LR Teschl‑Hofmeister und Bildungsdirektor Fritthum ziehen Bilanz mit Zahlen zu Matura, Sommerschule, Sonderschulen und Sicherheit
Teschl‑Hofmeister und Fritthum zogen in St. Pölten Bilanz: 1.208 Schulen, rund 200.000 Schüler, 7.600 Maturantinnen und Maturanten sowie Ausblicke auf das Schuljahr 2026/27.
Bevor für rund 200.000 Schülerinnen und Schüler in Niederösterreich die Sommerferien beginnen, haben Bildungslandesrätin Christiane Teschl‑Hofmeister und Bildungsdirektor Karl Fritthum im Landhaus in St. Pölten eine Bilanz zum Schulschluss 2025/26 gezogen und einen Ausblick auf das kommende Schuljahr 2026/27 gegeben. In ihrer Aussprache dankten sie ausdrücklich den Lehrkräften in den verschiedenen Schultypen für deren Arbeit im abgelaufenen Schuljahr.
Die Landesrätin und der Bildungsdirektor berichteten am Donnerstag über zentrale Zahlen und Maßnahmen des abgelaufenen Schuljahres. Teschl‑Hofmeister und Fritthum äußerten sich zu Schulformen, Leistungsstatistiken, Förderangeboten, Sicherheitsfragen sowie zur Vorbereitung auf 2026/27. Dabei nannten sie konkrete Zahlen zu Schulen, Lehrkräften, Maturantinnen und Maturanten sowie Teilnehmenden an Angeboten wie der Sommerschule und dem Wissenschaftsbus.
In Niederösterreich gebe es laut der Bilanz mittlerweile 1.208 Schulen. Die Aufteilung der Schulen umfasst 1.029 Allgemeinbildende Pflichtschulen, 66 Allgemeinbildende Höhere Schulen (AHS), 91 Berufsbildende Mittlere und Höhere Schulen (BMHS) sowie 22 Berufsbildende Pflichtschulen. Insgesamt seien rund 14.600 Pädagoginnen und Pädagogen in den Pflichtschulen, rund 4.000 Lehrkräfte an den AHS und rund 3.600 Lehrkräfte an den BMHS tätig.
Als besondere Zahl nannte die Landesrätin die 7.600 Maturantinnen und Maturanten, die sich in diesem Jahr der Zentralmatura gestellt haben. Teschl‑Hofmeister bezeichnete die Matura als „krönenden Abschluss der Schullaufbahn“ und gratulierte den Absolventinnen und Absolventen.
Die Bilanz enthielt auch Leistungskennzahlen aus den verschiedenen Schulstufen. In der Volksschule erreichten heuer 63,30 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Niederösterreich die AHS‑Reife (2025: 61,54 Prozent). 31,27 Prozent schlossen die Mittelschule mit ausgezeichnetem oder gutem Erfolg ab (2025: 31,4 Prozent); jene mit zwei Nicht‑Genügend lagen bei 0,8 Prozent (2025: 1,1 Prozent).
In den AHS haben 50,11 Prozent das Schuljahr mit ausgezeichnetem oder gutem Erfolg abgeschlossen (2025: 53,6 Prozent); 1,5 Prozent wiesen mehr als zwei Nicht‑Genügend auf (2025: 2,2 Prozent). In den BMHS betrug der Anteil mit ausgezeichnetem oder gutem Erfolg 26,38 Prozent (2025: 28,20 Prozent); 2,44 Prozent hatten heuer mehr als zwei Nicht‑Genügend (2025: 3,29 Prozent).
Teschl‑Hofmeister betonte, man solle „nicht nur auf die Defizite schauen“ und nannte Talenteförderung als Schwerpunkt. Als konkretes Beispiel erwähnte sie den Wissenschaftsbus in Kooperation mit dem IST Austria, der an Schulen komme, um Schülerinnen und Schüler für Wissenschaft und Forschung zu begeistern. Im Schuljahr 2025/26 hätten 48 Schulen das Angebot genutzt und damit 2.400 Schülerinnen und Schüler teilgenommen; im nächsten Schuljahr sollen im Wintersemester 59 Termine angeboten werden.
