Von 2. bis 8. März stehen wirtschaftliche Chancen für Frauen im Fokus
Die dritte Wiener Frauenwoche bietet über 200 kostenlose Veranstaltungen zur Förderung der wirtschaftlichen Gleichberechtigung von Frauen.
Wien setzt erneut ein starkes Zeichen für Frauenrechte: Von 2. bis 8. März 2026 findet die dritte Wiener Frauenwoche statt, die sich diesmal besonders der wirtschaftlichen Gleichberechtigung widmet. Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaál eröffnete die Aktionswoche am 2. März beim traditionellen Fahnehissen vor dem Wiener Rathaus.
"Als Stadt der Frauen stellt Wien die Interessen der Frauen mit der Wiener Frauenwoche bewusst eine Woche auf die gesellschaftliche Bühne", betont Gaál. "Die brennenden Themen wie Finanzbildung, eine faire Aufteilung der unbezahlten Care-Arbeit, mehr Frauen in Topjobs oder das Verhindern von Altersarmut stehen jeden Tag auf der politischen Agenda Wiens."
Die Botschaft ist klar: Wien will die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen gezielt fördern. Denn finanzielle Selbstständigkeit ist nach wie vor ein Schlüsselthema für die Gleichberechtigung der Geschlechter.
Das Programm der diesjährigen Frauenwoche ist beeindruckend: Mehr als 200 kostenlose Veranstaltungen werden über alle 23 Wiener Bezirke verteilt angeboten. "Die Frauenwoche ist auch dieses Jahr gewachsen und damit können wir Veranstaltungen zu einer breiten Palette an Themen und in allen Bezirken anbieten", so Gaál.
Unter dem Motto "Wien, wie sie will." finden Diskussionen, Filmvorführungen, Austauschformate, Spaziergänge und kulturelle Angebote statt. Das Spektrum reicht von Finanzberatung bis zu Vernetzungsveranstaltungen – für jede Altersgruppe von Mädchen bis Seniorinnen ist etwas dabei.
Die Inhalte der Frauenwoche basieren auf konkreten Bedürfnissen: 15.500 Wienerinnen haben in der größten Wiener Frauenbefragung "Wien, wie sie will." ihren Wunsch nach mehr Zeit, mehr Raum und mehr Chancen geäußert. Diese Erkenntnisse fließen direkt in die Gestaltung der niederschwelligen Angebote ein.
Ein besonderer Höhepunkt wartet am 7. März: Das Offene Rathaus lädt zu einem vielfältigen Programm ein. "Das Offene Rathaus wird ein ganz besonderes Highlight", kündigt Gaál an. "Konzerte von Art4Strings und den Pink Noise Bands, die Filmvorführung 'Ein Tag ohne Frauen', Workshops, Karaoke, Rathausführungen sind am Programm und abends heißt es beim Early Eve Clubbing von Frauen für Frauen in der Volkshalle Tanzen und Spaß haben."
Wien leuchtet während der Frauenwoche violett: Die Salztorbrücke, Marienbrücke, Schwedenbrücke, die Roßauer Brücke und der Durchgang am Praterstern erstrahlen eine Woche lang in der Farbe der Frauenbewegung. Ein sichtbares Zeichen für die Bedeutung des Themas in der gesamten Stadt.
Im Arkadenhof des Wiener Rathauses wird vom 2. bis 31. März die Pionierinnengalerie "Wien. Stadt der großen Töchter" erweitert. Diese wird jährlich um zwei bedeutende Frauen ergänzt und würdigt die Leistungen außergewöhnlicher Persönlichkeiten.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Financial Literacy: Die Wirtschaftskammer Wien bietet am 3. März von 11 bis 13 Uhr einen Workshop zum "Selbstbestimmten Umgang mit Geld" für bis zu 40 Teilnehmerinnen. Ergänzend dazu steht am 4. März von 9 bis 17 Uhr eine telefonische Beratung zum Thema "Sicher mit Geld umgehen" zur Verfügung. Das Wiener Frauenzentrum kooperiert dabei mit Expertinnen der Schuldenberatung.
Besondere Aufmerksamkeit erhalten alleinerziehende Mütter: Der GB*Wohntreff "Zuhause im Grätzl" organisiert am 4. März von 16 bis 18 Uhr am Max-Winter-Platz 23 ein Vernetzungsgespräch. In Kooperation mit JUNO – Zentrum für Getrennt- und Alleinerziehende – wird ein wichtiger Raum für Austausch und Unterstützung geschaffen.
Auch die junge Generation wird nicht vergessen: Das flash Mädchen*café der Wiener Jugendzentren veranstaltet am 6. März einen Workshop zu "Mädchen*rechte – Realitätscheck" für Mädchen ab 10 Jahren. Die Teilnehmerinnenzahl ist auf zehn begrenzt, um intensiven Austausch zu ermöglichen.
Die Wiener Frauenwoche ist mehr als nur eine Veranstaltungsreihe – sie ist ein gesellschaftspolitisches Statement. Wien positioniert sich bewusst als "Stadt der Frauen" und macht deutlich, dass Gleichberechtigung nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, sondern aktiv gefördert wird.
Die Themenschwerpunkte spiegeln die aktuellen Herausforderungen wider: Von der fairen Verteilung der Care-Arbeit über die Förderung von Frauen in Führungspositionen bis zur Prävention von Altersarmut – alle Aspekte der wirtschaftlichen Gleichberechtigung werden angesprochen.
"Das Ziel der wirtschaftlichen Gleichberechtigung von Frauen muss konsequent verfolgt werden, damit für unsere Töchter in Zukunft noch mehr Chancen, Möglichkeiten und Wege offenstehen", unterstreicht Gaál die langfristige Perspektive der Initiative.
Die Frauenwoche endet symbolträchtig am 8. März, dem Internationalen Frauentag. Dieser Rahmen verdeutlicht die globale Dimension des Themas und Wiens Beitrag zur weltweiten Bewegung für Frauenrechte.
Das komplette Programm mit allen Veranstaltungen, Terminen und Anmeldeinformationen ist unter wienerfrauenwoche.at verfügbar. Die Teilnahme an allen Angeboten ist kostenlos, um möglichst vielen Frauen und Mädchen den Zugang zu ermöglichen.