Eröffnung an der Montanuniversität mit Ludwig, Wallner, Van der Bellen und Stocker
Der 75. Österreichische Städtetag wurde in Leoben eröffnet: Rund 1.000 Gäste, Reden von Van der Bellen und Bundeskanzler Stocker sowie Diskussionen zu Energie, Wissenschaft und Arbeitskreisen zu Wohnen, Energie und Digitalem.
Der 75. Österreichische Städtetag wurde am Mittwochnachmittag, 10. Juni 2026, an der Montanuniversität Leoben eröffnet. Die Eröffnung nahm Städtebund-Präsident Bürgermeister Michael Ludwig gemeinsam mit Gastgeber und Vorsitzendem der Städtebund-Landesgruppe Steiermark Bürgermeister Kurt Wallner vor; im Anschluss hielten Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Bundeskanzler Christian Stocker Ansprachen.
Rund 1.000 Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft verfolgten die Eröffnung, die von Ö3-Moderator Philipp Hansa moderiert wurde. Im weiteren Programm sind Gespräche zu Energiefragen und Wissenschaft sowie mehrere Arbeitskreise, Fachvorträge und Exkursionen geplant.
Die offizielle Eröffnung erfolgte durch Städtebund-Präsident Michael Ludwig und Gastgeber Bürgermeister Kurt Wallner. Wallner bezeichnete Leoben als „eine Ankerstadt der Obersteiermark: Arbeits-, Bildungs-, Forschungs- und Lebensstandort für eine ganze Region“ und verwies auf die Entwicklung der Stadt von industrieller Tradition zu moderner Technologie sowie auf das kommunale Bemühen, die Bevölkerungszahl trotz regionalem Abwanderungsdruck stabil zu halten.
Die Veranstaltung an der Montanuniversität Leoben versammelte Vertreterinnen und Vertreter aus Gemeinden, Städten, Ländern und dem Bund sowie Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft und Verwaltung. Moderator Philipp Hansa führte durch die Eröffnungssequenz vor dem weiteren Programm, das Gespräche, Arbeitskreise und fachliche Exkursionen vorsieht.
Städtebund-Präsident Michael Ludwig nutzte seine Eröffnungsrede, um Forderungen zur Finanzierung kommunaler Aufgaben zu formulieren. Er nannte Investitionen in Bildung, Kinderbetreuung und Krankenanstalten als Beispiele kommunaler Ausgaben, für die er eine Ausnahme vom EU-Regelwerk forderte, und sprach sich für eine Reform der Grundsteuer aus.
Bürgermeister Kurt Wallner stellte Leoben als regionalen Schwerpunkt für Arbeit, Bildung und Forschung dar und betonte die lokale Transformation. Bundespräsident Alexander Van der Bellen mahnte in seiner Rede zur Bereitschaft zu Veränderungen und rief zu langfristigem Handeln sowie zum „Mut für große Entscheidungen“ auf. Bundeskanzler Christian Stocker verwies auf seine kommunalpolitische Erfahrung und kündigte an, dass die Ertragsanteile in den nächsten beiden Jahren um 2,5 Prozent steigen sollen; er nannte außerdem bestehende Maßnahmen wie das kommunale Investitionspaket und Unterstützung bei der Kinderbetreuung.
Österreichischer Städtebund: In der Aussendung ist der Österreichische Städtebund Veranstalter und Träger des Städtetags; sein Präsident Michael Ludwig eröffnete die Tagung gemeinsam mit lokalen Gastgebern. Der Städtebund ist demnach zentraler Organisator der Veranstaltung und bindet kommunale Vertretungen in die Diskussionen ein.
Kommunale Daseinsvorsorge: Der Begriff wird in der Rede Michael Ludwigs im Zusammenhang mit Investitionen für Bildung, Kinderbetreuung und Krankenanstalten verwendet. Er beschreibt grundlegende öffentliche Leistungen und Einrichtungen, die vor Ort angeboten werden und für die in der Aussendung verstärkte Investitionen gefordert werden.
Grundsteuer und Hebesatz: In der Aussendung fordert Ludwig eine Reform der Grundsteuer und konkret eine Erhöhung der Hebesätze von 500 Prozent auf 750 Prozent. Der Hebesatz ist in diesem Kontext der kommunal festgelegte Faktor, mit dem die Bemessungsgrundlage der Grundsteuer multipliziert wird; in der Aussendung wird die erwartete jährliche Einnahme von rund 396 Millionen Euro für Städte und Gemeinden genannt.
Ertragsanteile: Bundeskanzler Stocker nennt in seiner Rede eine geplante Steigerung der Ertragsanteile um 2,5 Prozent in den nächsten beiden Jahren. Ertragsanteile sind in der Aussendung die vom Bund an die Gemeinden geleisteten Finanzmittel, mit denen die kommunale Handlungsfähigkeit unterstützt werden soll.
Reformpartnerschaft und Arbeitskreise: Die Aussendung verweist auf eine Gesprächsrunde zur Reformpartnerschaft mit Schwerpunkt auf Energiefragen sowie auf mehrere thematische Arbeitskreise. Diese Arbeitskreise behandeln unter anderem Wohnen, Gemeindekooperationen, Kreislaufwirtschaft und digitale Gewalt und sind mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kommunen, Forschung und Verwaltung besetzt.
In seiner Rede forderte Städtebund-Präsident Ludwig eine Ausnahme vom EU-Regelwerk für kommunale Ausgaben in Bereichen wie Bildung, Kinderbetreuung und Krankenanstalten. Er nannte konkret eine Erhöhung der Hebesätze von derzeit 500 Prozent auf 750 Prozent und bezifferte die dadurch erwarteten zusätzlichen jährlichen Einnahmen für Städte und Gemeinden mit rund 396 Millionen Euro, wie in der Aussendung angegeben.
