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AK Oberösterreich: Eigenmarken statt Markenprodukte

Monatlicher Vergleich in Billa, Hofer, Lidl und Spar zeigt Einsparpotenziale bis 1.000 Euro pro Jahr

13. Juli 2026
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Die Arbeiterkammer Oberösterreich verglich von März bis Juli 2026 je zwei 20‑Artikel‑Warenkörbe in vier Supermarktketten und nennt Einsparungen pro Einkauf von bis zu 24 Euro.

Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat in einem monatlichen Preisvergleich in den vier großen Lebensmittelketten Billa, Hofer, Lidl und Spar untersucht, welche Einsparungen möglich sind, wenn Kundinnen und Kunden statt zu bekannten Marken auf preisgünstigere Alternativen – etwa Eigenmarken des Handels – zurückgreifen. Von März bis Juli 2026 wurden dafür jeweils zwei Warenkörbe eingekauft: einer mit 20 Markenprodukten und einer mit 20 günstigeren Alternativprodukten. Laut Aussendung brachte die Mehrwertsteuersenkung auf den ausgewählten Warenkorb bis zu 2,45 Euro Ersparnis, zusätzlich lag das Einsparungspotenzial durch günstigere Artikel pro Einkauf bei bis zu 24 Euro.

Die monatlichen Einkäufe zeigten insgesamt ein stabiles Preisniveau; nennenswerte Preisänderungen traten nur vereinzelt auf und betrafen überwiegend saisonales Obst und Gemüse, deren Preise naturgemäß stärker schwanken. Bei den übrigen Produkten gab es demnach kaum Veränderungen.

AK-Vergleich in Billa, Hofer, Lidl und Spar im Überblick

Der Vergleich umfasste die vier Lebensmittelketten Billa, Hofer, Lidl und Spar. In jedem Monat wurde in diesen Märkten jeweils ein Warenkorb mit 20 Markenprodukten und ein Warenkorb mit 20 günstigeren Alternativprodukten eingekauft. Die Beobachtungsperiode erstreckte sich von März bis Juli 2026.

Die Arbeiterkammer hebt hervor, dass saisonale Schwankungen vor allem bei Obst und Gemüse zu Preisänderungen geführt haben, während die Preise der restlichen Produkte weitgehend stabil blieben. Die Analyse vergleicht damit direkte Preisunterschiede zwischen Marken und Alternativen innerhalb derselben Filialgruppen.

Ergebnisse nach Kette: Billa, Spar, Lidl und Hofer

Bei Billa lagen die Unterschiede zwischen Marken- und Alternativwaren besonders hoch. Im Juni kostete der Warenkorb mit Markenprodukten bei Billa 57,68 Euro, die günstigeren Alternativen kosteten 34,65 Euro – eine Differenz von 23,03 Euro. Auch im Juli ergaben sich bei Billa Einsparungen: Dort konnten Kundinnen und Kunden durch den Griff zu günstigeren Produkten 19,59 Euro sparen.

Ähnlich groß war die Differenz bei Spar. Im Juni nannte die AK eine Ersparnis von 21,36 Euro; im Juli betrug die Einsparung bei Spar 19,88 Euro. Die Aussendung stellt fest, dass sich damit rund ein Drittel der Einkaufskosten einsparen lässt, ohne auf Produkte verzichten zu müssen.

Bei Lidl war das Einsparpotenzial deutlich geringer als bei Billa und Spar, dennoch waren monatlich spürbare Ersparnisse möglich: Je nach Monat lag die Ersparnis zwischen 7,59 und 10,03 Euro. Hofer verzeichnete die kleinsten Preisunterschiede: Dort schrumpfte die Differenz zwischen Marken- und günstigen Produkten im Beobachtungszeitraum kontinuierlich – von knapp 4 Euro im März auf nur noch 15 Cent im Juli. Gleichzeitig bot Hofer laut AK viermal den Warenkorb mit den preiswerteren Lebensmitteln zum niedrigsten Gesamtpreis an.

