Der Augustin lädt am 29. Mai 2026 ab 17:00 Uhr zum traditionellen Hoffest in Wien-Margareten. Besucher:innen erwartet ein buntes Kulturprogramm, Kulinarik und eine Tombola. Augustin Hoffest ...
Der Augustin lädt am Freitag, 29. Mai 2026, ab 17:00 Uhr zum Hoffest in den Augustin Hof & Lounge in Wien-Margareten. Das Fest in der Reinprechtsdorfer Straße 31 verbindet Kulturprogramm, Kulinarik, Tombola, Nachbarschaft und Beiträge von Augustin-Verkäuferinnen und -Verkäufern. Der Eintritt ist als offenes Begegnungsformat angelegt.
Das Hoffest ist mehr als ein Veranstaltungstermin. Es zeigt, wie die Wiener Straßenzeitung Augustin Kultur, soziale Arbeit und Selbstermächtigung miteinander verbindet. Wer kommt, besucht nicht nur ein Hofkonzert oder eine Lesung, sondern unterstützt ein Projekt, das Menschen mit Armutserfahrung Sichtbarkeit, Einkommen und eine Stimme im öffentlichen Raum gibt.
Im Mittelpunkt des angekündigten Programms steht die Tanzperformance „Dancing in the Margins“ unter der Choreografie von Mzamo Nondlwana. Dargeboten wird sie von Augustin-Verkäuferinnen und -Verkäufern, darunter Jan Pisar, Lyubov Anna Leitner, Esther Omoarukhe und Juliet Vincent. Die Performance beschreibt eine Bewegung von fragmentierten Gesten hin zu kollektiven Rhythmen und passt damit gut zum Grundgedanken des Hoffests: Viele einzelne Erfahrungen werden zu einem gemeinsamen Moment.
Auch Lesungen sind Teil des Abends. Genannt werden Nadine Kegele, Hubertus September und Anna Maltschnig, die Texte aus dem Augustin lesen. Musikalisch wird das Fest vom Chor Hor 29. novembar begleitet. Später übernehmen Augustinverkäufer Santos mit seiner Percussiongroup sowie eine DJ-Line mit ennüi und zoewhale.
Der Augustin sitzt in der Reinprechtsdorfer Straße 31 im fünften Wiener Gemeindebezirk. Die Adresse ist nicht nur ein Bürostandort, sondern auch ein sozialer und kultureller Treffpunkt. Auf der offiziellen Kontaktseite führt der Verein seine Bereiche für Sozialarbeit, Vertrieb, Redaktion, Öffentlichkeitsarbeit, Administration und Fundraising auf. Das zeigt: Hinter der Straßenzeitung steht eine Struktur, die weit über den Verkauf einzelner Ausgaben hinausgeht.
Ein Hoffest an diesem Ort macht diese Struktur sichtbar. Menschen, die den Augustin sonst auf der Straße kaufen, können Redaktion, Verkäuferinnen, Verkäufer, Unterstützerinnen, Unterstützer und Nachbarschaft in einem anderen Rahmen erleben. Das ist für ein soziales Medienprojekt wichtig, weil Vertrauen nicht nur durch Inhalte entsteht, sondern durch Begegnung.
Der Augustin wurde 1995 gegründet und versteht sich als Stadtzeitung und soziale Initiative. Laut offizieller Selbstdarstellung arbeiten professionelle Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter an der Seite der Verkäuferinnen und Verkäufer. Die Zeitung ist damit nicht bloß ein Produkt, sondern Teil eines Modells, das Menschen in schwierigen Lebenslagen eine legale und sichtbare Einnahmemöglichkeit gibt.
Straßenzeitungen unterscheiden sich von klassischen Medien durch ihre doppelte Funktion. Sie berichten, kommentieren und unterhalten, schaffen aber zugleich eine konkrete ökonomische Möglichkeit für die Verkäuferinnen und Verkäufer. Wer eine Ausgabe kauft, erhält journalistische Inhalte und unterstützt gleichzeitig eine Person im öffentlichen Raum.
Der Augustin ist im internationalen Kontext kein Einzelfall. Das International Network of Street Papers listet den Augustin als österreichische Straßenzeitung. Das Netzwerk verbindet mehr als 90 Straßenzeitungen in 35 Ländern. Solche Netzwerke helfen, Erfahrungen zu teilen, journalistische Inhalte auszutauschen und soziale Modelle weiterzuentwickeln.
