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AGRANA halbiert Dividende: Nur 0,35 Euro nach schwierigem Jahr

15. April 2026
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Der österreichische Agrar- und Nahrungsmittelkonzern AGRANA Beteiligungs-AG kürzt seine Dividende für das Geschäftsjahr 2025/26 drastisch um die Hälfte. Statt der im Vorjahr ausgeschütteten 0,70 Euro je Aktie sollen Aktionäre nur noch 0,35 Euro erhalten.

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Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat am 15. April 2026 – vorbehaltlich der Billigung durch den Aufsichtsrat – beschlossen, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2025|26 eine Dividende von 0,35 € je Aktie vorzuschlagen. Im Vorjahr lag die Dividende bei 0,70 € je Aktie.

Bilanzkennzahlen 2025|26 (vorläufig)

Nach vorläufigen Zahlen (vor Testat) erzielte AGRANA im Geschäftsjahr 2025|26 (1. März 2025 bis 28. Februar 2026) ein operatives Ergebnis von 81,2 Mio. € (Vorjahr: 76,5 Mio. €). Das Ergebnis aus Sondereinflüssen belief sich auf –74,1 Mio. € (Vorjahr: –36,4 Mio. €) und beinhaltet eine nicht zahlungswirksame Wertminderung auf Anlagevermögen im Segment ACS – Zucker in Höhe von 46,0 Mio. €. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) lag bei 3,2 Mio. € (Vorjahr: 40,5 Mio. €). Die Umsatzerlöse der Gruppe betrugen 3.237,3 Mio. € (Vorjahr: 3.514,0 Mio. €).

Kennzahlen (in Mio. €)

Umsatzerlöse: 3.237,3 (2025|26) vs. 3.514,0 (2024|25). Operatives Ergebnis: 81,2 vs. 76,5. Ergebnis aus Sondereinflüssen: –74,1 vs. –36,4. EBIT: 3,2 vs. 40,5. Ergebnis je Aktie: –0,64 vs. –0,07.

Dividende und Terminplanung

Bezogen auf den Schlusskurs zum Geschäftsjahresende entspricht die vorgeschlagene Dividende von 0,35 € einer Dividendenrendite von 3,0 %. Die Aufsichtsratssitzung ist für den 11. Mai 2026 geplant; die Hauptversammlung soll am 3. Juli 2026 stattfinden.

AGRANA erklärt, sich weiterhin zu einer berechenbaren, zuverlässigen und transparenten Dividendenpolitik zu bekennen. Die Ausschüttungen orientieren sich dabei nach Unternehmensangaben nicht nur am Ergebnis, sondern auch am Cashflow sowie an der Verschuldungssituation des Konzerns – bei gleichzeitiger Wahrung einer soliden Bilanzstruktur.

Ausblick für 2026|27

Für das Geschäftsjahr 2026|27 (1. März 2026 bis 28. Februar 2027) erwartet AGRANA ein EBIT, das sehr deutlich (mehr als +50 %) über dem Vorjahr liegen soll; erwartet wird ein Wert in einer Bandbreite von 70 bis 90 Mio. €. Beim Konzernumsatz wird ein leichter Anstieg erwartet (+1 % bis +5 %).

Für das EBIT des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2026|27 wird ein Betrag erwartet, der sehr deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahreszeitraumes (Q1 2025|26: 5,7 Mio. €) liegt.

Risiken und Annahmen

Der OTS-Bericht verweist zudem auf Risiken im Zusammenhang mit geopolitischen Entwicklungen: Der Ende Februar 2026 eskalierte Konflikt im Nahen Osten führe nach dem andauernden Krieg in der Ukraine zu einer Verstärkung der bereits bestehenden hohen Volatilitäten auf den Absatzmärkten und weiteren Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten. Die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen sowie die Dauer dieser zusätzlichen temporären Ausnahmesituation sind schwer abschätzbar.

Der Prognose liegt die Annahme zugrunde, dass der Krieg im Nahen Osten temporär und regional begrenzt bleibt, die physische Versorgung mit Energie und Rohstoffen gewährleistet ist und es im Laufe des Geschäftsjahres 2026|27 keine massiven Verwerfungen auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten gibt. AGRANA plant, etwaig deutlich steigende Preise, insbesondere im Rohstoff- und Energiebereich, in neuen Kundenkontrakten weitergeben zu können.

Weiteres Vorgehen

Die Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2025|26 sowie aller Details zu den Jahreszahlen 2025|26 und zum Ausblick 2026|27 erfolgt wie geplant am 12. Mai 2026.

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