Die Landesrätin hob außerdem die Kooperation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften mit den Berufsschulen hervor und verwies damit auf bereichsübergreifende Angebote im Bildungsbereich.
Als Teil der psychosozialen Arbeit an Schulen nannte Teschl‑Hofmeister das mit der Bildungsdirektion und dem Jugendrotkreuz Niederösterreich gestartete Präventionsprojekt „Gemeinsam lösen wir's“. Ziel der genannten Maßnahmen sei es, ein Klima zu schaffen, in dem Schule als sicherer Ort wahrgenommen werde und über Probleme gesprochen werden könne.
Die Landesrätin verwies zudem auf den geplanten „digitalen Werkzeugkoffer“ und betonte, der virtuelle Raum gehöre bei jungen Menschen dazu; das Mindestalter für Social‑Media‑Plattformen sei zwar relevant, aber es brauche ergänzende Bildungsarbeit. Die Ankündigung eines digitalen Werkzeugkoffers erfolgte im Rahmen der Darstellung der fortgesetzten Präventionsarbeit.
Zur Sommerschule erklärte Teschl‑Hofmeister, sie finde heuer von 24. August bis 4. September statt. Rund 10.500 Schülerinnen und Schüler hätten sich angemeldet, deutlich mehr als im Vorjahr. Neu sei, dass Schülerinnen und Schüler aus Deutschförderklassen verpflichtend an den Sommerferienmaßnahmen teilnehmen müssen; davon seien in Niederösterreich rund 1.900 Kinder betroffen.
Die Landesrätin berichtete weiters, dass nach intensiven Gesprächen Tandem‑Modelle mit zwei Studierenden möglich geworden seien und der Bund ausreichend zusätzliche Mittel dafür bereitgestellt habe.
Zum Thema Sicherheit und Krisenmanagement nannte die Landesrätin für das laufende Schuljahr 78 abstrakte Bedrohungen. Sie betonte, dass es sich dabei nicht um „Lausbubenstreiche“, sondern um Straftaten handle, die Konsequenzen nach sich ziehen würden. Im heurigen Schuljahr habe es 204 Suspendierungen gegeben; zum Vergleich nannte sie 159 Suspendierungen im Jahr 2025.
Für das kommende Schuljahr wurde angekündigt, zusätzlich eine Suspendierungsbegleitung einzuführen.
Ein Schwerpunkt der Bilanz war der Erhalt der Sonderschulen. In Niederösterreich besuchen rund 120.000 Schülerinnen und Schüler eine Pflichtschule; davon hätten 6.105 Kinder einen sonderpädagogischen Förderbedarf. Laut Teschl‑Hofmeister werde die Hälfte dieser Kinder an Sonderschulen und die andere Hälfte in inklusiven Klassen unterrichtet.
Die Landesrätin betonte, es gehe um das Wohl des einzelnen Kindes und die Wahlfreiheit der Eltern und forderte die Wiedereinführung einer eigenständigen Ausbildung im Bereich Sonderpädagogik. Aktuell hätten 5,1 Prozent der Pflichtschülerinnen und Pflichtschüler einen sonderpädagogischen Förderbedarf, finanziert werden vom Bund aber lediglich 2,7 Prozent; diese Lücke wurde in der Aussprache angesprochen.
Zum Chancenbonus sagte Teschl‑Hofmeister, sie verstehe nicht, warum in Wien 227 Schulen profitieren, während es in Niederösterreich nur 27 seien; dieses Missverhältnis wurde in der Bilanz kritisiert.
Bildungsdirektor Karl Fritthum erklärte, die Vorbereitung auf das kommende Schuljahr beginne bereits jetzt. Er sagte, dass alle Stellen besetzt werden könnten und nannte die Hauptausschreibung als abgeschlossen. Im Pflichtschulbereich seien 450 Stellen ausgeschrieben gewesen und es habe mehr als doppelt so viele Bewerber gegeben; im mittleren und höheren Bereich seien bei 420 Planstellen ebenfalls mehr als doppelt so viele Bewerbungen eingegangen.
