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Chronik

Bildung als Rettungsanker: Die dramatische Lage der Schulen in Tigray!

19. Juni 2025 um 07:40
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Am 19. Juni 2025, zum Weltflüchtlingstag, hat die österreichische Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt eine eindringliche Pressemitteilung veröffentlicht, die die dramatische Lage in der Tigray-Region Äthiopiens beleuchtet. Die Region, die durch einen zweijährigen Bürgerkrieg schwer getroffen w

Am 19. Juni 2025, zum Weltflüchtlingstag, hat die österreichische Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt eine eindringliche Pressemitteilung veröffentlicht, die die dramatische Lage in der Tigray-Region Äthiopiens beleuchtet. Die Region, die durch einen zweijährigen Bürgerkrieg schwer getroffen wurde, steht vor der gewaltigen Herausforderung, ihr Bildungssystem wieder aufzubauen. Schulen, die während des Konflikts zerstört oder als Notunterkünfte genutzt wurden, müssen dringend wiederhergestellt werden, um den Kindern und Jugendlichen eine Perspektive zu bieten.

Der Bürgerkrieg in Tigray - Eine Region im Ausnahmezustand

Die Tigray-Region im Norden Äthiopiens war Schauplatz eines brutalen Bürgerkriegs zwischen der äthiopischen Regierung und der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF). Dieser Konflikt, der im November 2020 ausbrach, führte zu verheerenden Verlusten: 700.000 Menschen verloren ihr Leben und eine Million Menschen wurden zu Binnenvertriebenen in ihrer eigenen Heimat. Die humanitäre Lage ist katastrophal, mit Familien, die in provisorischen Lagern auf wenigen Quadratmetern leben, getrennt nur durch dünne Planen oder Decken.

Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt, beschreibt die herzzerreißende Situation in der Region: "Oft wurden Schulen zu Notunterkünften umfunktioniert. Auch zweieinhalb Jahre nach Kriegsende hausen Familien noch immer in diesen Notbehausungen, was kaum Privatsphäre zulässt."

Die Rolle von Jugend Eine Welt - Hoffnung durch Bildung

Seit ihrer Gründung vor 28 Jahren engagiert sich Jugend Eine Welt in der Tigray-Region, um Schul- und Berufsausbildungsprojekte zu unterstützen. Besonders während und nach dem Bürgerkrieg leistete die Organisation, unterstützt von der Austrian Development Agency (ADA), wichtige Nothilfe. Diese Hilfe ist entscheidend, da der Krieg nicht nur das Leben der Menschen, sondern auch das Bildungssystem zerstörte.

"Die Kinder hatten über mehrere Jahre keinen Unterricht. Schulen, die verwüstet wurden, müssen nun schnell wieder aufgebaut werden, damit die Mädchen und Buben eine Perspektive haben," so Heiserer weiter. Die Wiederherstellung des Bildungssystems ist von entscheidender Bedeutung, um den Kindern eine Zukunft zu ermöglichen und die Region langfristig zu stabilisieren.

Eine zerstörte Infrastruktur

Der Krieg hinterließ die Schulen der Tigray-Region in Trümmern. In der Stadt Adwa, wo Jugend Eine Welt gemeinsam mit den Salesianern Don Boscos Jugendliche zu Solartechnikern ausbildete, wurden Schulen von den Truppen geplündert und zerstört. Türen wurden aus den Angeln gerissen, Tafeln und Bänke gestohlen, Hefte und Bücher verbrannt. An nur einem Tag verloren über 2.400 Mädchen und Buben ihren sicheren Lern- und Schutzraum.

Heiserer beschreibt die aktuelle Lage: "Einige Schulen sind mittlerweile wieder geöffnet, sofern sie nicht mehr als Notunterkünfte benötigt werden. Doch viele Klassenzimmer haben keine Einrichtung mehr. Alles ist leer, außer dem staubigen Boden ist nichts mehr da."

Der Wiederaufbau - Ein Wettlauf gegen die Zeit

Dank der Unterstützung der Austrian Development Agency (ADA) arbeitet Jugend Eine Welt daran, die Schulen mit Tafeln, Tischen, Sesseln, Unterrichtsmaterialien sowie barrierefreien Toiletten auszustatten. Die Gebäude müssen bis zum kommenden Schuljahr wiederhergerichtet werden, was bedeutet, dass Dächer gedeckt und Mauern verputzt werden müssen. Darüber hinaus benötigen die Schulkinder sauberes Trinkwasser und eine warme Mahlzeit, um nicht mit leerem Magen lernen zu müssen.

Die Einrichtung eines Klassenzimmers kostet 4.000 Euro, eine Lehrkraft verdient rund 100 Euro im Monat. "Das sind kleine Summen, können aber Großes verändern!" betont Heiserer. Die finanzielle Unterstützung ist entscheidend, um diese Ziele zu erreichen.

Provisorischer Unterricht im Freien - Ein Hoffnungsschimmer

Bis alle Schulen wiederhergestellt sind, findet der Unterricht notdürftig unter freiem Himmel statt. Oft dient nur ein großer Mangobaum als Dach über dem Kopf. "Die Schulkinder rücken auf einfachen Holzscheiten zusammen und lauschen dem Lehrer, der seine Tafel an den Stamm lehnt," schildert Wolfang Wedan, Nothilfe-Koordinator von Jugend Eine Welt, Eindrücke von seinen letzten Besuchen in der Tigray-Region.

Für die Kinder, die Gewalt und Flucht erlebt haben, bedeutet dieser provisorische Unterricht weit mehr als Lesen und Rechnen: Er schenkt Struktur, Sicherheit und eine Portion Normalität im Ausnahmezustand. "Es ist ein Hoffnungsschimmer inmitten der Trümmer," fügt Wedan hinzu.

Die Bedeutung der Bildung - Eine Investition in die Zukunft

Bildung ist nicht nur ein Menschenrecht, sondern auch ein entscheidender Faktor für die Entwicklung einer Gesellschaft. In Krisenregionen wie Tigray kann Bildung den Kreislauf der Armut durchbrechen und langfristige Stabilität schaffen. Die Wiederherstellung der Schulen in Tigray ist daher nicht nur eine humanitäre Notwendigkeit, sondern auch eine Investition in die Zukunft der Region.

"Jeder Stift, jede Bank, jedes Dach ist ein Baustein für eine bessere Zukunft und ein späteres Leben in Würde," sagt Heiserer. Die Unterstützung durch Spenden ist von entscheidender Bedeutung, um das Schulsystem in Tigray wieder aufzubauen und den Kindern eine Perspektive zu bieten.

Fazit - Ein Aufruf zur Unterstützung

Jugend Eine Welt ruft dazu auf, die Bemühungen zum Wiederaufbau des Bildungssystems in der Tigray-Region zu unterstützen. Spenden können einen großen Unterschied machen und den Kindern in dieser krisengeschüttelten Region einen Hoffnungsschimmer geben.

"Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende, das Schulsystem in der vom Bürgerkrieg gebeutelten Tigray-Region wieder aufzubauen und schenken Sie damit den Kindern einen wichtigen Hoffnungsschimmer," appelliert Heiserer.

Spendenkonto: AT66 3600 0000 0002 4000 | Onlinespenden unter www.jugendeinewelt.at/spenden | Spenden sind steuerlich absetzbar!

Schlagworte

#Bildung#Bürgerkrieg#Flüchtlinge#Jugend Eine Welt#Spenden#Tigray#Wiederaufbau

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