmann-Stellvertreter.

Landbauers Anwesenheit beim Bezirksparteitag unterstreicht die Bedeutung, die die Landespartei der Region Krems beimisst. Solche Auftritte dienen nicht nur der internen Motivation, sondern auch der medialen Präsenz und der Demonstration von Geschlossenheit nach außen.

Das neue Führungsteam und regionale Verankerung

Als Stellvertreter wurden Paul Schmidt, Martin Schildorfer, Anton Brustbauer und Elisabeth Haindl gewählt. Diese Zusammensetzung folgt dem Prinzip der regionalen Repräsentation, wie Rosenkranz betonte: "Sie bilden wunderbar den ganzen Bezirk ab." Dies ist ein wichtiges Element in der österreichischen Parteienstruktur, da lokale Verankerung gerade in ländlichen Gebieten entscheidend für den politischen Erfolg ist.

Die gewählten Stellvertreter repräsentieren verschiedene Teilregionen des Bezirks und bringen unterschiedliche Fachkenntnisse mit. Diese Struktur soll sicherstellen, dass alle Gemeinden des Bezirks angemessen vertreten sind und lokale Anliegen Gehör finden.

Politische Einordnung und bundespolitischer Kontext

Das einstimmige Wahlergebnis steht im Kontext der aktuell starken Position der FPÖ in ganz Österreich. Nach den Nationalratswahlen 2024, bei denen die Partei erstmals stimmenstärkste Kraft wurde, befindet sich die FPÖ in einer Phase des Aufwinds. Dies spiegelt sich auch in den Landesorganisationen wider, wo interne Geschlossenheit und Motivation hoch sind.

In Niederösterreich regiert die FPÖ seit 2023 in einer Koalition mit der ÖVP, nachdem die Partei bei den Landtagswahlen deutlich zulegen konnte. Diese Regierungsbeteiligung bringt sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich: Einerseits kann die Partei ihre Positionen in der Landespolitik umsetzen, andererseits muss sie beweisen, dass sie Verantwortung übernehmen kann.

Herausforderungen und Perspektiven

Für Rosenkranz als Bezirkschefin stehen in den kommenden Jahren mehrere Herausforderungen an. Die Kommunalwahlen 2025 werden zeigen, ob die FPÖ ihre starke Position auch auf Gemeindeebene ausbauen kann. Gleichzeitig muss die Partei beweisen, dass sie konstruktive Lösungen für die Probleme der Region anbieten kann.

Zu den zentralen Themen gehören die Unterstützung der heimischen Landwirtschaft, die Förderung des Tourismus in der Wachau-Region und die Verbesserung der Infrastruktur in den kleineren Gemeinden. Als Umweltlandesrätin hat Rosenkranz dabei auch die Aufgabe, wirtschaftliche Interessen mit Naturschutz-Anforderungen in Einklang zu bringen.

Ausblick auf die kommende Periode

Die neue Funktionsperiode wird geprägt sein von der Umsetzung des FPÖ-Programms auf Bezirksebene und der Vorbereitung auf die kommenden Wahlen. Dabei wird es darauf ankommen, die hohen Erwartungen der Parteimitglieder zu erfüllen und gleichzeitig neue Wählergruppen zu erschließen.

Das 100-Prozent-Ergebnis für Rosenkranz sendet ein klares Signal der Geschlossenheit aus, bedeutet aber auch Verpflichtung. In einer Zeit, in der politische Führungspositionen oft umstritten sind, steht die neue Bezirksparteiobfrau vor der Aufgabe, diese Einigkeit in konkrete politische Erfolge umzumünzen und die FPÖ im Bezirk Krems weiter zu stärken.

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