Neuartige Sensoren ermöglichen eine präzise molekulare Diagnostik aus Blutproben, die effizienter und ressourcenschonender ist als Laborverfahren
Im EU-Projekt SmartSens entwickelt das AIT ein siebdruckbasiertes Biosensorsystem zur Nachweis von Nukleinsäuren in Blutproben; Start 1. Juni 2026, Budget 1,3 Mio. Euro. Parallel läuft das Projekt FlexDNA zur On‑Chip‑PCR für die molekulare Leukämie-Überwachung.
Das AIT Austrian Institute of Technology startet gemeinsam mit europäischen Partnern neue Projekte zur Entwicklung nachhaltiger Biosensoren für die molekulare Diagnostik aus Blutproben. Im Mittelpunkt steht laut Aussendung das EU-geförderte Projekt „SmartSens“ (Advanced Materials for Sustainable Nucleic Acid Biosensing), das einen siebdruckbasierten, flexiblen Biosensor zum Nachweis von Nukleinsäuren entwickeln soll.
Die Forschenden adressieren in der Mitteilung konkret die Herausforderungen der sogenannten Liquid Biopsy: die nichtinvasive Identifikation bestimmter Biomoleküle wie DNA oder RNA in Blut oder anderen Körperflüssigkeiten. Laut AIT liefern solche Untersuchungen zusätzliche Informationen für medizinische Beurteilungen und können Gewebeanalysen ergänzen.
Das Projekt SmartSens startet laut Aussendung am 1. Juni 2026, läuft über drei Jahre und verfügt über ein Gesamtbudget von 1,3 Millionen Euro. Unter der Leitung des AIT arbeiten Partner aus Österreich, Tschechien, Finnland, der Türkei und Polen an dem Vorhaben. Im Konsortium sind demnach Kompetenzen aus Molekulardiagnostik, Biosensorik, Materialwissenschaft, gedruckter Elektronik und klinischer Krebsforschung gebündelt.
Als konkretes Ziel nennt die Mitteilung die Entwicklung eines flexiblen, siebdruckbasierten Biosensorsystems zum Nachweis von Nukleinsäuren in Blutproben. SmartSens soll sich nach Angaben des AIT an der Schnittstelle zwischen molekularer Präzision, Materialentwicklung, anwendungsorientierter Biosensorik und potenziell skalierbaren Herstellungsverfahren bewegen.
Die Aussendung beschreibt mehrere Material- und Verfahrenskomponenten, die im Projekt weiterentwickelt werden sollen. Aufbauend auf einem elektrochemischen Assay werden zentrale Bausteine für die DNA-Analyse laut AIT bearbeitet. Genannt werden unter anderem biopolymerbasierte Materialien für mikrofluidische Strukturen, Cellulose-basierte Werkstoffe zur DNA-Aufreinigung, neuartige Kupfermaterialien für gedruckte Elektronik sowie nicht-enzymatische und markierungsfreie Verfahren zur DNA-Detektion.
Die Liste in der Mitteilung nennt diese Beispiele als Ansatzpunkte, die SmartSens an der Schnittstelle von Materialforschung und Biosensorik verfolgen will. In der Aussendung wird betont, dass die Projekte die molekulare Analytik mit Fragen nach einer materialseitig effizienten, funktionalen und nachhaltigen Gestaltung diagnostischer Technologien verknüpfen.
Laut AIT bündelt das Konsortium fachspezifische Kompetenzen, um von der Materialentwicklung bis zur klinischen Erprobung Technologien voranzutreiben. Die genannten Disziplinen – Molekulardiagnostik, Biosensorik, Materialwissenschaft, gedruckte Elektronik und klinische Krebsforschung – decken nach Darstellung des AIT sowohl die analytische Methodik als auch die Herstellung und Anwendung potenzieller Gerätesysteme ab.