Für Wien ist der Augustin dennoch ein sehr eigenes Projekt. Die Zeitung verbindet lokale Stadtgeschichten, soziale Themen, Kultur, Satire und Verkäuferinnenperspektiven. Ein Hoffest ist deshalb auch ein kleines Stadtteilereignis: Es rückt ein Medium ins Zentrum, das sonst oft zwischen U-Bahn-Ausgang, Supermarkt, Straßenecke und öffentlichem Alltag wahrgenommen wird.
Kulturprogramm bei einem Straßenzeitungsfest ist nicht bloß Unterhaltung. Wenn Verkäuferinnen und Verkäufer tanzen, musizieren, lesen oder eigene Arbeiten präsentieren, verschiebt sich die Perspektive. Menschen, die im Alltag häufig nur in einer Verkaufsrolle gesehen werden, treten als Künstlerinnen, Autoren, Performerinnen oder Teil eines Chors auf. Das ist ein anderer sozialer Blick.
Gleichzeitig ist das Programm niederschwellig. Grillerei, Salatbuffet, Kuchen, Tombola, Kindertisch und Musik machen das Fest zugänglich für Nachbarschaft und Unterstützerkreis. Es geht nicht um Exklusivität, sondern um Teilnahme. Genau darin liegt die Stärke solcher Formate.
Das Hoffest findet am 29. Mai 2026 von 17:00 bis 23:00 Uhr im Augustin Hof & Lounge statt. Der Ort liegt in der Reinprechtsdorfer Straße 31, 1050 Wien. Wer teilnehmen möchte, sollte die offiziellen Augustin-Kanäle im Blick behalten, falls es kurzfristige organisatorische Hinweise gibt.
Kontaktangaben aus der Ursprungsaussendung werden hier bewusst nicht klickbar gesetzt. Wer den Augustin erreichen möchte, findet die aktuellen Kontaktdaten auf der offiziellen Website. Das ist sauberer als einzelne Telefonnummern oder E-Mail-Adressen aus einer Pressemitteilung dauerhaft als Artikelquelle zu verwenden.
Eine Straßenzeitung ist ein Medium, das meist von Menschen in sozialen oder wirtschaftlichen Notlagen verkauft wird. Der Verkauf bietet eine legale Einnahmemöglichkeit und schafft gleichzeitig Öffentlichkeit für Themen wie Armut, Wohnen, Stadtpolitik, Kultur und soziale Teilhabe. Viele Straßenzeitungen arbeiten mit professionellen Redaktionen und sozialarbeiterischer Begleitung.
Das Hoffest ist für Freitag, 29. Mai 2026, von 17:00 bis 23:00 Uhr angekündigt.
Der Veranstaltungsort ist der Augustin Hof & Lounge in der Reinprechtsdorfer Straße 31, 1050 Wien.
Genannt werden Tanzperformance, Lesungen, Chor, Percussion, DJ-Line, Grillerei, Salatbuffet, Kuchen, Tombola, Fashion-Ergebnisse aus der Siebdruck-Arbeitsgruppe und ein Kindertisch.
Es bringt Redaktion, Verkäuferinnen und Verkäufer, Nachbarschaft, Unterstützerkreis und Kulturprogramm zusammen. Dadurch wird sichtbar, dass der Augustin Zeitung, Sozialprojekt und Stadtteilort zugleich ist.
Soziale Medienprojekte kämpfen oft mit einem Wahrnehmungsproblem: Sie sind im Alltag präsent, werden aber selten ausführlich erklärt. Ein Hoffest kann diese Lücke schließen, weil es die Organisation nicht abstrakt beschreibt, sondern erlebbar macht. Besucherinnen und Besucher sehen, wer am Projekt beteiligt ist, wie breit das kulturelle Umfeld ist und warum Unterstützung mehr sein kann als ein einzelner Zeitungskauf.
Für den Stadtteil ist das ebenfalls relevant. Margareten ist dicht, vielfältig und von vielen sozialen Wirklichkeiten geprägt. Ein offenes Hoffest schafft einen Raum, in dem Nachbarschaft, Kultur und Solidarität nicht voneinander getrennt auftreten. Genau deshalb ist der Termin für den Augustin mehr als ein Sommerabend im Hof.
In der Ursprungsaussendung wird das Fest als offenes Hoffest beschrieben. Für konkrete Hinweise zu Spenden, Essen oder kurzfristigen Änderungen sollten die offiziellen Augustin-Kanäle geprüft werden.