PiNCAMP-Analyse von knapp 15.000 Plätzen zeigt große Unterschiede zwischen objektiven Inspektionen und Community-Noten
Eine PiNCAMP-Auswertung zu rund 15.000 europäischen Campingplätzen offenbart: 64 % der Gäste vergeben fünf Sterne, der ADAC nur 13 % als „Superplatz“.
Eine Auswertung von PiNCAMP, dem Campingportal des ADAC, macht einen grundlegenden Unterschied sichtbar: Die Sterne aus Gästebewertungen und die offiziellen Sterne der ADAC Klassifikation fallen nicht selten stark unterschiedlich aus. Die Analyse basiert auf einem Datensatz von knapp 15.000 europäischen Campingplatz-Profilen und vergleicht die Community-Bewertungen mit den Ergebnissen der ADAC-Inspektionen.
In der Praxis bedeutet das für Camper: Zwei Sterne sind nicht automatisch gleich zwei Sterne. Während bei den Community-Bewertungen fast zwei Drittel der Plätze mit der Bestnote von fünf Sternen bewertet werden, ordnen ADAC-Inspekteure die Mehrzahl der Plätze im mittleren bis gehobenen Segment ein. PiNCAMP erklärt die Unterschiede, nennt konkrete Zahlen und gibt Hinweise zur Kombination beider Systeme für die Urlaubsplanung.
PiNCAMP hat für die Analyse knapp 15.000 Campingplatz-Profile in Europa ausgewertet; darunter befinden sich etwa 6.000 Plätze mit offizieller ADAC Klassifikation. Als Datengrundlage für die Gästebewertungen dienen rund 500.000 Bewertungen auf PiNCAMP (Stand: Mai 2026).
Die wichtigsten Ergebnisse der Auswertung lauten laut PiNCAMP:
PiNCAMP betont, dass die beiden Ergebnisse nicht zwingend widersprüchlich sind, sondern unterschiedliche Messgrößen abbilden. Laut Uwe Frers, Campingexperte und Geschäftsführer von PiNCAMP, basiert die ADAC Klassifikation auf Vor-Ort-Besuchen durch geschulte und unabhängige Inspekteure, die die Ausstattung und Qualität anhand von etwa 200 festgelegten Kriterien bewerten.
Gästebewertungen hingegen spiegeln individuelle Zufriedenheit und das persönliche Gesamterlebnis wider. Ein einfacher, naturnaher Platz könne bei Gästen sehr beliebt sein und nach einem Aufenthalt fünf Sterne erhalten, ohne dass damit Aussagen zur objektiven Qualität einzelner Ausstattungsmerkmale wie Sanitäranlagen verbunden wären.
Die ADAC Klassifikation vergibt bis zu fünf Sterne und nutzt laut PiNCAMP über 200 Einzelkriterien, die einheitlich in ganz Europa angewendet werden. Die Klassifikation teilt die Bewertung in fünf zentrale Felder auf, die unterschiedlich gewichtet sind:
Inspekteure starten ihre Touren laut PiNCAMP ab dem 6. Juni 2026, um den Status auf den Campingplätzen im Auftrag des ADAC zu erheben. Die Datenerfassung vor Ort erfolgt standardisiert, unabhängig und schließt nach Angaben von PiNCAMP jegliche Einflussnahme durch Campingplatzbetreiber aus.
ADAC Klassifikation: Ein von PiNCAMP beschriebener Standard, der Campingplätze anhand von bis zu fünf Sternen und über 200 Kriterien bewertet. Die Klassifikation bildet nach Angaben von PiNCAMP die Grundlage für vergleichbare Qualitätsaussagen und sichtbare Top-Campingplätze.
Gästebewertungen: Rund 500.000 Bewertungen auf PiNCAMP spiegeln laut Plattform die individuelle Zufriedenheit von Campern wider. Diese Bewertungen sind subjektiv und beziehen sich oft auf das persönliche Gesamterlebnis statt auf eine vollständige Qualitätsanalyse einzelner Bereiche.
ADAC Superplatz: Die Auszeichnung für Campingplätze mit der höchsten nachgewiesenen Angebotsqualität; laut PiNCAMP erhalten 13 % der klassifizierten Plätze diese Höchstnote.
ADAC Tipp: Eine von PiNCAMP genannte Auszeichnung für Campingplätze mit 4,0 bis 4,5 Sternen in der ADAC Klassifikation. Sie wird als verlässliche Empfehlung für ein überdurchschnittliches Angebotsniveau genannt.
PiNCAMP: Das Campingportal der Mobilitätsclubs ADAC (Deutschland), ANWB (Niederlande) und TCS (Schweiz). Laut PiNCAMP enthält die Plattform Informationen zu rund 15.000 Campingplätzen in Europa, zieht mehr als 19 Millionen Besuche pro Jahr an und bietet rund 3.500 sofort online buchbare Plätze.
