Der Wirkungsbericht 2025 dokumentiert Umfang, Methoden und erste Messungen — und stellt die Frage nach nachhaltiger Prävention von Kinderarmut in Europa
CONCORDIA berichtet, im Jahr 2025 insgesamt 21.371 Personen erreicht zu haben. Der Bericht kombiniert harte Kennzahlen mit einem neuen MEAL‑System zur Wirkungsmessung und fordert politische Konsequenzen gegen Kinderarmut.
CONCORDIA Sozialprojekte legt zum Internationalen Tag des Kindes einen Wirkungsbericht vor, der für das Jahr 2025 insgesamt 21.371 erreichte Programmteilnehmer*innen ausweist. Der Bericht bildet nicht nur Umfang und Angebote ab, sondern will mit einem neuen Monitoring‑System erstmals systematisch zeigen, welche Maßnahmen tatsächlich wirken.
Die Zahlen sind eindrücklich: von Mahlzeiten über Betreuungsangebote bis hin zu Beratungen und Freizeitaktivitäten. Zugleich fordert die Organisation politischen Einsatz gegen Kinderarmut in Europa: Eine Petition richtet sich an die EU und ihre Mitgliedstaaten mit dem Appell, Prävention und gemeindenahe Unterstützungsangebote zu priorisieren.
Der Wirkungsbericht 2025 der internationalen Kinderhilfsorganisation CONCORDIA dokumentiert für das Berichtsjahr 21.371 erreichte Personen. Darunter sind 11.423 Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 24 Jahren. CONCORDIA unterscheidet im Bericht zwischen intensiver Begleitung in Zentren und niederschwelligen Angeboten: 7.871 Menschen wurden demnach intensiv in Zentren begleitet, 13.500 erhielten Unterstützung durch niedrigschwellige Angebote.
Die Darstellung in dem Bericht verbindet quantitative Eckdaten mit dem Anspruch, Wirkung nachvollziehbar zu machen. CONCORDIA betont, dass nachhaltige Hilfe mehr sein muss als kurzfristige Nothilfe: Bildung, psychosoziale Begleitung, Gesundheitsförderung, Elternarbeit, Kinderschutz und soziale Integration werden als integriertes Angebot verstanden.
Als konkrete Leistungszahlen nennt der Wirkungsbericht 2025 unter anderem die Ausgabe von Mahlzeiten, Angebote der Betreuung und Beratungen. Im Einzelnen weist der Bericht für 2025 folgende Kennzahlen aus:
Diese Zahlen zeigen die Breite der Angebote: von Alltagsversorgung über Bildungsangebote bis hin zu Beratung und psychosozialer Begleitung. CONCORDIA unterstreicht, dass Tageszentren und gemeindenahe Angebote zusammenwirken müssen, um Familien dauerhafte Zugänge zu Bildung und Teilhabe zu sichern.
Ein zentrales Element des Wirkungsberichts 2025 ist das neue MEAL‑System (Monitoring, Evaluation, Accountability and Learning). CONCORDIA beschreibt MEAL als ein System mit 65 Indikatoren und fünf Kernindikatoren, das erstmals systematisch erfassen soll, welche Maßnahmen wirken und wo Programme weiterentwickelt werden müssen.
Die fünf Kernindikatoren werden im Bericht mit ersten Ergebnissen hinterlegt:
MEAL soll nach Angaben der Organisation sichtbar machen, welche Maßnahmen wirken und wo Programme weiterentwickelt werden müssen. Damit wird die Wirkungsmessung selbst Teil der Programmarbeit.
CONCORDIA sieht die Tageszentren als Herzstück des Ansatzes: Im Bericht ist die Rede von 20 Tageszentren in Ost‑ und Südosteuropa, die als sichere Orte für Kinder fungieren. Das Tageszentren‑Modell kombiniert pädagogische und psychosoziale Unterstützung mit familienorientierter Sozialarbeit, um Zugänge zu Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe zu schaffen.
Die Tageszentren sind demnach nicht nur Orte der Betreuung, sondern werden als Plattform verstanden, über die Familien erreicht, Elternarbeit geleistet und Prävention vorangebracht werden kann. Auf der entsprechenden Modellseite betont CONCORDIA, dass das Ziel die wirksame Bekämpfung generationenübergreifender Kinderarmut ist.
