LR Teschl‑Hofmeister: „Ungefähr 75 Prozent der Gemeinden werden ein Angebot für schulpflichtige Kinder anbieten“
Land Niederösterreich und Gemeinden präsentieren Paket zur Ferienbetreuung: Umfragezahlen für Sommer 2025, Förderhöhen, Kooperationsmodelle und die Rolle der Familienland Niederösterreich GmbH.
Am 3. Juli starten Niederösterreichs Schülerinnen und Schüler in die Sommerferien. Während Kinder und Jugendliche auf neun Ferienwochen gehen, stehen viele berufstätige Eltern und Erziehungsberechtigte vor der Frage, wie die Betreuung schulpflichtiger Kinder organisiert wird. Land Niederösterreich und die Gemeinden arbeiten laut Landesrätin Christiane Teschl‑Hofmeister gemeinsam an bedarfsgerechten Ferienbetreuungsangeboten; Gemeindekooperationen spielen dabei eine zunehmende Rolle.
Bei einer Pressekonferenz in der Volksschule Pöchlarn stellten Landesrätin Christiane Teschl‑Hofmeister, Barbara Trettler (Geschäftsführerin der Familienland Niederösterreich GmbH) und Bürgermeisterin Barbara Kainz das Paket für die Gemeinden vor. Das Land stellt demnach finanzielle Förderungen und pädagogische Angebote bereit; Inhaberinnen und Inhaber eines Familienland‑Passes können bestimmte Angebote kostenfrei nutzen.
Das zentrale Anliegen der dargestellten Maßnahmen ist nach Angaben der Landesrätin die Entlastung der Familien im Rahmen der NÖ Kinderbetreuungsoffensive. Als konkrete Maßnahmen nannte Teschl‑Hofmeister die Reduktion der Schließtage von Kindergärten in den Sommerferien von drei Wochen auf eine Woche sowie die Ausweitung der kostenlosen institutionellen Kinderbetreuung am Vormittag im Kindergarten auf Kleinkinder in Tagesbetreuungseinrichtungen.
Laut den Ausführungen der Landesrätin umfasst die Unterstützung des Landes finanzielle Förderleistungen für Gemeinden sowie pädagogische Angebote über die Familienland Niederösterreich GmbH. Gemeindekooperationen wurden als ein zunehmend genutztes Organisationsmodell bezeichnet, das laut Präsentation insbesondere kleineren Gemeinden mehrere Vorteile bieten kann.
Die Familienland Niederösterreich GmbH führt jährlich eine Umfrage unter den Gemeinden durch. Zur Ferienbetreuung im Sommer 2025 hätten 473 Gemeinden eine Rückmeldung gegeben, teilte die Landesrätin mit. Davon hätten 347 Gemeinden ein Ferienangebot für schulpflichtige Kinder angeboten, vom einmaligen Ferienspiel bis hin zu mehrwöchigen Betreuungsangeboten.
Weitere für Sommer 2025 genannte Werte: 66 Gemeinden gaben an, dass sie bei der Ferienbetreuung kooperiert haben, ein Anstieg gegenüber 61 Gemeinden im Vorjahr. 280 Gemeinden boten eine Ferienbetreuung für schulpflichtige Kinder für mindestens sechs Wochen an, und in 319 Gemeinden fand die Ferienbetreuung direkt am Schulstandort statt. Im Durchschnitt seien pro Woche rund 5.000 Kinder betreut worden.
Für den Sommer 2026 sagte Teschl‑Hofmeister, dass „ungefähr 75 Prozent der Gemeinden rückgemeldet und gesagt, sie werden ein Angebot für schulpflichtige Kinder anbieten“. Außerdem wies sie darauf hin, dass im ländlichen Raum die Ferienbetreuung oft durch den Familienverband übernommen werde. Diese Angaben stammen aus der Pressekonferenz und der jährlichen Umfrage der Familienland Niederösterreich GmbH.
Die Landesrätin nannte spezifische Förderhöhen: Die NÖ Landesförderung für den Ferienbetrieb in Kindergärten in den Ferienwochen 4 bis 6 sowie die Förderung für die Aktion „Ferienbetreuung“ belaufe sich demnach auf maximal 250 Euro pro Gruppe und Woche, bei integrativen Betreuungsangeboten auf maximal 400 Euro pro Gruppe und Woche. Zusätzlich bestehe eine Bundesförderung: Falls die Ferienbetreuung an einem Schulstandort mit schulischer Tagesbetreuung stattfindet, können Gemeinden pro Schuljahr bis zu 6.500 Euro Förderung für die Durchführung einer Ferienbetreuung erhalten.