Zur Sommerschule nannte Fritthum 208 Standorte, ein Plus von 46 Standorten gegenüber zuvor. Er hob zudem die große Anzahl an Gütesiegeln hervor und nannte beispielhaft „Werkstatt in der Schule“, „LeseKulturSchule“, Schulsport‑Gütesiegel und „Singende klingende Schule“ als Beispiele für Auszeichnungen, die Aktivitäten der Pädagoginnen und Pädagogen würdigen.
Zentralmatura: Die Landesrätin und der Bildungsdirektor bezogen sich auf die Zentralmatura in Zusammenhang mit den 7.600 Maturantinnen und Maturanten. Die Zentralmatura ist die im Text genannte Abschlussprüfung, mit der die Schullaufbahn an bestimmten Schulformen beendet wird.
AHS (Allgemeinbildende Höhere Schule): Im Artikel wird die AHS als ein Schultyp genannt, in dem etwa 66 Schulen in Niederösterreich geführt werden und in dem Leistungsergebnisse gesondert ausgewiesen werden.
BMHS (Berufsbildende Mittlere und Höhere Schulen): Als eigener Schultyp sind im Bericht 91 BMHS genannt; für diesen Bereich werden ebenfalls Abschluss‑ und Leistungskennzahlen ausgewiesen.
Sonderschulen und sonderpädagogischer Förderbedarf: Im Text wird der Begriff verwendet, um zu beschreiben, dass 6.105 Kinder in Niederösterreich einen sonderpädagogischen Förderbedarf haben und die Betreuung entweder in Sonderschulen oder in inklusiven Klassen erfolgt.
Sommerschule: Im Text ist die Sommerschule ein zeitlich begrenztes Angebot, das im Jahr 2026 vom 24. August bis 4. September stattfindet und an dem rund 10.500 Schülerinnen und Schüler teilgenommen haben.
Der Bericht nennt rund 200.000 Schülerinnen und Schüler, für die die Sommerferien beginnen. Diese Zahl wurde im Zusammenhang mit der Bilanz zum Schulschluss 2025/26 angegeben.
Gemäß der Aussprache gibt es 1.208 Schulen insgesamt, aufgeteilt in 1.029 Allgemeinbildende Pflichtschulen, 66 AHS, 91 BMHS und 22 Berufsbildende Pflichtschulen. Zudem werden rund 14.600 Pädagoginnen und Pädagogen in Pflichtschulen, rund 4.000 Lehrkräfte an den AHS und rund 3.600 Lehrkräfte an den BMHS genannt.
Die Landesrätin gratulierte den 7.600 Maturantinnen und Maturanten, die sich in diesem Jahr der Zentralmatura gestellt haben. In der Bilanz wurden die Ergebnisse der Matura als „sehr beachtlich" bezeichnet.
Die Sommerschule findet laut Angabe heuer von 24. August bis 4. September statt. Rund 10.500 Schülerinnen und Schüler hätten sich angemeldet; neu ist die verpflichtende Teilnahme von rund 1.900 Kindern aus Deutschförderklassen.
Im laufenden Schuljahr wurden 78 abstrakte Bedrohungen genannt; es habe sich um Straftaten gehandelt, so die Aussprache. Insgesamt gab es 204 Suspendierungen im heurigen Schuljahr, verglichen mit 159 im Jahr 2025. Ab dem kommenden Schuljahr ist eine Suspendierungsbegleitung geplant.
Als Beispiel für Talenteförderung wurde der Wissenschaftsbus in Kooperation mit dem IST Austria genannt: 48 Schulen nutzten das Angebot im Schuljahr 2025/26 mit insgesamt 2.400 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern; im nächsten Schuljahr sind 59 Termine im Wintersemester geplant. Zudem wurde die Kooperation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften mit Berufsschulen hervorgehoben.
Quelle: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Bilanz zum Schulschluss 2025/26 (Presseaussendung).
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