43 Technologien im Fokus – Digitale Souveränität und KI-Einsatz sind Top-Trends für die Digitalisierung der Verwaltung
Das BRZ-Technologieradar 2026 bewertet 43 Technologien und legt Schwerpunkte auf KI, digitale Souveränität und domain-spezifische Modelle für die Verwaltung.
Das Bundesrechenzentrum (BRZ) hat das Technologieradar 2026 veröffentlicht und bietet damit nach eigenen Angaben einen strukturierten Überblick über relevante technologische Entwicklungen sowie deren Bedeutung für die öffentliche Verwaltung. Methodisch ist das BRZ-Technologieradar in unterschiedliche Themenfelder gegliedert und bewertet 43 Technologien entlang ihres Reifegrads sowie ihres erwarteten Nutzens für den Einsatz in der Verwaltung.
Das Radar soll als Orientierungsinstrument dienen, um Trends frühzeitig zu erkennen, Chancen zu bewerten und fundierte strategische Entscheidungen zu treffen. Laut BRZ entsteht so ein klares Bild, welche Innovationen bereits für Digitalisierungsvorhaben der Verwaltung einsatzbereit sind, welche sich in Erprobung befinden und wo Potenziale für die Zukunft liegen.
Das BRZ-Technologieradar 2026 beschreibt das BRZ selbst als ein Tool, das 43 Technologien in verschiedene Themenfelder einordnet und dabei zwei Dimensionen betrachtet: den Reifegrad der Technologien und den erwarteten Nutzen für den Einsatz in der Verwaltung. Dieses Vorgehen soll zeigen, welche Technologien sich bereits für Projekte eignen und welche noch in Erprobung sind.
Weitere Details und der Download des BRZ-Technologieradars als Poster sind laut Aussendung über die BRZ-Webseite verfügbar.
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Ein besonderer Fokus des BRZ-Technologieradars 2026 liegt auf dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der öffentlichen Verwaltung. In der Aussendung heißt es: "KI entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Baustein für effizientere Prozesse, bessere Servicequalität und neue Formen der Interaktion mit Bürgerinnen und Bürgern."
Das BRZ gibt an, mit einer eigenen, souverän betriebenen KI-Infrastruktur (Large Language Modell as a Service, LLMaaS) bereits die technische Grundlage geschaffen zu haben, um zahlreiche KI-Vorhaben der Bundesregierung – unter anderem im Zuge der Public AI-Initiative – umzusetzen. Datenschutz, Sicherheit, Nachvollziehbarkeit und Souveränität stehen laut BRZ dabei im Mittelpunkt.
BRZ-Geschäftsführer Roland Ledinger wird in der Aussendung zitiert: "Das BRZ-Technologieradar 2026 macht deutlich: KI ist kein Zukunftsthema mehr, sondern bereits heute ein wesentlicher Hebel für die digitale Transformation in der öffentlichen Verwaltung. In allen Fällen, wo KI im Spiel ist, ist aber immer wichtig, dass stets der Mensch als User im Mittelpunkt steht, die letzte Entscheidung über das Ergebnis trifft, die Datenverarbeitung sicher erfolgt und die KI-Infrastruktur den Ansprüchen der Souveränität entspricht."
Im Technologieradar wird Geopatriation als ein Top-Trend bezeichnet. Geopatriation beschreibt laut Meldung den gezielten Rückzug kritischer Daten und Anwendungen aus globalen Hyperscaler-Public-Clouds hin zu lokalen oder souveränen Infrastrukturen.
Das BRZ gibt an, dass sein LLMaaS diesen Ansatz bediene und dass das BRZ-Rechenzentrum in Österreich auf moderner Container-Infrastruktur (PaaS, Platform as a Service) betrieben werde. In der Aussendung heißt es weiter: "Grade die aktuellen Entwicklungen zeigen uns, wie wichtig digitale Souveränität ist."
Ein weiterer Schwerpunkt des Radars sind domain-spezifische Large Language Models (LLM). Laut BRZ gewinnen auf bestimmte Aufgaben hin trainierte und optimierte LLM zunehmend an Bedeutung. Solche spezifischen LLM können demnach auf die Fachsprache, Daten und regulatorischen Anforderungen einzelner Branchen wie Medizin, Recht, Finanzen oder Government trainiert werden.
Die Aussendung erklärt, dass die Nutzung spezifischer LLM das Risiko falscher KI-Antworten reduzieren könne, weil diese Modelle auf kuratierten, validierten fachspezifischen Datensätzen basieren. Gleichzeitig wird im Technologieradar angegeben, dass das Training von KI-Modellen technisch komplex und ressourcenaufwändig sei und aktuell daher nur von großen KI-Herstellern umgesetzt werde.