AK-Produktliste: Einzelprodukte mit besonders großen Preisunterschieden

Die Arbeiterkammer Oberösterreich stellt eine Produktliste mit den erhobenen Artikeln zur Verfügung. In dieser Liste sind für jedes erhobene Produkt der günstigste und der teuerste Preis angegeben. Die AK nennt konkrete Beispiele für hohe Preisunterschiede: Bei Erbsen beträgt der Preisunterschied zwischen Marken- und Alternativprodukt bis zu 4,62 Euro, bei Reis bis zu 3,62 Euro, bei Hausbrot bis zu 2,32 Euro und bei Spaghetti bis zu 1,91 Euro.

Die AK-Produktliste ist online einsehbar und zeigt pro Artikel, wie groß die Spanne zwischen günstigstem und teuerstem Angebot war.

Produktliste der Arbeiterkammer Oberösterreich

Tipps der Arbeiterkammer Oberösterreich für günstigen Einkauf

  • Planen Sie Ihren Einkauf und schreiben Sie sich eine Einkaufsliste. Dadurch verhindern Sie teure Impulskäufe.
  • Wenn Sie für mehrere Tage im Voraus einkaufen und vorkochen, können Sie auch Großpackungen nutzen. Haben Sie Platz im Gefrierfach, können sie auch Portionen für später einfrieren.
  • Vergleichen Sie die Preise bei mehreren Anbietern. Achten Sie dabei immer auf den Grundpreis, z.B. Euro pro Kilogramm oder Liter. So lassen sich auch verschiedene Packungsgrößen vergleichen.
  • Nutzen Sie gezielt günstige Preise und Rabattaktionen. Alle dafür notwendigen Infos finden Sie auf der Preisvergleichsplattform www.preisrunter.at bzw. in der App.
  • Viele Supermärkte bieten verderbliche Ware kurz vor Ladenschluss – besonders samstags – zu stark reduzierten Preisen an. Obst, Gemüse, Milchprodukte, aber auch Fleisch und Fisch können so um minus 25 bis 50 Prozent eingekauft werden. Achten Sie hier darauf, die Ware bei hohen Temperaturen gekühlt zu transportieren und umgehend zu verkochen bzw. zu verzehren.
  • Saisonales Obst und Gemüse ist meist günstiger und auch umweltfreundlicher. Damit tun Sie der Natur und Ihrer Geldbörse etwas Gutes.

Begriffserklärungen

Eigenmarken

Als Eigenmarken werden in der Aussendung jene Produkte bezeichnet, die Geschäfte oder Handelsketten unter eigener Marke anbieten und die in der Regel günstiger als bekannte Markenprodukte sind. Die AK weist darauf hin, dass das Greifen zu Eigenmarken oder günstigen Markenalternativen der größte Hebel beim Sparen für preisbewusste Konsumentinnen und Konsumenten ist.

Grundpreis

Der Grundpreis ist ein Vergleichswert, etwa Euro pro Kilogramm oder Liter, mit dem unterschiedliche Packungsgrößen und Fassungen vergleichbar gemacht werden können. Die AK empfiehlt, beim Preisvergleich auf den Grundpreis zu achten, um tatsächliche Preisunterschiede zu erkennen.

Warenkorb

Im AK‑Vergleich bezeichnet "Warenkorb" die Zusammenstellung von 20 Artikeln, einmal als Markenware und einmal als günstigere Alternativprodukte. Die Methode ermöglicht einen direkten, monatlichen Vergleich der Gesamtkosten beider Varianten.

Mehrwertsteuersenkung

Die Aussendung nennt, dass eine Mehrwertsteuersenkung auf den ausgewählten Warenkorb eine Einsparung von bis zu 2,45 Euro brachte. Diese Zahl bezieht sich ausdrücklich auf die getesteten Warenkörbe im betrachteten Zeitraum.