Die kooperative Struktur des Projekts sieht dem Text zufolge eine enge Verzahnung von Forschung an neuen Werkstoffen und der Entwicklung anwendungsorientierter Sensorplattformen vor. Die Laufzeit von drei Jahren und das genannte Budget sollen demnach die Entwicklung, Testung und Validierung zentraler Bausteine ermöglichen.
Die Mitteilung betont, dass der konkrete Anwendungsfall in der Brustkrebsforschung – der Nachweis von PIK3CA-Mutationen – eine technische Grundlage für weitere Anwendungen der Nukleinsäure-Biosensorik bilden soll. Über diesen Anwendungsfall hinaus nennt das AIT die Möglichkeit, die entwickelten technologischen Bausteine auch in anderen Bereichen der Molekulardiagnostik zu nutzen.
Als Anwendungsbeispiel für verwandte Entwicklungen verweist die Aussendung auf das Projekt FlexDNA, das ebenfalls unter Leitung des AIT gestartet wird und sich mit On‑Chip PCR-Lösungen befasst. Solche Projekte werden in der Mitteilung als Teil eines breiteren Entwicklungspfads für Biosensorik, Medizintechnik und gedruckte Elektronik dargestellt.
Als weiteres Projekt nennt die AIT‑Aussendung FlexDNA, das im September offiziell startet und von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) unterstützt wird. FlexDNA hat demnach eine Laufzeit von drei Jahren, Koordination durch das AIT und Partner aus Österreich und Tschechien; das Gesamtbudget liegt bei 1,77 Millionen Euro.
Im Zentrum von FlexDNA steht laut Mitteilung der Nachweis von RNA-Molekülen im Blut für die Diagnose, Risikoklassifizierung und molekulare Überwachung bei akuter lymphoblastischer Leukämie (ALL) und chronischer myeloischer Leukämie (CML). Im Projekt werde ein thermokonvektionsgesteuerter, flexibler PCR‑Chip entwickelt, bei dem elektrochemische Nachweisverfahren mit ökologisch konzipierten elektronischen Komponenten, neuartigen Materialien und energieeffizienter Elektronik kombiniert werden, heißt es in der Aussendung.
SmartSens zielt nach Angaben des AIT auf die Entwicklung eines Sensorsystems, das den Nachweis von PIK3CA‑Mutationen im Zusammenhang mit Brustkrebs technisch weiterführt und zugleich neue Ansätze für ressourcenschonende diagnostische Plattformen eröffnet. Dabei sollen Materialentwicklung, gedruckte Elektronik und anwendungsorientierte Biosensorik miteinander verknüpft werden.
FlexDNA hat laut Mitteilung den Schwerpunkt auf molekulare Leukämie‑Überwachung mittels RNA‑Nachweis im Blut. Das Projekt nennt als Ziel die Schaffung einer miniaturisierten, abfallarmen und dezentral einsetzbaren Lösung, die häufigere Testungen und eine frühzeitigere Erkennung molekularer Rückfälle ermöglichen soll; diese Formulierungen werden in der Aussendung als Ziele wiedergegeben.
Die Aussendung beschreibt die Liquid Biopsy als eine Untersuchung, mit der bestimmte Biomoleküle wie DNA oder RNA auf nichtinvasive Weise in Blut oder anderen Körperflüssigkeiten nachgewiesen werden können. Solche Verfahren können Gewebeanalysen ergänzen und zusätzliche Informationen für die medizinische Beurteilung liefern, heißt es in der Mitteilung.
Im Text wird PIK3CA als ein Gen genannt, dessen Mutationen bei bestimmten Formen von Brustkrebs therapeutisch relevant sein können. Nach Darstellung des AIT lassen sich solche Mutationen auch anhand zirkulierender Tumor‑DNA im Blut untersuchen.
Die Aussendung verweist auf moderne Labormethoden, insbesondere PCR‑Verfahren, als Mittel, um sehr geringe Mengen an DNA‑Veränderungen nachzuweisen. Gleichzeitig wird PCR in der Mitteilung als ressourcenintensiv beschrieben, mit einem erheblichen Materialverbrauch, der Testfrequenz und den Zugang in der Routineversorgung begrenzen kann.