Inspekteure: Von PiNCAMP beauftragte Prüfer, die europaweit rund 8.000 Campingplätze nach standardisierten Kriterien vor Ort inspizieren. Diese Inspektionen bilden der Aussendung zufolge die Grundlage für die ADAC Klassifikation.
PiNCAMP nennt eine zweistufige Vorgehensweise für die Kombination beider Systeme:
Schritt 1 – Fundament mit ADAC Sternen: Zuerst prüfen, ob ein Campingplatz die konkreten Ansprüche an Ausstattung und Qualität erfüllt, etwa Standard der Sanitärbereiche, Entfernung zum Strand oder Angebote wie Barrierefreiheit, Pool oder Spielplätze. PiNCAMP nennt die Website pincamp.de und die PiNCAMP Camping App als einfache Möglichkeit, gezielt nach ADAC Sternen oder konkreten Ausstattungskriterien zu filtern.
Schritt 2 – Feintuning mit Gästebewertungen: Anschließend die rund 500.000 Gästebewertungen auf PiNCAMP heranziehen, um nachzuvollziehen, wie andere Gäste das Erlebnis vor Ort bewerten. Fragen zur Servicequalität beim Check-in, zur Atmosphäre auf dem Gelände oder zur Einschätzung vergleichbarer Gästegruppen (zum Beispiel Familien) lassen sich laut PiNCAMP so besser einordnen.
PiNCAMP gibt methodische Hinweise zur eigenen Auswertung: Die Analyse betrachtet das Verhältnis der Sterne zwischen der offiziellen ADAC Klassifikation und den Gästebewertungen auf PiNCAMP (Stand: Mai 2026). Als Datengrundlage wurden knapp 15.000 Campingplatz-Profile genutzt, darunter rund 6.000 mit ADAC Klassifikation.
Zur Vergleichbarkeit wurden unterschiedliche Skalen – etwa eine zehnstufige Skala der Gästebewertungen – auf ein einheitliches fünfstufiges System übertragen. Analysiert wurde laut PiNCAMP der prozentuale Anteil der Plätze, die in jeder Bewertungskategorie das jeweilige Gesamtergebnis erzielen.
Warum weichen Gästebewertungen von der ADAC Klassifikation ab? Laut PiNCAMP beruhen beide Systeme auf unterschiedlichen Messverfahren: Die ADAC Klassifikation misst objektive Qualitäts- und Ausstattungsmerkmale anhand von Vor-Ort-Inspektionen, während Gästebewertungen die individuelle Zufriedenheit nach einem Aufenthalt abbilden. Aus diesem Grund können sehr zufriedene Gäste einem einfachen Platz fünf Sterne geben, obwohl die objektive Ausstattung in bestimmten Bereichen nur durchschnittlich ist.
Wie häufig vergeben Gäste fünf Sterne? Nach der PiNCAMP-Analyse erhalten 64 % aller Campingplätze in der Gästebewertung die Bestnote von fünf Sternen. Diese Zahl basiert auf rund 500.000 Gästebewertungen und dem Gesamtdatensatz von knapp 15.000 Profilen (Stand: Mai 2026).
Wie häufig vergibt der ADAC fünf Sterne? Die ADAC Klassifikation weist laut PiNCAMP 13 % der Campingplätze als 5-Sterne-„ADAC Superplatz“ aus. Die Mehrheit der klassifizierten Plätze liegt im mittleren bis gehobenen Segment mit 3 oder 4 Sternen.
Was bedeuten die Gewichtungen in der ADAC Bewertung? PiNCAMP nennt die jeweiligen Gewichtungen: Sanitäreinrichtungen zählen demnach 40 %, das Platzgelände 25 %, Freizeitangebote 12,5 %, Baden und Schwimmen 12,5 % und Versorgung 10 %. Diese Gewichtung fließt in die Gesamtbewertung ein.
Wann starten die Inspektionen 2026? Die PiNCAMP-Aussendung nennt den 6. Juni 2026 als Beginn der europaweiten Touren der Inspekteure im Auftrag des ADAC. Die Datenerfassung vor Ort erfolgt laut Text standardisiert und unabhängig.
Die in diesem Artikel genannten Zahlen und Erläuterungen stammen aus der PiNCAMP-Auswertung (Stand: Mai 2026). Die Pressemappe mit Grafiken, Tabellen und Bildmaterial stellt PiNCAMP über eine Pressemappe zur Verfügung: Pressemappe von PiNCAMP.
Weitere Informationen zur Plattform und zu PiNCAMP: www.pincamp.de/unternehmen.
Kontakt für Medienanfragen: Anja Borngässer, PR & Kommunikation PiNCAMP, Telefon: +49 151 72187416, E-Mail: presse[at]pincamp.de