Saisonales Obst und Gemüse

Mit "saisonal" meint die AK Obst und Gemüse, deren Preise natürlicherweise stärker schwanken. Die Aussendung hebt hervor, dass Preisänderungen während der Beobachtungsperiode überwiegend bei diesen Waren auftraten.

Nutzwert: Wie die AK die möglichen Jahresersparnisse einordnet

Die Arbeiterkammer macht in ihrer Mitteilung einen Beispielrechnungshinweis: Für preisbewusste Haushalte ist der Griff zu Eigenmarken oder günstigeren Marken der größte Hebel beim Sparen. Die AK nennt, dass sich bei regelmäßigen Wocheneinkäufen die Entscheidung für günstigere Alternativen über das Jahr hinweg auf bis zu 1.000 Euro Ersparnis summieren kann.

Diese Angabe steht als Aussage der AK in der Aussendung und bezieht sich auf die kumulative Wirkung von Einsparungen bei wiederkehrenden Einkäufen über das Jahr.

FAQ zur AK-Analyse der Eigenmarken

Wie wurde die AK‑Untersuchung durchgeführt?

Die AK hat von März bis Juli 2026 in den vier Ketten Billa, Hofer, Lidl und Spar jeweils zwei Warenkörbe mit 20 Artikeln eingekauft: einen mit Markenprodukten und einen mit günstigeren Alternativprodukten. Die Einkäufe erfolgten monatlich, um Preisunterschiede und kurzfristige Schwankungen zu erfassen.

Wie hoch war die größte Ersparnis pro Einkauf?

Die Aussendung nennt, dass das weitere Einsparungspotenzial durch preisgünstigere Artikel pro Einkauf bei bis zu 24 Euro lag. Zusätzlich brachte die Mehrwertsteuersenkung auf den ausgewählten Warenkorb bis zu 2,45 Euro Ersparnis.

Welche Ketten wiesen die größten beziehungsweise kleinsten Differenzen auf?

Besonders hoch war das Einsparpotenzial bei Billa und Spar, weil deren Sortimente viele Eigenmarken‑Produkte umfassen. Lidl zeigte geringere, aber noch spürbare Einsparungen, und Hofer verzeichnete die kleinsten Preisunterschiede; dort sank die Differenz von knapp 4 Euro im März auf 15 Cent im Juli. Hofer bot laut AK zudem viermal den Warenkorb mit den preiswerteren Lebensmitteln zum niedrigsten Gesamtpreis an.

Bei welchen Produkten waren die Unterschiede am größten?

Die AK hebt einzelne Artikel hervor: Bei Erbsen betrug der Preisunterschied zwischen Marken- und Alternativprodukt bis zu 4,62 Euro, bei Reis bis zu 3,62 Euro, bei Hausbrot bis zu 2,32 Euro und bei Spaghetti bis zu 1,91 Euro. Diese Werte stammen aus der AK‑Produktliste.

Wo finde ich die vollständige Produktliste und die Warenkorb‑Details?

Die Arbeiterkammer hat die Produktliste online veröffentlicht; dort sind für jedes erhobene Produkt der günstigste und der teuerste Preis angeführt. Die AK stellt außerdem einen Warenkorb‑Vergleich zur Verfügung, in dem die genannten Zahlen für einzelne Monate dokumentiert sind.

Quellen und Kontakt

Quelle: Aussendung der Arbeiterkammer Oberösterreich zur Analyse von Markenprodukten und günstigeren Alternativen (März–Juli 2026).

Produktliste der AK Oberösterreich: infogram.com

Warenkorb‑Details (Beispiel Juni): infogram.com

Kontakt Arbeiterkammer Oberösterreich: Mag. Dominik Bittendorfer, Telefon: 050/6906-2191, E‑Mail: dominik.bittendorfer [at] akooe.at. Impressum: ooe.arbeiterkammer.at/impressum

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Schlagworte

#Eigenmarken#Arbeiterkammer Oberösterreich#Sparen#Preisvergleich#Lebensmittelketten#Arbeiterkammer#Konsument#Konsumgüter

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