In SmartSens nennt das AIT biopolymerbasierte Materialien für mikrofluidische Strukturen als einen Entwicklungsschwerpunkt. Mikrofluidische Strukturen dienen dem Text zufolge dazu, Flüssigkeiten in sehr kleinen Volumina gezielt zu führen und damit in den projektierten Diagnostiklösungen eine Rolle zu spielen.
Die Mitteilung beschreibt den Aufbau eines elektrochemischen Assays als Grundlage für die weiterentwickelte DNA‑Analyse in SmartSens. Ein elektrochemischer Assay wird im Text als technologische Basis genannt, auf der zentrale Komponenten der DNA‑Analyse weiterentwickelt werden.
Gedruckte Elektronik wird in der Aussendung als Teil der technischen Komponenten genannt, etwa im Zusammenhang mit neuartigen Kupfermaterialien für gedruckte Leiterbahnen. Der Begriff bezieht sich in der Mitteilung auf Herstellungsverfahren, die elektronische Bauteile mit Druckverfahren erzeugen, was im Projekt im Kontext skalierbarer Fertigungsansätze erwähnt wird.
SmartSens (Advanced Materials for Sustainable Nucleic Acid Biosensing) ist laut Aussendung ein EU‑Projekt zur Entwicklung eines flexiblen, siebdruckbasierten Biosensorsystems zum Nachweis von Nukleinsäuren in Blutproben. Das Projekt bündelt demnach Expertisen aus Molekulardiagnostik, Biosensorik, Materialwissenschaft, gedruckter Elektronik und klinischer Krebsforschung.
Das AIT Austrian Institute of Technology leitet SmartSens, wie in der Mitteilung genannt. Partner aus Österreich, Tschechien, Finnland, der Türkei und Polen sind laut Aussendung am Projekt beteiligt.
Der Starttermin laut Aussendung ist der 1. Juni 2026; das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und hat ein Gesamtbudget von 1,3 Millionen Euro.
SmartSens setzt nach Angaben des AIT an der Schnittstelle zwischen molekularer Präzision und Materialentwicklung an. Aufbauend auf einem elektrochemischen Assay sollen biopolymerbasierte mikrofluidische Strukturen, Cellulose‑basierte Werkstoffe zur DNA‑Aufreinigung, neuartige Kupfermaterialien für gedruckte Elektronik und nicht‑enzymatische sowie markierungsfreie Verfahren zur DNA‑Detektion weiterentwickelt werden.
FlexDNA (Advanced materials for sustainable flexible electronics for On‑Chip PCR) ist laut Aussendung ein weiteres AIT‑geführtes Projekt mit Unterstützung der FFG; es startet im September, läuft drei Jahre und hat ein Gesamtbudget von 1,77 Millionen Euro. Im Zentrum steht der Nachweis von RNA‑Molekülen im Blut für Diagnose, Risikoklassifizierung und molekulare Überwachung bei akuter lymphoblastischer Leukämie (ALL) und chronischer myeloischer Leukämie (CML).
In der Aussendung wird SmartSens als EU‑gefördertes Projekt mit einem Gesamtbudget von 1,3 Millionen Euro beschrieben. FlexDNA wird laut Mitteilung mit Unterstützung der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) umgesetzt und hat ein Gesamtbudget von 1,77 Millionen Euro; beide Projekte sind auf drei Jahre angelegt.
Quelle: AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Pressemitteilung vom 17. Juni 2026. Weitere Informationen über das AIT sind verfügbar unter https://presse.ait.ac.at/Info.aspx?menueid=33896&l=deutsch
Kontakt AIT Communication – Presse & PR: Mag. Florian Hainz, BA, AIT Austrian Institute of Technology, Telefon: +43 (0)50550-4518, E‑Mail: florian.hainz[at]ait.ac.at. Offizielle Website: http://www.ait.ac.at