Das BRZ-Technologieradar benennt AI-native Development Platforms als Reaktionsmöglichkeit auf die steigenden Anforderungen der digitalen Transformation. Die Aussendung beschreibt, dass diese Plattformen mögliche Engpässe durch die Fusion von KI-Unterstützung und Low-Code/No-Code-Programmierung lösen können.
Das BRZ teilt außerdem mit, dass der Einsatz von KI in der Software-Entwicklung beim BRZ bereits umgesetzt werde.
Das Training von KI-Modellen benötige laut BRZ eine speziell darauf ausgerichtete, hochperformante IT-Infrastruktur. Die Aussendung weist darauf hin, dass die hohe Nachfrage nach speziell für KI-optimierten Komponenten zu Engpässen und Preissteigerungen führt.
Im Technologieradar werden Multi-Agent Systems als ein weiterer Trend genannt. Während herkömmliche KI-Assistenten als isolierte Werkzeuge agierten, bildeten Multi-Agent Systems ein kooperatives Netzwerk spezialisierter KI-Agenten, so die Aussendung. Diese Agenten kommunizierten miteinander, teilten Aufgaben auf und könnten komplexe Geschäftsprozesse autonom lösen.
Für die Verwaltung seien Agent-Systeme laut BRZ zwar denkbar, etwa im Bereich des Bürger:innen-Supports, jedoch nur unter strengen Voraussetzungen: Der Mensch müsse stets die Kontrolle und Letztverantwortung behalten. Zudem bedürfe es der Schaffung gesetzlicher Grundlagen für die Umsetzung von verwaltungsspezifischen KI-Agenten.
Das Technologieradar zeigt nach Angaben des BRZ, welche Innovationen bereits einsatzbereit sind, welche sich in Erprobung befinden und wo Potenziale für die Zukunft liegen. Es dient dem BRZ zufolge als Orientierungsinstrument, um Trends frühzeitig zu erkennen und fundierte strategische Entscheidungen zu treffen.
Laut Aussendung werden sowohl Reifegrad als auch erwarteter Nutzen bewertet. Dadurch soll nachvollziehbar werden, welche Technologien für Digitalisierungsvorhaben der Verwaltung geeignet sind und welche noch weiterer Prüfung bedürfen.
Das Technologieradar bewertet 43 Technologien entlang ihres Reifegrads sowie ihres erwarteten Nutzens für den Einsatz in der Verwaltung. Es ist nach BRZ-Angaben in unterschiedliche Themenfelder gegliedert, um ein differenziertes Bild der technologischen Optionen zu liefern.
Das BRZ beschreibt KI als einen Schwerpunkt im Radar und schreibt, dass KI sich zu einem zentralen Baustein für effizientere Prozesse, bessere Servicequalität und neue Formen der Interaktion mit Bürgerinnen und Bürgern entwickelt. Das BRZ betreibt eine eigene, souveräne KI-Infrastruktur (LLMaaS), mit der zahlreiche KI-Vorhaben technisch umgesetzt werden sollen.
Geopatriation wird im Technologieradar als gezielter Rückzug kritischer Daten und Anwendungen aus globalen Hyperscaler-Public-Clouds in lokale oder souveräne Infrastrukturen beschrieben. Das BRZ nennt seine Infrastruktur und sein LLMaaS als Beispiele für diesen Ansatz.
Domain-spezifische LLM werden laut BRZ zunehmend wichtig, weil sie auf Fachsprache, Daten und regulatorische Anforderungen einzelner Branchen trainiert werden können. Die Aussendung führt aus, dass solche Modelle auf kuratierten, validierten Datensätzen basieren, was das Risiko falscher KI-Antworten mindern könne.
Das BRZ hält Multi-Agent Systems für denkbar, betont jedoch, dass der Mensch stets die Kontrolle und Letztverantwortung behalten muss. Außerdem bezeichnet die Aussendung die Notwendigkeit gesetzlicher Grundlagen für die Umsetzung verwaltungsspezifischer KI-Agenten.
Die BRZ-Aussendung verweist auf einen Download des Technologieradars als Poster auf der BRZ-Webseite. Der BRZ nennt hierzu die Adresse http://www.brz.gv.at/radar.
Quelle: Bundesrechenzentrum GmbH, Presseaussendung zum BRZ-Technologieradar 2026.
Kontakt: Bundesrechenzentrum GmbH, Pressesprecher Mag. Julian Unger, MA; Telefon: +43 664 88327678; E-Mail: julian.unger [at] brz.gv.at