Ein digitaler Denksport erobert Österreichs Klassenzimmer: Beim diesjährigen Biber der Informatik stellten sich 65.734 Schülerinnen und Schüler kniffligen Logik-Rätseln und bewiesen dabei beeindruc
Ein digitaler Denksport erobert Österreichs Klassenzimmer: Beim diesjährigen Biber der Informatik stellten sich 65.734 Schülerinnen und Schüler kniffligen Logik-Rätseln und bewiesen dabei beeindruckende Problemlösungskompetenz. Am 11. März 2026 wurden an der FH Technikum Wien die 175 besten Teilnehmer ausgezeichnet – ein Rekordergebnis, das zeigt, wie hungrig die junge Generation nach digitalen Herausforderungen ist. Die Veranstaltung unter der Schirmherrschaft von Bildungsminister Christoph Wiederkehr macht deutlich: Österreich investiert massiv in die Förderung seiner künftigen IT-Elite.
Der Biber der Informatik ist weit mehr als nur ein gewöhnlicher Schulwettbewerb. Seit 2007 organisiert die Österreichische Computer Gesellschaft (OCG) gemeinsam mit der TU Wien diese besondere Form des Denksports, die ohne jegliche Vorkenntnisse in Programmierung oder Softwareentwicklung auskommt. Stattdessen stehen logisches Denken, Mustererkennung und algorithmisches Problemlösen im Mittelpunkt – genau jene Fähigkeiten, die das Fundament der Informatik bilden.
Die Aufgaben des Wettbewerbs sind bewusst so konzipiert, dass sie informatisches Denken fördern, ohne technische Barrieren aufzubauen. Teilnehmer lösen beispielsweise Rätsel über optimale Wegfindung, Datenstrukturen oder Verschlüsselungsverfahren – alles verpackt in spielerische Szenarien, die auch Drittklässler verstehen können. OCG-Präsident Wilfried Seyruck betont: „Die Beispiele sind klassische Denksportaufgaben, die informatisches Denken fördern. Dieses Jahr waren die Aufgaben besonders knifflig."
Die Entwicklung der Teilnehmerzahlen spricht eine klare Sprache: Von 55.913 Schülern im Jahr 2024 auf 65.734 im Jahr 2025 – ein Anstieg von fast 18 Prozent binnen eines Jahres. Auch die Zahl der teilnehmenden Schulen kletterte von 361 auf 410 Bildungseinrichtungen. Vom Neusiedler See bis zum Bodensee beteiligten sich Schulen aller Bundesländer an dem zweiwöchigen Online-Wettbewerb, der vom 10. bis 21. November 2025 stattfand.
Besonders bemerkenswert: Nur 0,27 Prozent aller Teilnehmer, also 175 Schülerinnen und Schüler, erreichten die Höchstpunktezahl in ihren jeweiligen Alterskategorien. Diese Elite des logischen Denkens repräsentiert Österreichs vielversprechendsten IT-Nachwuchs, der sich gegen zehntausende Mitbewerber durchsetzte.
Die Präsenz von Bildungsminister Christoph Wiederkehr und Sektionschef Wolfgang Ebner bei der Preisverleihung unterstreicht die politische Bedeutung des Wettbewerbs. „Informatik ist essenziell für die Zukunft unserer Gesellschaft