Nach Angaben der Landesrätin wurden im vergangenen Jahr für die Ferienbetreuung aus Landes‑ und Bundesmitteln insgesamt über zwei Millionen Euro ausbezahlt. Diese Summe umfasst laut Präsentation die Förderungen, wie sie in der Pressekonferenz dargestellt wurden.
Aus den Angaben der Landesrätin und der Familienland‑Geschäftsführerin ergibt sich, dass das Land finanzielle Förderungen bereitstellt, die Familienland Niederösterreich GmbH pädagogische Unterstützung und personelle Ressourcen bündelt und Gemeinden mehrere Förderwege nutzen können. Gemeinden können demnach Förderungen pro Gruppe und Woche beantragen oder – bei Betreuung an schulischen Standorten mit schulischer Tagesbetreuung – eine Jahreshöchstförderung in Anspruch nehmen.
Die Familienland Niederösterreich GmbH ist laut OTS Kooperationspartner für rund 75 Gemeinden und stellt Freizeitbetreuerinnen und -betreuer. Barbara Trettler nannte 190 Einsatzkräfte und verwies auf Aus‑ und Weiterbildungsangebote sowie auf Arbeitsmappen, pädagogische Konzepte und einen praxisorientierten Handlungsleitfaden im Rahmen des Kinderschutzkonzepts. Diese Unterstützungsleistungen werden in der Presseaussendung als Teil des Gesamtpakets ausgewiesen.
Die Sommerferien beginnen laut der Pressekonferenz am 3. Juli. In Niederösterreich umfassen die Sommerferien demnach neun Wochen. Diese zeitliche Angabe wurde in der Präsentation als Rahmen genannt, innerhalb dessen die Ferienbetreuungsangebote angeboten werden.
Für den Sommer 2025 gaben laut Familienland‑Umfrage 473 Gemeinden Rückmeldung; 347 davon boten ein Ferienangebot für schulpflichtige Kinder an. Für den Sommer 2026 sagte die Landesrätin, dass ungefähr 75 Prozent der Gemeinden rückgemeldet hätten, sie würden ein Angebot anbieten. Die Angaben beruhen auf der jährlich durchgeführten Befragung der Familienland Niederösterreich GmbH und den Ausführungen der Landesrätin bei der Pressekonferenz.
Die NÖ Landesförderung beträgt laut OTS maximal 250 Euro pro Gruppe und Woche; bei integrativen Betreuungsangeboten liegt die Obergrenze bei maximal 400 Euro pro Gruppe und Woche. Zusätzlich besteht die Bundesförderung: Für Ferienbetreuung an Schulstandorten mit schulischer Tagesbetreuung können Gemeinden pro Schuljahr bis zu 6.500 Euro Förderung erhalten. Nach Angaben der Landesrätin wurden im vergangenen Jahr aus Landes‑ und Bundesmitteln insgesamt über zwei Millionen Euro für die Ferienbetreuung ausbezahlt.
Die Familienland Niederösterreich GmbH führt laut OTS jährlich die Umfrage unter den Gemeinden durch und ist Kooperationspartner von etwa 75 Gemeinden. Geschäftsführerin Barbara Trettler nannte 190 Freizeitbetreuerinnen und -betreuer sowie Aus‑ und Weiterbildungsangebote, darunter den Basiskurs Pädagogik. Darüber hinaus stellt die Organisation Arbeitsmappen und pädagogische Konzepte zur Unterstützung der Betreuungsarbeit bereit.
Für den Sommer 2025 gab die Landesrätin an, dass im Durchschnitt pro Woche rund 5.000 Kinder betreut worden seien. Die Presseaussendung enthält keine detaillierten Angaben zur Altersverteilung oder zur regionalen Aufteilung dieser Zahl. Die 5.000 Kinder pro Woche wurden als Durchschnittswert für das Betreuungsjahr 2025 genannt.
Als Beispiel nannte Bürgermeisterin Barbara Kainz die Kleinregion, die laut ihrer Darstellung im Jahr 2000 gegründet wurde und 2005 erstmals Ferienbetreuung umgesetzt hat. Die Kleinregion bestehe aus den Gemeinden Golling, Erlauf, Pöchlarn und Krummnußbaum; heuer finde die Ferienbetreuung in zwei Volksschulen (Pöchlarn und Golling) statt, über acht Wochen und mit drei Mitarbeiterinnen, die ab Februar das Programm vorbereiten. In diesem Angebot würden 41 Kinder betreut, erläuterte Kainz bei der Pressekonferenz.
Diese Meldung basiert auf Informationen des Amtes der Niederösterreichischen Landesregierung (Pressekonferenz, 1. Juni). Für Rückfragen wurden im Original folgende Kontakte genannt:
Datum der zugrundeliegenden Pressekonferenz: 1. Juni (Angaben wie im Originaltext).