Der Bericht illustriert die Zahlen durch Einzelschicksale. Als Beispiel wird Elian aus Prizren beschrieben: Der 17‑Jährige absolviert eine IT‑Ausbildung im lokalen Kompetenzzentrum und hat im CONCORDIA‑Zentrum die Musik für sich entdeckt. Musik wird für ihn zu einer Ressource, die Selbstvertrauen stiftet; sein Weg von Zurückhaltung zu mehr Selbstsicherheit steht für das, was CONCORDIA als Ergebnis umfassender Begleitung darstellt.
Der Bericht nutzt solche persönlichen Geschichten, um zu zeigen, wie langfristige Programme – Ausbildung, Freizeitangebote, psychosoziale Unterstützung – zusammenwirken und sich in individuellen Lebensverläufen zugunsten von mehr Perspektive und Stabilität auswirken können.
Die Ausrichtung der Arbeit ist laut CONCORDIA klar: Kinderrechte, Bildung und die Stärkung von Familien bilden den roten Faden der Programme. In der Selbstdarstellung nennt die Organisation als Prinzipien Hilfe zur Selbsthilfe, Partizipation und nachhaltige Wirkung. Bildung wird dabei als zentraler Hebel für Zukunftschancen verstanden: Erfolgreicher Schulabschluss gilt in der Berichterstattung als Kernindikator für langfristige positive Effekte.
Diese inhaltliche Ausrichtung findet sich sowohl in den Tageszentren als auch in Angeboten für Eltern, in Gesundheitsförderung und in der Vernetzung mit Gemeinden wieder. CONCORDIA strebt an, nicht nur Individuen zu unterstützen, sondern Strukturen zu stärken, die langfristig präventiv gegen Armut wirken.
Zum Internationalen Tag des Kindes ruft CONCORDIA zu mehr politischem Willen gegen Kinderarmut auf. Mit der Petition „Breaking the Cycle“ fordert die Organisation die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten auf, Prävention in der Sozialpolitik und im EU‑Budget 2028–2034 zu priorisieren. Gefordert werden verlässliche Finanzierungen, die Stärkung einer Europäischen Kindergarantie, der Ausbau gemeindenahe Unterstützungsangebote und Investitionen in Fachkräfte.
CONCORDIA betont, dass politische Rahmenbedingungen und Budgetentscheidungen Voraussetzung dafür sind, Prävention auf breiter Basis möglich zu machen. Der Appell richtet sich dem Bericht zufolge an Entscheidungsträger*innen in Brüssel und den Mitgliedstaaten, denn: Maßnahmen aus der Praxis könnten politisches Handeln stützen und Prävention in der Armutsbekämpfung sichtbar machen.
Die Zahl 21.371 ist die von CONCORDIA für das Jahr 2025 ausgewiesene Gesamtzahl der erreichten Programmteilnehmer*innen. Darunter sind 11.423 Kinder und Jugendliche (0–24 Jahre). CONCORDIA teilt die Reichweite außerdem in intensive Begleitung in Zentren (7.871) und niederschwellige Angebote (13.500) auf.
CONCORDIA führt im Bericht das MEAL‑System ein, das mit 65 Indikatoren arbeitet und fünf Kernindikatoren enthält. Erste Ergebnisse (z. B. 94 % Wohlbefinden in einer Pilotgruppe) stammen aus den Pilotmessungen; das System ist als Instrument zur kontinuierlichen Validierung und Weiterentwicklung der Programme angelegt.
CONCORDIA benennt in ihren Materialien die Projektländer Rumänien, Moldawien, Bulgarien, Kosovo und Österreich. Die Tageszentren‑Struktur ist insbesondere in Ost‑ und Südosteuropa verankert.
Der Wirkungsbericht 2025 dokumentiert die in der Meldung genannten Zahlen für 2025. Zum Vergleich nennt der Impact Report 2024/25 (offizielle Publikation) andere Jahreskennzahlen, etwa 21.325 direkt unterstützte Kinder, Jugendliche und Erwachsene für 2024/25 und höhere Gesamtzahlen bei ausgegebenen warmen Mahlzeiten. Beide Veröffentlichungen sind als zusammenhängende Informationsquelle zu verstehen, wobei die spezifischen Jahreszahlen getrennt zu lesen sind.
CONCORDIA weist auf die Petition „Breaking the Cycle“ hin und ruft zur Unterstützung auf. Die Petition richtet sich an EU‑Institutionen und Mitgliedstaaten mit der Forderung nach verstärkter Prävention gegen Kinderarmut und verlässlicher Finanzierung im EU‑Budget 2028–2034.
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