Bundeskanzler Stocker verwies auf bereits bestehende Unterstützungsmaßnahmen wie das kommunale Investitionspaket und Hilfen in der Kinderbetreuung. Er erklärte, dass in den nächsten beiden Jahren eine Steigerung der Ertragsanteile um 2,5 Prozent vorgesehen sei und dass es „einen Spielraum“ geben solle, „damit es den Gemeinden besser geht“, wie in der Aussendung wiedergegeben.
Im Anschluss an die Eröffnung stand laut Aussendung eine Gesprächsrunde zur Reformpartnerschaft auf dem Programm, bei der Energiefragen im Mittelpunkt stehen. Teilnehmende dieser Runde werden Energiestaatssekretärin Elisabeth Zehetner, Städtebund-Präsident Michael Ludwig, Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom und Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl sein, so die Angaben in der Aussendung.
Zum Thema Wissenschaft und Forschung ist ein Gespräch zwischen Moderator Philipp Hansa und dem Rektor der Montanuniversität Leoben, Peter Moser, angekündigt. Das Motto dieses Programmpunktes lautet laut Aussendung: „Wissen schafft urbane Zukunft“.
Laut Aussendung folgen am folgenden Tag ab 9:30 Uhr vier Arbeitskreise mit thematischen Schwerpunkten und Gästen aus Kommunalpolitik, Verwaltung, Forschung und EU-Institutionen. Die Arbeitskreise behandeln „Die Zukunft des Wohnens – leistbar, sozial und klimaresilient“, „Gemeindekooperationen – erfolgreiche Modelle für Städte und Gemeinden“, „Effizienter Energie- und Rohstoffeinsatz im Fokus der Kreislaufwirtschaft zur Erreichung der Klimaziele“ sowie „Digitale Gewalt - analoge Folgen“.
Am Nachmittag sind laut Aussendung Fachvorträge, Fachexkursionen und Fachbesichtigungen angesetzt. Für Freitag, 12. Juni, werden den Angaben zufolge neun Rahmenprogramme für Besucherinnen und Besucher in und um Leoben organisiert.
Die Eröffnung des 75. Österreichischen Städtetages fand laut Aussendung am Mittwochnachmittag, 10. Juni 2026, an der Montanuniversität Leoben statt. Gastgeber vor Ort war Bürgermeister Kurt Wallner als Vorsitzender der Städtebund-Landesgruppe Steiermark.
Bei der Eröffnung hielten unter anderem Städtebund-Präsident Michael Ludwig, Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Bundeskanzler Christian Stocker Ansprachen. Moderator der Eröffnungsveranstaltung war Philipp Hansa von Ö3.
Ludwig forderte in seiner Rede eine Ausnahme vom EU-Regelwerk für Ausgaben in Bildung, Kinderbetreuung und Krankenanstalten, eine Reform der Grundsteuer und kurzfristig eine Erhöhung der Hebesätze von 500 Prozent auf 750 Prozent. In der Aussendung wird genannt, dass dies den Städten und Gemeinden jährlich rund 396 Millionen Euro bringen würde.
Van der Bellen betonte, dass sich die Welt rasch verändere und dass Europa und Österreich sich neu definieren müssten. Er appellierte laut Aussendung an langfristige Perspektiven und nannte den „Mut für große Entscheidungen“ als zentrale Forderung.
Stocker verwies auf das kommunale Investitionspaket und Unterstützung bei der Kinderbetreuung. Er sagte, dass die Ertragsanteile in den nächsten beiden Jahren um 2,5 Prozent steigen sollen und dass es einen Spielraum geben solle, „damit es den Gemeinden besser geht“, so die Aussagen in der Aussendung.
Die Aussendung nennt einen Livestream der gesamten Veranstaltung sowie Videos zum Nachschauen. Weiterführende Informationen zum Österreichischen Städtebund und zum detaillierten Programm des Städtetags sind laut Aussendung auf den offiziellen Seiten des Städtetags und des Städtebundes verfügbar.
Weitere Programmdetails und Informationen zu den Arbeitskreisen werden auf der Seite des Städtetags bereitgestellt: https://www.staedtetag.at/arbeitskreise/.
Weitere Informationen zum Österreichischen Städtebund finden sich unter: http://www.staedtebund.gv.at. Details zum Städtetag insgesamt sind auf der Veranstaltungsseite des Städtetags abrufbar: http://www.staedtetag.at. Den Livestream und Videos nennt die Aussendung unter: http://www.staedtetag.at/livestream.
Fotomaterial (Copyright Städtebund/Markus Wache/Armin Russold) ist laut Aussendung zum Download verfügbar unter: http://www.picdrop.com/markuswache/Staedtetag_2026.
Kontakt (aus der Aussendung): Elisabeth Hirt, Kommunikation Österreichischer Städtebund, Mobil: 0676 8118 89990, E-Mail: elisabeth.hirt [at] staedtebund.gv.at; Katharina Kunz, Österreichischer Städtebund, Mobil: 0676 8118 89983, E-Mail: katharina.kunz [at] staedtebund.gv.at; Gerda Mackerle, Stadt Wien – Kommunikation und Medien, Mobil: 0676 8118 81086, E-Mail: gerda.mackerle [at] wien.gv.at; Kerstin Neukamp, Pressesprecherin Stadt Leoben, Mobil: 0676 844 062 373, E-Mail: kerstin.neukamp [at] leoben.at.